22.09. - 29.09. 2019: Wanderreise Mallorca

 

Auch im letzten Jahr erlebte eine Wandergruppe im September einen traumhaften Aktivurlaub auf der Sonneninsel Mallorca. Die Unterbringung in einem Hotel von Universal Reisen - dem renommierten Reiseanbieter für Mallorcaferien aus der Schweiz - hat eine lange Tradition. Dieses Mal verbrachten 17 Wanderfreunde ihren Urlaub im Hotel Castell Royal**** in Canyamel, einem beschaulichen Ferienort im Nordosten Mallorcas - traumhaft gelegen in einer wunderschönen Bucht. Unsere Guides Uwe Schwilski & Susanne Jung haben zusammen mit Elfriede Mayrbäurl, der Wanderführerin von Universal Reisen, abwechslungsreiche Wanderungen in der Region Llevante, im Tramuntana-Gebirge und an der Nordküste Mallorcas vorbereitet. Neben herrlichen Küstenwanderungen wurden aussichtsreiche Wege im Gebirge erkundet. Am Abend wurden die Teilnehmer mit einem unglaublich vielseitigen Büffet und dem einzigartigen Ambiente des Strandhotels überrascht. Die nächste Wanderreise in 2020 geht nach St. Elm ins Universal Hotel Aquamarin, eine wunderbare Ausgangsbasis für die schönsten Wanderungen im Südwesten Mallorcas!

 

 

Der Anreisetag (Sonntag, 22. September 2019)

Individuelle Anreise aus verschiedenen Flughäfen deutschlandweit und aus der Schweiz! Der Nachmittag diente der Ankunft am Urlaubsort und dem Bezug der Zimmer. Am Abend vor dem Essen gab es einen Begrüßungstreff mit kleinem Umtrunk und einer Kennenlernrunde durch Uwe und Susanne.

 

 

1. Urlaubstag (Montag, 23. September 2019): Umgebungstour in Canyamel

Wie immer auf unseren Mallorca-Reisen ließen wir den ersten Tag gemütlich angehen und genossen zunächst ein ausgiebiges und gemütliches Frühstück! Im Anschluss fand sich eine stattliche Gruppe von gutgelaunten Wanderfreunden im Konferenzraum zur traditionellen Informationsveranstaltung über die Wandertouren der kommenden Tage ein, bevor die nähere Umgebung auf einer ersten Erkundungstour entdeckt wurde. Unser Tagesziel – der Wachturm am Cap Vermelll – wurde auf einem schmalen Pfad durch Pinienwälder nach etwa einer Stunde Gehzeit erreicht! Die Aussicht von dort über die Bucht von Canyamel und ins Landesinnere war fantastisch und bot einen schönen Eindruck von der herrlichen Küstenlandschaft im Nordosten Mallorcas. Nicht fehlen durfte dabei das auf unseren Reisen obligate Picknick mit regionalen und saisonalen Produkten sowie einheimischen Weinen. Der zur freien Verfügung stehende Nachmittag wurde meist zu einem ausgiebigen Strandaufenthalt genutzt.

 

 

2. Urlaubstag (Dienstag, 24. September 2019): Durch die Cocons-Schlucht zum Puig Ferrutx

Heute stand eine durchaus sportliche Tour in der Serra de Llevant, die trotz relativ niedriger Höhe einen recht alpinen Charakter vorweist, auf dem Programm. Vom kleinen Weiler Betlèm aus starteten wir unsere Wandertour zunächst durch das Flussbett des Torrent des Cocons und danach auf schmalem Pilgerpfad hinauf zur Eremita de Betlèm. Die Einsiedelei arabischen Ursprungs mit ihrem ausgemalten Kuppeldach stammt aus dem Jahr 1805 und war bis vor kurzem ein Refugium für Mönche. Im Anschluss begann der eigentliche Aufstieg zum Bec de Ferrutx (528 m.ü.M.), einem der atemberaubendsten Aussichtsberge an der Ostküste Mallorcas. Der schwer auszumachende Pfad, der über einen felsigen Grat und dichtes, mannshohes Dissgras bergan führte, bot stets herrliche Weitblicke über das meist baumloses Gebirge und über die ganze Nordküste Mallorcas. Der schwindelerregende Ausblick von dem nach Westen abrupt abfallenden Hauptgipfel bleibt uns noch lange in Erinnerung. Der Rückweg erfolgte auf gleicher Strecke.

 

 

3. Urlaubstag (Mittwoch, 25. September 2019): Auf dem Cami Vell de Lluc zum Kloster Lluc

Nach einer etwas längeren Busfahrt einmal quer über den Insel nach Caimari im Tramuntana-Gebirge war die Vorfreude, sich nun wieder sportlich betätigen zu dürfen, riesengroß. Auf dem Programm stand heute ein 700 Jahre alter Pilgerweg, auf dem früher Gläubige von Palma zum Kloster Lluc pilgerten. Auf alten Pflasterwegen wanderten wir durch eine bizarre Gebirgslandschaft mit herrlicher Aussicht über die weite Ebene Es Pla und erreichten schließlich nach etwa 2 Stunden das Kloster Lluc. Es ist das religiöse Zentrum und der bedeutendste Wallfahrtsort der Insel. Nach einer Pause mit ausreichend Zeit für Besichtigung der Klosterkirche mit ihrer Schwarzen Madonna und einen anschließenden Cortado brachte uns unser Exklusivbus in die wunderschön an einer Steilküste gelegene Cala de San Vicenc. Hier nahm ein Großteil der Gruppe noch an der einstündigen, fakultativen Tour hinüber nach Port de Pollenca teil. Es blieb noch kurz Zeit für ein Erfrischungsgetränk an dem karibisch anmutenden Strand der Bucht von Pollenca.

 

 

4. Urlaubstag (Donnerstag, 26. September 2019): Panoramatour auf der Victoria-Halbinsel

Unsere Bergwanderung führte uns heute über die Halbinsel von Alcudia, die die beiden Badebuchten von Pollenca und Alcudia voneinander trennt. Sie bildet den parallelen Höhenzug des Cap Formentor, ist jedoch im Gegensatz zu diesem im nördlichen Bereich mit Aleppokiefernwald bewachsen. Die ganze Halbinsel steht unter Naturschutz. Die Tour startete bei der Ermita La Victoria, einer Einsiedelei, die hoch über der Bucht von Pollenca liegt und traumhafte Ausblicke auf das Cap Formentor bietet. Auf einem kleinen, steinigen Panoramapfad erreichten wir den höchsten Punkt unserer Tour, den Atalaia d`Alcudia, von dem aus sogar die Nachbarinsel Menorca auszumachen war. Durch lichte Pinienwälder und immer das türkisblaue Meer vor Augen erreichten wir alsbald die Küstenstraße, wo unser Bus wartete.

 

 

5. Urlaubstag (Freitag, 27. September 2019): Traumküstentour zur Cala Tuent

Die diesjährige Königsetappe - vom Mirador de ses Barques oberhalb von Port de Soller zur Cala Tuent – erforderte eine zweistündige Busanreise von unserem Standorthotel Castell Royal in Canyamel. Nach einem kurzen, obligaten Kaffeestopp auf der herrlichen Aussichtsterrasse eines kleinen Restaurants am Aussichtspunkt ging es alsbald los in Richtung Westküste. Entspannt führte uns ein alter Karrenweg durch prächtige, alte Olivenhaine bergab in eine Talsohle zur einsamen Finca Balitx d`Avall, einem Bauernhof mit Agrartourismus. In diesem weltabgeschiedenen, äußerst idyllischen Tal verbrachten wir eine entspannte Siesta und wurden von unseren Wanderführern zu Orangensaft und Kaffee eingeladen. Auf schmalen Serpentinen durch Aleppokiefern- und immergrünen Steineichenwälder stiegen wir nun steil bergan zur Passhöhe des Coll de Biniamar. Auf dem Traumpfad hinunter ans Meer zur Cala Tuent konnten wir den Panoramablick entlang der gesamten Westküste Mallorcas bestaunen. Angekommen in der kleinen Bucht überraschte uns ein perfekt organisiertes und auf deutsche Gruppen eingestelltes Restaurant neben freundlichem Service mit gutem Kaffee und leckerem Kuchen. Nun erfolgte noch ein weiteres Highlight dieses Tages, nämlich die Busfahrt auf der spektakulärsten Gebirgstrecke Mallorcas, der Serpentinenstraße zur Sa Calobra.

 

 

6. Urlaubstag (Samstag, 28. September 2019): Wachturm, Sanddünen und Traumbuchten

Unsere heutige Abschlusstour bot nochmals Karibikfeeling pur. Von den Traumstränden der Cala Agulla musste zunächst ein steiler, felsiger Pfad hinauf zum Torre Jaumell auf 271 m.ü.M. bewältigt werden. Von diesem herrlichen Aussichtspunkt waren weitere Wachtürme zur Verteidigung der Insel im 15. Jahrhundert zu erkennen, zudem der blendend weiße Strand der Bucht von Cala Mesquida. Von dort ging es auf ausgesetzten Küstenpfaden von einer bildhübschen Bucht zur nächsten, bevor ein letzter Anstieg zu einem einsam gelegenen Restaurant auf uns wartete. Ein letztes Erfrischungsgetränk mit genialem Blick über die Nordküste, schon brachten uns Taxis zurück zum Hotel.

 

 

Der Abreisetag (Sonntag, 29. September 2019)

Schon früh am Morgen hieß es Abschied nehmen, wer nicht zu den Glücklichen gehörte und ein paar Verlängerungstage am Meer gebucht hatte. Zurück in die Heimat!

 

 

Fazit dieser Reise:

  • Mallorca – Insel mit vielen Gesichtern! Abwechslungsreiche Wanderungen, vielfältiger Landschaftszauber, Bilderbuchstrände dazu eine charmante Unterkunft und stets eine schöne Einkehr unterwegs! Für uns ist die schöne Insel ein ganzjähriges Wanderparadies!
  • All unsere Wandertouren werden von uns zeitnah vorgelaufen! Dabei achten wir auf die für ein optimales Wandererlebnis notwendigen Kriterien! Wir kennen uns aus auf Mallorca!
  • Gelegenheit zum Aus- und Wiedereinstieg ins Wanderprogramm
  • Unser Motto: Besondere Reisemomente mit anderen teilen!
  • Ausreichend Freizeit für ein Plus an Entspannung und Erholung, Spielraum für persönliche Urlaubsvorstellungen oder einfach nur Zeit für sich!
  • Es gibt noch viel zu entdecken auf der Insel, freut euch auf die nächste Reise: im September2020 ist eine Reise mit Aufenthalt im Universal Hotel Aquamarin in Sant Elm geplant!
  • Ein herzliches Dankeschön auch an Elfriede Mayrbäurl von Universal Reisen, die uns auf zwei Touren ihre Lieblingsinsel zeigte.
  • Diese Reise hat wirklich Spaß gemacht – dies lag auch an der Homogenität unserer Gruppe!
  • Ein herzliches Dankeschön an Euch alle!

 

 

28.09. – 05.10.2019: Wanderwoche Dalmatinische Küste (Kroatien)

 

Vorwort:

In Kroatien findet sich alles, was der Urlauberherz höher schlagen lässt: Endlose Strände, einsame Felsbuchten und zahlreiche Naturschätze. Dalmatien ist neben Istrien der beliebteste Küstenabschnitt Kroatiens und wird mit ca. 2600 Sonnenstunden verwöhnt. In dieser Region findet man kleine Küstendörfer und auch pulsierende Städte, die wie beispielsweise Split sogar zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Die dalmatinische Küste bietet eine riesige landschaftliche Vielfalt mit ihrem zerklüfteten Küstengebirge und den zahlreichen vorgelagerten Inseln. Es versteht sich von selbst, dass Kroatien zu den schönsten Wanderzielen im Mittelmeerraum gehört. Dementsprechend war dieses Reiseziel auch bei uns begehrt und dementsprechend bald ausgebucht.

Nach einer Wartezeit, verbunden mit einer riesigen Vorfreude, war es dann endlich soweit: Am 28. September flogen 15 Personen gemeinsam an die dalmatinische Küste.

 

 

28. September: Willkommen in Dalmatien – Anreise und kleine Einstiegs-Wanderung

Bereits frühmorgens starteten wir unseren Urlaub am Flughafen Stuttgart. Diese unfreiwillige Nachtschicht hatte allerdings den großen Vorteil, dass wir recht früh am Flughafen Split ankamen. Beim Landanflug kamen wir in den Genuss eines spektakulären Sonnenaufgangs über der zerklüfteten und inselreichen Küste Mitteldalmatiens. Nach der Gepäckausgabe wurden wir bereits von unserem privaten Chauffeur erwartet, der uns nach ca. 15 Minuten Fahrzeit zu unserem Hotel fuhr – Unsere Unterkunft während der gesamten Wanderwoche war das Hotel Jadran in Seget Donji, welches sehr schön in einer großzügigen Gartenanlage eingebettet ist und direkt an einer ruhigen Strandpromenade liegt. Etwas übernächtigt konnten wir auf der großen Hotelterrasse ausgiebig frühstücken – Eine Tasse Kaffee weckte wieder alle Lebensgeister.

Die Temperaturen waren spätsommerlich und das bei strahlendem Sonnenschein. Also die idealen Rahmenbedingungen für eine kleine Einstiegs-Wanderung. Vom Hotel aus liefen wir zur kleinen Kapelle Sveti Ilija, die sehr aussichtreich auf einem kleinen Hügel thronte. Wir gingen die ganze Sache natürlich total gemütlich an, die „Nachtschicht“ steckte uns allen noch in den Knochen. Wir genossen den Blick über die zerklüftete Küste, hinunter nach Split und die für herbstliche Verhältnisse ungemeine Artenfülle an Insekten und Schmetterlingen. Insgesamt waren es letztendlich knappe 300 Höhenmeter.

Ein eindrückliches Video von Sveti Ilija: https://www.youtube.com/watch?v=q2dZGPk-7sA

Der restliche Nachmittag verlief natürlich total entspannt – Beim gemeinsamen Abendessen waren wir wieder vereint. Wir freuten uns bereits auf den morgigen Tag und die erste „reguläre“ Wanderung.

 

 

29. September: Kozjak – Ein Gebirgszug hoch über Split

Gut ausgeschlafen und nach einem ausgiebigen Frühstück wurden wir am Hoteleingang von unserem Busfahrer erwartet, voller Vorfreude wurden wir zum Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung, der Ortschaft Kaštel Stari, gefahren. Vom Bahnhof (79 m) liefen wir bei der Kirche vorbei und folgten einer kleinen Fahrstraße bergan. Am Ortsrand ging es auf einem Wiesenpfad weiter (Markierung nicht ganz eindeutig, GPS empfehlenswert). Wir erreichten die Passstraße, hier war die Wegfindung eindeutig (rot-weiße Markierung). Weiter ging es auf einem breiten Waldweg bis zur nächsten Serpentine – Hier folgten wir einem wunderschönen Wanderweg bergan. Das offene Gelände erlaubte eine immer bessere Fernsicht über Split und die vorgelagerten Inseln. Des Weiteren schenkten wir den zahlreichen Schmetterlingen und anderen Insekten unsere Aufmerksamkeit. Wir erreichten schließlich die Passhöhe beim Hügel Orljak (522 m) mit zahlreichen Picknickbänken, einer kleinen Kapelle und einem monumentalen Kriegsdenkmal. Hier machten wir unsere wohlverdiente Pause. Danach folgten wir dem Höhenzug in südliche Richtung, der Kammweg war nicht zu verfehlen, allerdings war im karstigen Gelände eine gewisse Trittsicherheit erforderlich. Nach dem Gipfelchen Birnjac (562 m) ging es auf diesem aussichtsreichen Gratweg weiter – Immer wieder blieben wir stehen und genossen die traumhafte Fernsicht. Kurz vor dem Gipfel Biranj (632 m) folgte nochmals ein kleiner Aufstieg durch einen vegetationsreichen Wald. Unmittelbar beim höchsten Punkt des Kozjak-Gebirges steht eine Kapelle (Sv. Ivan Biranj), diese bietet eine ideale Kulisse für eine längere Gipfelpause. Gesagt, getan – Wir verweilten etwas länger an diesem schönen Aussichtspunkt. Der Abstieg führte uns anfangs über einen wunderschönen Pfad zu einem kleinen Sattel. Hier nahmen wir den breiten Waldweg, der rechterhand abbog. Nun ging es unterhalb der Felswand talwärts. An einem schattigen Platz gab es einen Umtrunk mit einem kroatischen Rotwein. Nach Erreichen der Passstraße ging es auf dem uns bereits bekannten Weg zurück zum Ausgangspunkt beim Bahnhof Kaštel Stari.

Streckenlänge: 10 Km, etwa 590 Höhenmeter, 4 Stunden Gehzeit.

Link zu outdooractive:

https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/kroatien/31-kastel-stari/124106597

Fazit: Der ideale Einstieg in unsere Wanderwoche!

 

 

30. September: „Reif für die Insel“ - Wanderung Otok Čiovo

Unzählige Inseln sind der dalmatinischen Küste vorgelagert - Otok Čiovo (https://de.wikipedia.org/wiki/Čiovo) liegt direkt vor den Toren der historischen Stadt Trogir und ist aufgrund einer Straßenbrücke sehr einfach zu erreichen. Ausgangspunkt dieser genussvollen Wanderung war bei der Kirche in der Ortsmittel von Slatine. Im „Zentrum“ bogen wir linkerhand in die Gasse Put Slatišćaka ab, die am Ortsrand in einen teilweise zugewachsenen Feldweg überging. Mit sehr moderater Steigung erreichten wir einen sanften Höhenrücken. Wir genossen allerdings auch den Blick zurück, der über Slatine hinweg, aber auch hinüber zu Split und den Küstenbergen im Hintergrund reichte. „Oben“ angekommen, bogen wir linkerhand ab, für mehrere Kilometer ging es auf einen breiten und aussichtsreichen Schotterweg weiter. An der nächsten Wegegabelung (mit kleinem Parkplatz) machten wir einen kleinen Abstecher zur Kapelle Gospe od Prizidnice, welche direkt an einer steilen Felswand in atemberaubender Lage über dem Meer erbaut wurde. Hier machten wir unsere Mittagspause und genossen den Blick über das azurfarbene Wasser. Vom Abzweig führte uns der Weg weiter Richtung Ostspitze der Insel. Der eigentlich kurze und technisch unproblematische Abstieg zur Küste war die Herausforderung des Tages – Der Pfad war im unteren Stück teilweise etwas zugewachsen bzw. durch die Brandung gebietsweise auch komplett weggespült. Doch dank GPS-Track und dem guten Orientierungssinn des Organisators kamen wir am felsigen „Strand“ an. Hier war Zeit für die 2. Pause mit einem fakultativen Abstecher zum kleinen Leuchtturm. Der Rückweg führte uns anfangs auf einem breiten Pfad weiter, gegen später ging er in eine breite Fahrpiste über. Das Licht der intensiven Nachmittagssonne sorgte für sehr schöne Fotomotive. Am Ortseingang angekommen, steuerten wir eine gemütliche Strandbar an. Hier kehrten wir ausgiebig ein und genossen das spätsommerliche Wetter. Hier ließen wir uns auch von unserem Chauffeur abholen, der uns nach kurzer Fahrzeit wieder zurück ins Hotel brachte.

Link zur Tour:

https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/kroatien/30.-september-reif-fuer-die-insel-wanderung-otok-ciovo/118776562

Streckenlänge: 13,5 Km, etwa 300 Höhenmeter, 4 Stunden Gehzeit.

 

 

1. Oktober: „Ruhetag“ oder Besteigung Dinara (1831 m) – Das Dach von Kroatien

Für den „Ruhetag“ gab es unzählige Möglichkeiten: Stadtbummel in Split oder durch die historische Altstadt von Trogir oder man konnte einfach einen richtigen „Faulenzertag“ einlegen

6 unentwegte Wanderfreunde verzichteten auf einen Ruhetag und bestiegen stattdessen den Dinara, den höchsten Berg von Kroatien (1831 m).

Alle Daten und Fakten zur Tour stichwortartig:

  • Die Anfahrt von unserem Hotel dauerte gute 2 Stunden und führte uns durch das touristisch kaum erschlossene Hinterland Dalmatiens
  • Die weitläufigen Hochebenen, Karst-Plateaus, Dolinen und Felsen beherbergen eine reichhaltige Pflanzenwelt – Im Oktober war die Vielfalt an blühenden Pflanzen natürlich sehr überschaubar
  • Alle Aufstiegswege auf das Dach Kroatiens sind technisch einfach, allerdings recht lang
  • Wir wählten den Normalweg von Glavaš, den wohl die meisten Gipfelaspiranten wählen
  • Unsere Route: Glavaš (568 m) - Burgruine Stara Gradina Glavaš (671 m) – Gornji Bunar (1000 m), Quelle! – Schäferhütte Martinova Košara (ca. 1300 m) – Dinara/Sinjal (1831 m) - Gornji Bunar (1000 m) - Burgruine Stara Gradina Glavaš (671 m) - Glavaš (568 m)
  • Wir genossen die imposante Fernsicht – Diese reichte bis an die Küste wie auch über die Berge Bosniens
  • Das geräumige Gipfelplateau besteht aus 2 beinahe gleichhohen Gipfelchen. Beim vorderen Gipfel steht eine Notunterkunft in roter Farbe, am hinteren Gipfelpunkt ein weißes Metallkreuz. Der exakt höchste Punkt („Sinjal“) befindet sich wohl beim Vermessungsstein bei der roten „Blechbox“
  • Ein weitere Länderhöhepunkt wurde erfolgreich bestiegen – Stolz hissten wir die Kroatienfahne an beiden Gipfeln
  • Wir waren relativ sportlich unterwegs und benötigten für 15 Km Wegstrecke und etwa 1300 Höhenmeter ca. 6 Stunden reine Gehzeit
  • Bei der Rückfahrt genossen wir die schöne Abendstimmung im dalmatischen Hinterland
  • Das Abendessen im Hotel hatten wir uns redlich verdient
  • Fazit: Ein grandiose Tour und wohl das Highlight der gesamten Wanderwoche!

 

 

2. Oktober: Stadtführung Split

Nach der grandiosen Gipfeltour am Vortag stand heute steht ein Kulturtag auf dem Programm – Gemeinsam mit einer deutschsprachigen Stadtführerin erkundigten wir die Altstadt von Split, welche als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen ist. Bei unserer Stadtführung lernten wir die reichhaltige Geschichte und Kultur dieser Stadt kennen. Weitere Infos zu dieser kulturell sehr vielfältigen Stadt mit einer langen Geschichte: https://de.wikipedia.org/wiki/Split

Nach dem „offiziellen Teil“ hatten wir ausreichend Zeit für einen Stadtbummel oder zu einer kleinen Wanderung auf der Halbinsel Marjan (ca. 2 Stunden). Diese Wanderung führte uns durch eine überraschend grüne und parkartige Landschaft mit einigen Aussichtspunkten. Letztendlich waren es doch gute 7 Km: https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/kroatien/30-split/124106180

Gemeinsam fuhr ein Großteil der Gruppe mit der Fähre nach Trogir und von dort in einem kleinen „Taxiboot“ zurück zur Anlegestelle bei unserem Hotel.

 

 

3. Oktober: Nationalpark Krka – Ein Naturwunder im Hinterland

Der Nationalpark Krka im dalmatinischen Hinterland gleicht einer grünen Oase im größtenteils verkarsteten Küstengebirge und besticht durch eine enorm reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt. Bei einer Wanderwoche in Mitteldalmatien ein absolutes Muss, so natürlich auch für uns!

Weitere Infos unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Krka

Für den Tag der Deutschen Einheit war leider Regenwetter gemeldet – Also nicht gerade die besten Aussichten für eine Wanderung im Nationalpark Krka. Dennoch beschloss unser Organisator, dass wir wie geplant über Šibenik Richtung NP Krka fuhren. Die Wetterbedingungen waren alles andere als vielversprechend – Bei anhaltenden Dauerregen machten wir einen Zwischenstopp in einer kleinen Fernfahrerkneipe. Danach setzten wir unsere Fahrt fort und gelangten schließlich zum großen Parkplatz beim Wasserfall Roški Slap. Weiterhin hatte Petrus kein Einsehen mit uns, also ging es ins nahegelegene Panorama-Restaurant. Wir überbrückten die Zeit bei verschiedenen Kaffeespezialitäten oder kühlen Erfrischungsgetränken. Doch plötzlich wurde es am Himmel heller – Also konnten wir doch zu einer Wanderung starten: Zuerst liefen wir durch das Wasserlabyrinth bei den oberen Kaskaden des Roški Slap. Der Weg wurde sehr aufwendig mit Brücken und Stegen angelegt – Der Eintrittspreis von ca. 10 Euro ist für diesen Nationalpark absolut gerechtfertigt! Bei der Mühle Kristijan befand sich der Einstieg zu unserer landschaftlich sehr reizvollen Streckenwanderung – Anfangs verlief der Weg in Wassernähe, später führte er uns durch eine alte Kulturlandschaft mit einigen Olivenbäumen und beinahe ohne Höhenunterschied durch einen Wald. Vor dem 1. Anstieg machten wir unsere „überfällige“ Mittagspause. Nun wurde der Pfad etwas rauher und steiniger und führte sehr aussichtsreich nach oben. Der Blick über den fjordartigen Flusslauf des Krka war sehr beeindruckend. Genauso beeindruckend war allerdings auch die Tatsache, dass sich nun sogar teilweise die Sonne blicken ließ :-) Der letzte Anstieg des Tages führte uns zu einem Plateau in der Nähe der Ortschaft Brištane, über welches wir gemütlich wanderten. Danach folgte der Abstieg zur Schiffsanlegestelle gegenüber der Klosterinsel Visovac, welche wir nach ca. 8 Km, 350 Höhenmetern und 2,5 Stunden Gehzeit erreichten. Hier gab es zur Feier des Tages einen Umtrunk mit einem lokalen Wein.

Fazit: Alles richtig gemacht! Eigentlich wäre der Hin- und Rückweg (16 Km) geplant gewesen – Doch angesichts der starken Regenfälle bis zur Mittagszeit waren wir auch über diese kurze Variante überglücklich!

Onlinekarte zur Tour - Wir sind allerdings nur den Rückweg gelaufen:

https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/kroatien/20-nationalpark-krka/124105060

 

 

4. Oktober: Omiška Dinara - Gipfel Kula (863 m)

Bereits frühmorgens auf der Hotelterrasse kündigte sich ein Traumtag mit viel Sonnenschein an – Also die idealen Bedingungen für die wohl aussichtsreiche Wanderung der gesamten Woche. Bereits die Fahrt entlang der dalmatinischen Küste Richtung Süden bis nach Omiš war der reinste Genuss. Vom Ortskern fuhren wir noch knapp 300 Höhenmeter bergan, bis wir unterhalb der verlassenen Ortschaft Čečuci (290 m) ankamen. Hier startete unsere heutige Wanderung – Anfangs verlief der Weg durch die Ruinen der ehemaligen Wohnhäuser, später ging es am Rande eines Geröllfeldes bergan. Schnell gewannen wir an Höhe, nach Durchschreiten eines Kiefernwaldes hatten wir erstmalig einen traumhaften Blick über Omis und der Mündung des Flusses Cetina. Wir konnten uns kaum an den intensiven Blautönen des Wassers sattsehen – Es war der pure Genuss. Das letzte Stück zur Schutzhütte Luda kuća" (650 m) verlief wieder in einem Pinienwald. „Hinterm Haus“ begann der Aufstieg bis zum Gipfel. Zuerst musste eine kurze Steilstufe im felsigen überwunden Terrain überwunden werden, das Gelände war allerdings nicht ausgesetzt, die vorhandene Seilsicherung wäre nicht nötig gewesen. Der weitere Gipfelaufstieg führte uns durch einen schönen Mischwald, letztendlich über Kalkblöcke und einem Karstfeld bis zum 863 Meter hohen Kula. Die Fernsicht von hier oben war einfach unbeschreiblich, durch den Regen am Vortag gab es keinen Dunst und somit eine beinahe uneingeschränkte (Fern)Sicht. Zu unseren Füßen lag das azurblaue Meer mit seinen vorgelagerten Inseln, ganz im Süden reichte der Fernblick bis nach Nordalbanien – Es versteht sich von selbst, dass wir längere Zeit am Vrh (Gipfel) verweilten und die Gipfelrast etwas länger als gewöhnlich ausfiel. Auf gleichem Wege ging es schließlich zurück bis zum Ausgangspunkt unterhalb von Čečuci (290 m). Beim Abstieg hatten wir wieder eine vollkommen andere Perspektive, auch sorgte das intensivere Licht der Nachmittagssonne für neue (Foto)Motive.

Wir beschlossen diese Traumtour in einer Strandbar in Omiš.

Wanderstrecke: (Nur) ca. 5 Km, 570 HM, Reine Gehzeit: ca. 3,5 Stunden.

Abgesehen von der Dinara-Besteigung das Highlight der gesamten Wanderwoche!

Onlinekarte zur Wanderung:

https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/kroatien/33-omiska-dinara/124107126

Am Vorabend der Abreise gingen wir zum Abendessen in ein landestypisches Restaurant und stießen gemeinsam auf diese vollkommen gelungene Wanderwoche an.

 

 

5. Oktober: Abreise – Abschied von Kroatien nehmen

Leider verging unsere Wanderwoche wie im Fluge – Der Tag der Abreise rückte immer näher. Der Abreisetag ist schnell erzählt: Frühmorgens, noch bei Dunkelheit, wurden wir an den topmodernen Flughafen Split gebracht. Nach einem schnellen Check-In konnten wir die moderne Architektur vom Zračna luka Split-Kaštela bewundern oder uns nochmals einen kroatischen Kaffee gönnen. Planmäßig hob die Eurowings-Maschine ab und brachte uns wohlbehalten zum Flughafen Stuttgart. Bei der Gepäckausgabe erfolgte eine herzliche Verabschiedung.

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Teilnehmern – Es war eine grandiose und rundum gelungene Herbst-Wanderreise!

 

 

 

30.06. – 07.07.2019: Wanderreise Rumänien

 

Vorwort:

Rumänien gehört zweifelsohne zu den unbekannten Wanderdestinationen in Europa, man kennt dieses Balkanland eher als die Heimat des Grafen Dracula, die Hauptstadt Bukarest, die Schwarzmeerküste und die lange deutsche Besiedlungsgeschichte. Eigentlich zu Unrecht, denn dieser Balkanstaat hat einiges für einen unbeschwerten Aktivurlaub zu bieten: Wilde und unberührte Naturlandschaften und natürlich auch Hermannstadt mit seiner reichhaltigen Kultur und vielfältigen Geschichte.

Nach einer langen Wartezeit, verbunden mit einer riesigen Vorfreude, war es dann endlich soweit: Am 30. Juni 2019 flogen 7 Personen nach Hermannstadt (Sibiu).

 

 

30. Juni: Flug nach Hermannstadt

Unser Flug verlief ohne größere Zwischenfälle, allerdings kamen wir erst gegen 23:00 Uhr am Flughafen Hermannstadt an.

Mit einem Taxi fuhren wir schließlich in unser Hotel – Das Hotel Apollo Central (https://hotelapollo.ro) liegt reizvoll am Rande der Altstadt. Nach einem schnellen Check-In legten wir uns natürlich gleich schlafen.

 

 

1. Juli: Stadtführung Hermannstadt im Doppelpack

Ein reichhaltiges Frühstück und mehrere Tassen Kaffee sorgten nach dieser kurzen Nacht für den idealen Start in den Tag.

Danach liefen wir gemeinsam in die historische Altstadt, schlenderten durch die zahlreichen Altstadtgassen, besichtigten mehrere Kirchen und liefen auch über den Markt. Wir kamen in den Genuss einer privaten Stadtführung – Heidi, eine Reiseteilnehmerin, kommt gebürtig aus Hermannstadt. Sie zeigte uns einige Stationen ihrer Kinder- und Jugendzeit. Vielen Dank nochmals für diese private Stadtführung!

Am Abend gab es schließlich die 2. Stadtführung – Ilie, der Hotelmanager, erläuterte uns allerhand zur Geschichte und Kultur dieser historisch vielfältigen Stadt mit einer vielfältigen und von Deutschen geprägten Kultur.

Den Abend ließen wir schließlich in einem Restaurant in der Altstadt ausklingen. Wir legten uns natürlich etwas früher schlafen, da am nächsten Tag die längste Bergtour der gesamten Woche auf dem Programm stand.

Weitere Infos zu Hermannstadt: https://de.wikipedia.org/wiki/Hermannstadt

 

 

2. Juli: Moldoveanu (2544 m) – Ein langer Weg auf das Dach von Rumänien

Laut den Wetterprognosen war für den 2. Juli das beste Wetter der gesamten Woche gemeldet – Also der ideale Tag für das „Abenteuer“ Moldoveanu. Normalerweise handelt es sich bei der Besteigung des Moldovenau um eine Zweitages-Wanderung. Für eine Tagestour müssen ca. 12 Stunden Zeitaufwand einberechnet werden, somit wurden wir bereits um 5:30 Uhr von Mihael mit seinem Kleinbus abgeholt.

Alle Daten und Fakten stichwortartig:

  • Mehrere Wege führen auf das Dach von Rumänien, dabei handelt es sich ausschließlich um 2-Tages-Touren.
    • Beliebt ist die Kammwanderung vom Lacul Bâlea mit Hütten-Übernachtung
    • Von Süden über Valea Rea wäre eine Besteigung problemlos als Tagestour möglich. Die Anfahrt bis zum Ausgangspunkt (am Ende eine holprige Forstpiste) dauert von Hermannstadt ca. 3-4 Stunden(!) pro Strecke, somit schied diese Variante für uns aus!
    • Von Norden, Ausgangspunkt Victoria, gibt es mehrere Wege zum Gipfel. Wir bestiegen den Gipfel von Viştişoara aus
     
  • Anreise zum Ausgangspunkt dauerte ca. 75 Minuten, die letzten Kilometer verliefen auf einer Fahrstraße mit einigen Schlaglöchern
  • Startpunkt war oberhalb der kleinen Ortschaft Viştişoara (Am Abzweig befinden sich die Wegweiser). Unser Busfahrer fuhr noch ca. 100 Höhenmeter auf der Fahrstraße taleinwärts weiter
  • Der Wanderweg ist vorbildlich mit einem roten Dreieck markiert
  • Anfangs Aufstieg entlang einer Forststraße
  • Ab 900 m schmaler Wanderpfad, immer entlang des Baches Viştea Mare, öfters wechselte der Wanderweg die Talseite (Brücken über den Bach glücklicherweise in relativ gutem Zustand)
  • Sehr reizvolles Tal, angeblich soll es dort noch viele Bären geben!
  • Baumgrenze etwa bei 1500 Metern, Der Weiterweg durch den breiten Talkessel Hârtopul Urşilo war sehr bequem und stieg nur moderat an
  • Am Ende des Talkessels steiler Aufstieg zur Portiţa Viştei (2310m), Am Ende mussten wir 2 steile Schneefelder queren
  • Danach war es nicht mehr weit bis zum Vorgipfel Vârful Viştea Mare (2527m), es folgte ein schmaler Verbindungsgrat zum Hauptgipfel
  • Die Freude über die erfolgreiche Gipfelbesteigung lies alle Strapazen vergessen machen. Wir genossen die grandiose Fernsicht auf dem mit einer rumänischen Fahne geschmückten Gipfel
  • Danach machten wir uns an den langen Abstieg, der mental einiges von uns abverlangte
  • Nach ca. 11 Stunden (inklusive Pausen) kamen wir wieder am Ausgangspunkt an
  • Wegpunkte: Startpunkt bei Viştişoara (ca. 700 m) - Portiţa Viştei (2310m) - Vârful Viştea Mare (2527m) – Moldoveanau (2544 m) – gleicher Weg zurück
  • Schlusseinkehr in einem Restaurant in Victoria – Wir hatten einen Bärenhunger :-)

 

 

3. Juli: Erholsame Wanderung bei Păltiniș (Hohe Rinne)

Nach der grandiosen, wenn auch sehr anstrengenden, Gipfelbesteigung des Moldoveanu am Vortag stand heute eine etwas erholsamere Wanderung auf dem Programm. Des Weiteren waren für diesen Tag einige Regenschauer und Gewitter gemeldet, somit kam sowieso eine Wanderung am Karpaten-Hauptkamm nicht infrage.

Der Ausgangspunkt dieser Genusswanderung war der Winter- und Luftkurort Păltiniș (https://de.wikipedia.org/wiki/Păltiniș _(Sibiu)), den wir nach einer kurzweiligen Busfahrt mit unserem eigenen Kleinbus inklusive Chauffeur erreichten. Startpunkt der heutigen Wanderung war bei der Sessellift-Talstation vom Păltiniș (1410 m). Der Sattel Șaua Bătrâna (1890 m), das Zwischenziel bzw. Wendepunkt der heutigen Wanderung, war bereits am Startpunkt angeschrieben. Anfangs verlief der komfortable Weg leicht ansteigend durch einen Fichtenwald. Allmählich stiegen wir in mehreren Serpentinen etwas steiler bergan und erreichten unterhalb der Poiana Găujoara (1636 m) die Baumgrenze. Die Fernsicht war leider aufgrund der dichten Bewölkung stark eingeschränkt, glücklicherweise wurden wir noch vom Regen verschont. Der Weiterweg zum Sattel war landschaftlich sehr reizvoll und führte uns entlang eines Berghanges mit unzähligen Heidelbeeren- und Wacholderbeständen. Bei der Șaua Bătrâna (1890 m) machten wir unsere Mittagspause in Anwesenheit mehrerer Herdenhütehunde. Glücklicherweise blieben diese Hunde friedlich, sie freuten sich wohl eher über unsere unerwartete Anwesenheit. Die Sicht über die Höhenrücken der Munții Cindrel (Zibinsgebirge) war sehr reizvoll. Allerdings waren die Berge um uns herum in dunkle Gewitterwolken gehüllt. Somit machten wir uns alsbald an den Rückweg (laut Wegweiser 1,5 Stunden). Wir erreichten auf einem breiten Weg das Forsthaus bei Poiana Muncel (1660 m) – Hier gab es einen kleinen Umtrunk mit einem rumänischen Rotwein. Wir nutzten diese Pause auch zum Signieren der Rumänienfahne – Ein Ritual, das nach jeder erfolgreichen Besteigung eines Länderhöhepunktes erfolgt – Diesmal mit einer eintägigen Verspätung! Danach liefen wir ca. eine Stunde bis zur Talstation, größtenteils auf einem breiten Waldweg, für kurze Zeit auch auf einem schmalen Waldpfad. Leider hatten in Păltiniș alle Restaurants geschlossen, doch an einem Imbissstand konnten wir uns ein Bier kaufen. Was für ein Timing: Erst jetzt fing es zu regnen – Wir hatten Riesenglück mit dem Wetter und alles richtig gemacht!

12 Km, gute 4 Stunden Gehzeit, etwa 500 Höhenmeter, technisch einfach

Link zur Online-Karte: https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/transilvania/03.-juli-2019-erholsame-wanderung-bei-paltinis-hohe-rinne-/121233719

Für den Abend stand ein gemeinsames Grillen mit Einheimischen auf dem Programm. Heidi hatte wieder ihre Kontakte spielen lassen und einen Grillabend auf dem Land organisiert. Mit dem Taxi fuhren wir nach Roșia (ehemals Rothberg), dieses verträumte Dorf liegt eingebettet in einer reizvollen Hügellandschaft im Umland von Hermannstadt. Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Gastgeber und einer Vorbereitung des Grill-Events fuhren wir mit einem Traktor aus dem Ort heraus. Die Fahrt auf dem Anhänger war sehr abenteuerlich und führte uns durch eine sehr naturnahe Landschaft mit unzähligen Störchen. Abgerundet wurde diese Fahrt durch eine schöne Abendstimmung und eine Sicht zum Karpaten-Hauptkamm. Die Grillstelle befand sich bei einem Bauwagen, der von einem einsiedlerisch lebendenden Schäfer bewohnt wird. Wir genossen diesen schönen landestypischen Abend, die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Einheimischen und natürlich auch die Riesenmengen an Fleisch. Erst nach Mitternacht kamen wir wieder in unserem Hotel an. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die tolle Orga!

 

 

4. Juli: Durch das stille Doamnei-Tal

Nach einer relativ kurzen Nacht stand heute erneut eine genussvolle Wanderung auf dem Programm. Das heutige Highlight war nicht nur die eigentliche Tour, sondern bereits die Anfahrt über die Transfogarascher Höhenstraße (Transfăgărășan) - (https://de.wikipedia.org/wiki/Transfogarascher_Hochstraße).

Vom reizvollen Bergsee Lacul Bâlea (2034 m) ging es für knappe 200 Höhenmeter etwas steiler bergauf bis zum Sattel Curmătura Bâlei (2202 m). Vom Sattel aus überblickten wir bereits ein Großteil des Valea Doamnei. Anfangs verlief der Abstieg etwas steiler, nach Erreichen des Lacul Doamnei wurde das Gelände wieder flacher. Der zeitweise nicht immer auf Anhieb erkennbare Pfad führte uns durch ein einsames (Wir sind keinen anderen Wanderer begegnet) Hochtal. Auf einer Höhe von ca. 1500 Metern erreichten wir die Waldgrenze. Weiter ging es bergab, der steinige und teilweise mit Baumwurzen durchsetzte Pfad führte uns durch einen urigen Bergwald mit zahlreichen Farnen und Hochstauden. Jetzt folgte nochmals ein kleiner Gegenanstieg von ca. 15 Minuten, danach machte der Weg einen scharfen Rechtsknick und leitete alsbald bis zur Talstation der Bâlea-Seilbahn (1234 m). Hier genossen wir nach getaner „Arbeit“ ein kühles Bier.

Zwei Unentwegte unserer Gruppe stiegen 200 Höhenmeter zum Bâlea-Wasserfall (Bâlea Cascada) auf. Der „kurze“ Abstecher hat sich gelohnt!

8 Km, gute 3 Stunden, 270 Höhenmeter im Aufstieg und 1070 HM im Abstieg (ohne Abstecher zum Wasserfall!)

Tourenbeschreibung mit Onlinekarte: https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/transilvania/04.-juli-2019-durch-das-stille-doamnei-tal/121234723

 

 

5. Juli: Lange Runde im Cozia Nationalpark

Der NP Cozia befindet sich am Südrand der Karpaten, ganz in der Nähe der Stadt Râmnicu Vâlcea. Dieser Nationalpark ist ein absoluter Geheimtipp und war auch einigen Einheimischen aus Hermannstadt gänzlich unbekannt. Trotz seiner relativen Unbekanntheit ist der Cozia-Nationalpark eines der wertvollsten Naturreservate in Rumänien. Im Gegensatz zur Nordseite der Karpaten hat die Vegetation in diesem Gebiet bereits einen „südlichen“ Einfluss (Silberlinden- und Eichenwälder, wärmeliebende Felspflanzen).

Nach einer „anregenden“ Fahrt durch das Tal des Olt-Flusses erreichten wir das Kloster Mănăstirea Turnu (ca. 330 m), den Ausgangspunkt der heutigen Wanderung. Die weiß-rot-weiße Markierung leitete unübersehbar in einen schattenspendenden Wald. Auf einem breiten Waldweg gewannen wir schnell an Höhe und nach einiger Zeit erreichten wir eine Wegegabelung. Jetzt liefen wir geradeaus weiter, folgten der blau-weißen Markierung. Wir kamen am ersten Aussichtsfelsen vorbei, verloren im Anschluss einige Höhenmeter, doch nach einem kleinen Gegenanstieg kamen wir am 2. Kloster vorbei: Mănăstirea Stănișoara (ca. 730 m). Die ersten 400 Höhenmeter waren relativ moderat, doch jetzt ging es richtig zur Sache. Teilweise sehr steile Waldpfade führten uns rasch nach oben, immer wieder gab es zahlreiche Tiefblicke, doch auch der Blick nach „oben“ zu den schroffen Felszacken war nicht minder reizvoll. Besonders steile Wegpassagen im oberen Teil waren mit einem Stahlseil ausgestattet, richtig ausgesetzt war der Aufstiegsweg jedoch an keiner Stelle. Unterhalb der Cabana Cozia (1570 m) erreichten wir die Baumgrenze und wenige Zeit später die sehr idyllisch gelegene Berghütte. Aufgrund der mystischen Stimmung mit aufziehenden Wolken- und Nebelschwaden verzichteten wir auf eine Besteigung des Vârful Ciuha Mare (1668 m), höchster Berg im Cozia NP. Stattdessen gönnten wir uns ein kühles Bier in der Hütte. Der obere Teil des Abstieges führte uns durch eine ungemein aussichtsreiche, blumenreiche und mit Felsen durchsetzte Wiesenlandschaft. Leider hatten wir jetzt wenig Zeit und Muße für die Schönheiten der Natur – Denn über uns braute sich ein Gewitter zusammen. Als wir einen urigen Buchenwald erreichten, fing es heftig zu regnen an. Der schmale Wanderweg war anfangs trotz der Nässe noch relativ angenehm zu begehen. Bei Stana Turneanu (Verfallene Hütte) bogen wir links (rot-weiß-rot) ab. Der Abstieg über den steilen Waldpfad entwickelte sich zu einer regelrechten Rutschpartie. Nur gut, dass auch hier das Gelände nicht sehr ausgesetzt war. Glücklicherweise hörte es bald wieder mit regnen auf. Wir waren sehr froh, als wir wieder den breiten Waldweg erreichten, den wir bereits vom Aufstieg kannten. Diesem folgten wir zurück zum Turnu-Kloster, welches wir vollkommen durchnässt erreichten. In einer Fernfahrer-Kneipe mit Riesenportionen erfolgte die verdiente Schlusseinkehr.

Infos zum Nationalpark Cozia (deutschsprachige Infos im Internet sehr spärlich): https://www.rri.ro/de_de/naturwanderungen_und_sport_im_nationalpark_cozia-2533931

Onlinekarte unter: https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/muntenia/05.-juli-2019-lange-runde-im-cozia-nationalpark/119979307

Zahlen und Fakten zur Tour: 15 Km, 1400 Höhenmeter, 7 Stunden Gehzeit, technisch einfach (bei trockenen Bedingungen), aber teilweises sehr steile Pfade und im oberen Teil des Aufstieges seilgesicherte Passagen.

 

 

6. Juli: Vârful Negoiu 2535m – Die Nummer 2 in Rumänien

Am letzten Tag unserer gemeinsamen Reise ging es erneut entlang der Transfogarascher Höhenstraße bis zum Lacul Bâlea (2034 m). Wieder stiegen wir bis zum Sattel Curmătura Bâlei (2202 m) auf. Bereits kurze Zeit danach teilte sich die Gruppe auf. Bei den meisten von uns war nach den teilweise harten Wanderungen der letzten Tage die „Luft draußen“. Jan und Reiner nahmen den Negoiu in Angriff, den sie auch erfolgreich erreichten!

Jochen wanderte mit dem Rest der Gruppe bis zur Hochfläche vor dem Vf. Laitel (2390m). Wir genossen gemeinsam die traumhafte Fernsicht über die Höhenzüge der Karpaten und eine reichhaltige Alpenflora. Auf gleichem Wege ging es zurück bis zum Sattel Curmătura Bâlei (2202 m). Hier bogen wir rechterhand ab und liefen den Weg mit „Seeblick“ oberhalb des Kessels vom Lacul Bâlea bis zur Cabana Bâlea Lac. Jetzt genehmigten wir uns ein kühles Bier auf der Seeterrasse dieser schön gelegenen Hütte, schlenderten danach über die zahlreichen Marktstände rund um den See. Mittlerweile herrschte um uns herum das reinste Verkehrschaos – Unzählige Ausflügler aus ganz Rumänien und den Nachbarländern sorgten für einen Stau entlang der Passhöhe. Schließlich kamen Jan und Rainer wohlbehalten von ihrer Gipfeltour zurück.

Link zur Onlinekarte (gesamte Tour): https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/transilvania/varful-negoiu-2535m/119491168

Zahlen und Fakten zur Negoiu-Besteigung: 14 Km, 1300 Höhenmeter (einige fiese Gegenanstiege!), 7-8 Stunden Gehzeit, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich!

Am Vorabend unserer Abreise gingen wir nochmals gemeinsam in ein gutes Restaurant.

Jan´s Bilder von der Gipfelbesteigung - https://www.instagram.com/jr.on.tour

Bilder von der Genuss-Variante:

 

 

7. Juli: Rückflug – Auf Wiedersehen Rumänien

Nach einem reichhaltigen Frühstück erkundigten wir nochmals die Altstadt von Hermannstadt. Gegen Mittag fuhren wir mit einem Taxi zurück zum Flughafen. Leider hatte unser Flug aufgrund eines schweren Unwetters an die 2 Stunden Verspätung. Doch gegen 21:30 Uhr kamen wir schließlich wohlbehalten in Basel an.

 

 

Fazits dieser Reise:

  • Rumänien ist zu Unrecht ein weißer Fleck auf der Touristenlandkarte: Naturnahe Berg- und Hügellandschaften, sehr viel Kultur und gastfreundliche Menschen machen einen Urlaub in den rumänischen Karpaten und in Hermannstadt absolut lohnenswert.
  • Das Tourenprogramm war sehr vielfältig, abgerundet durch einen Kulturtag in Hermannstadt!
  • Trotz eines gewissen Abenteuer-Faktors im Vorfeld hat vor Ort alles reibungslos geklappt! Mittlerweile haben wir einfach viel Erfahrung in der Organisation von Rundreisen auf dem Balkan :-)
  • Leider haben wir keinen Bären in der freien Wildbahn entdeckt :-(
  • Ein herzliches Dankeschön an Heidi für ihre private Stadtführung und die Mitorganisation des Grillabends bei den Einheimischen!
  • Für nächstes Jahr steht wieder eine „Pilot-Wanderreise“ auf dem Plan. Dann geht es vermutlich in die ukrainische Waldkarpaten. Geplant ist dann natürlich die Besteigung des höchsten Berges der Ukraine, dem 2061 Meter hohen Hoverla!
  • Es war eine rundum gelungene Wanderreise – Es hat einfach alles gepasst! Ein herzliches Dankeschön an die tolle und harmonische Gruppe!

 

 

20.06. – 23.06.2019: Rundwanderung Montafon

 

20.06.2019 (Donnerstag / Fronleichnam): Fahrt nach Nenzing; Aufstieg zum Berghaus Mattajoch (ca. 1.000 Hm im Aufstieg; Gehzeit ca. 4-5 h)

 

 

21.06.2019 (Freitag): Wanderung auf den Galinakopf zum Berghaus Sücka / Liechtenstein (ca. 1.100 Hm im Aufstieg und ca. 1.300 Hm im Abstieg; Gehzeit ca. 6-7 h)

 

 

22.06.2019 (Samstag): Wanderung auf den Äugstenberg zum Alpengasthof Gamperdona (ca. 1.000 Hm im Aufstieg und ca. 1.100 Hm im Abstieg; Gehzeit ca. 6-7 h)

 

 

23.06.2019 (Sonntag): Wanderung ins Brandner Tal (ca. 700 Hm im Aufstieg und ca. 1.000 Hm im Abstieg; Gehzeit ca. 4-5 h), Rückfahrt mit Bus und Zug nach Nenzing, Rückfahrt

 

 

Aus unterschiedlichen Richtungen kommend, trafen wir, 7 Frauen und ein Mann, uns in Nenzing, um vier gemeinsame Bergtage zu erleben. Der Wetterbericht war wacklig bis schlecht, daher war das Wetter bereits bei der Anreise Dauerthema und wir waren für viel Niederschlag gewappnet. Um es vorweg zu nehmen: Nahezu wundersam zogen die Gewitter an uns vorbei, kein Dauerregen erfasste uns, lediglich einige Tropfen sorgten die Tage für Spannung. Und so wurde es eine rundum tolle Tour mit diesen Höhepunkten:

  • drei schöne Gipfel mit guter Rundumsicht von Bodensee bis zu den schneebedeckten Alpengipfeln
  • einer wunderschönen Alpenflora inklusive fachkundigen Mitwanderinnen - Bilder sind von Marianne und Maria!
  • abwechslungsreichen Wegen und Ausblicken sowie einer gewissen Spannung durch viele Schneefelder
  • gemütlichen Hüttenabenden, teils mit Livemusik und geselligen Wirtsleuten
  • einer abwechslungsreichen Tierwelt, vor allem viele Murmeltiere, aber auch Gemsen, Hasen und Alpensalamander
  • einer entspannten, achtsamen und hilfsbereiten Gruppe, in der auch der Spaß nicht zu kurz kam

 

Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben!

 

 

25.05. – 01.06.2019: Wanderreise Teneriffa

 

Vorwort:

Wanderreisen auf die Kanaren haben bei der Straußenclique eine lange Tradition – Das ganze Jahr über herrscht auf den Kanaren ideales Wanderwetter: Nicht zu heiß und auch im Winter angenehm warm. Insbesondere im zeitigen Frühjahr ist ein Aufenthalt auf die Kanaren sehr reizvoll, verkürzt dieser doch den gefühlt nicht endenden Winter in unseren Breiten. Des Weiteren sind eine atemberaubende Landschaft und eine üppige, subtropische Flora die Erfolgsgaranten für eine gelungene Gruppenreise. Doch diesmal statteten wir den Kanaren nicht im Winter oder zeitigen Frühjahr einen Besuch ab, sondern organisierten im Frühsommer eine Wanderwoche auf Teneriffa. Die Vorteile lagen auf der Hand: Die weltweit einmalige Flora am Teide steht im Mai/Juni in voller Blüte und das Wasser im Atlantik hat normalerweise schon badetaugliche Temperaturen.

Nicht ohne Grund war diese Reise sehr schnell ausgebucht. Zum Schluss mussten wir auch einigen Personen absagen, da wir beim Veranstalter keine weiteren Plätze buchen konnten.

Nach einer Wartezeit, verbunden mit einer riesigen Vorfreude, war es dann endlich soweit: Am 25. Mai flogen 18 Personen gemeinsam nach Teneriffa.

 

 

25. Mai: Anreise – Herzlich Willkommen auf Teneriffa

Am frühen Nachmittag starteten wir unseren Urlaub am Flughafen Basel. Ohne Verspätung hob dann unsere Maschine ab und nach einer Flugzeit von etwas mehr als 4 Stunden landeten wir auf dem Flughafen Teneriffa Süd. Vom Flughafen wurden wir in einer ca. 2stündigen Fahrt zu unserer Unterkunft, dem Hotel Vallemar (https://www.hotelvallemar.com/de) in Puerto de la Cruz, gefahren – Ein sehr schönes 4Sterne-Hotel direkt an der Strandpromenade mit Fußgängerzone gelegen, mit einem reichhaltigen Buffet (Frühstück und Abendessen), einem Dachpool und sehr freundlichem Personal.

Nach dem Check-In gingen wir gleich zum Abendessen und genossen direkt vom Speisesaal einen schönen Sonnenuntergang.

 

 

26. Mai: Anaga-Gebirge – Casa Forestal bis Taganana (und zurück)

Pünktlich um 9:00 Uhr wurden wir in der Nähe des Hotels von unserem Busfahrer erwartet, voller Vorfreude ging es mit einem Bus von Grupo 1844 zum Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung, dem Casa Forestal oberhalb von Taganana. Die kurvenreiche Fahrt durch das wilde Anaga-Gebirge war sehr reizvoll – Die Straße führte uns durch einen dichten Lorbeerwald und an einigen spektakulären Aussichtspunkten vorbei. Am Forsthaus begann schließlich die 1. Tour unserer Wanderwoche: Hinterm ehemaligen Forsthaus (832 m) folgten wir der Beschilderung „TF 8 – Taganana, Camino de Las Vueltas“. Von der ersten Minute an genossen wir die mystische Stimmung in diesem nebligen und von Riesenfarnen durchsetzten „Nebel-Urwald“. In unzähligen Kehren (Vueltas) führte der Weg stetig bergab, vorbei an zahlreichen endemischen Pflanzen. Nach einer knappen Stunde lichtete sich der Wald und wir erreichten eine Kulturlandschaft mit unzähligen Feldterrassen. Wir kamen an einem Bach mit Riesenschilf vorbei (Hier war der Abzweig des Rückweges) und es dauerte nicht mehr lange bis wir den Ortsrand von Taganana (160 m) erreichten. Hier war Zeit für eine ausgiebige Mittagspause auf dem liebevoll gestalteten Dorfplatz oder in einem Restaurant/Bar in unmittelbarer Nähe. Ein Teil der Gruppe verweilte etwas länger im Dorf und fuhr mit dem Bus zurück zum Casa Forestal. Die anderen TeilnehmerInnen liefen anfangs auf gleichem Wege zurück bis zum Abzweig beim schilfbestandenen Bach. Hier zweigte rechterhand ein Weg Richtung Afur ab. Es ging stetig und steil nach oben, vor allem waren wir auf diesem Abschnitt der prallen Sonne ausgesetzt. Wir erreichten glücklicherweise wieder einen schattenspendenden Lorbeerwald und alsbald den Pass La Cumbrecilla (608 m), der uns nochmals einen schönen Blick hinunter nach Tagana ermöglichte. Bei der Weggabelung nahmen wir den mittleren Weg, der für wenige Minuten bergab führte, danach liefen wir durch üppige Terrassenfelder und stießen auf einen breiten Fahrweg. Wir folgten nun dieser breiten Piste leicht bergan und kamen nochmals in den Genuss eines schönen und naturnahen Lorbeerwaldes. Wieder entdeckten wir einige endemische Pflanzen, besonders spektakulär waren die Riesenbestände vom Kanaren-Fingerhut (https://de.wikipedia.org/wiki/Kanarische_Fingerhüte) und dutzende prachtvolle Kanaren-Enziane (https://de.wikipedia.org/wiki/Kanarenenzian). Nach einer reinen Gehzeit von ca. 4 Stunden und 700 Höhenmetern kamen wir wieder beim Casa Forestal an, wo wir bereits vom Rest der Gruppe und dem Busfahrer empfangen wurden. Hier spendierte uns der Organisator einen feinen spanischen Weißwein.

Bei der Rückfahrt machten wir noch einen gut einstündigen Zwischenstopp in der ehemaligen Inselhauptstadt La Laguna (https://de.wikipedia.org/wiki/San_Cristóbal_de_La_Laguna). Der kleine Bummel durch die Gassen der Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe) war ein schöner Abschluss einer rundum gelungenen Einstandswanderung. Damit nicht genug – Nach dem leckeren Abendessen im Hotel kamen wir in den Genuss eines sehr spektakulären Sonnenunterganges.

 

 

27. Mai: Teno I – Cruz de Gala (1347 m)

Auch zur 2. Wanderung wurden wir wieder zuverlässig um 9:00 Uhr von unserem Busfahrer abgeholt. Diesmal ging die Fahrt in das Tenogebirge, welches im Nordwesten von Teneriffa liegt. Ausgangspunkt unserer heutigen Rundtour war direkt beim Restaurant Fleytas, nahe der Ortschaft Erjos. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ging es in mehreren Kehren moderat bergab, wir durchstreiften eine üppig grüne Ebene mit mehreren, größtenteils ausgetrockneten, Seen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Senke leitete uns ein Weg zu einer aussichtsreichen Kammhöhe – Zeit für eine kleine Trinkpause inklusive einem schönen Panorama zum Teide. Danach leitete uns der Weg auf der rechten Kammseite durch einen dichten Lorbeerwald. Wir genossen die mystische Stimmung in diesem dichten Nebelurwald. Einige lichte Stellen erlaubten uns Tiefblicke auf die Nordwestküste. Für kurze Zeit liefen wir auf einem breiten Forstweg und erreichten dann die Fahrstraße, die zum Cruz de Gala (1347 m) hochführte. Die Vegetation änderte sich nun schlagartig: Anstatt durch dichten Lorbeerwald liefen wir durch einen lichten Kanaren-Kiefern-Wald (https://de.wikipedia.org/wiki/Kanarische_Kiefer). Am Boden blühten zahlreiche gelbblühende Ginster und Zistrosen. Leider war der höchste Punkt des gesamten Teno-Gebirges durch einen hohen Bauzaun abgesperrt. Doch bei den Funkmasten fanden wir einen schönen Rastplatz – Eine gute Gelegenheit für unsere Mittagspause. Danach liefen wir die Fahrstraße zurück bis zur Abzweigung und dann ging es auf der Forststraße linkerhand weiter. Jetzt wechselten wir auf einen schmalen und ungemein aussichtsreichen Wanderpfad, dieser führte uns auf der Westseite des Bergmassives bis zur Degollada de la Mesa (1247 m). Dieser Abschnitt war wohl das Filetstück der heutigen Wanderung: Wir genossen den Blick zu den beiden Nachbarinseln La Palma und La Gomera. Am Sattel D. de la Mesa kraxelte ein Teil der Gruppe auf den Kleinen Gala (Pico Verde), mit 1318 Metern die Nummer 2 im Teno-Gebirge. Die Kletterpassagen waren technisch sehr einfach. Am Gipfel gab es u. a. einen imposanten Tiefblick auf die (leider immer noch geschlossene) Mascaschlucht und in den alpinen Barranco Seco. Wieder am Sattel angekommen, wanderten wir auf dem Hauptweg weiter. Jetzt ging es wieder durch einen prachtvollen Kiefernwald, nach ca. 30 Minuten kamen wir bei einer Fahrstraße (Erjos-Pass - Cruz de Gala) an. Auf der gegenüberliegenden Seite folgten wir dem Pfad, der uns mit leichtem Gefälle zurück in die Senke führte. Auf bereits bekannten Wege erreichten wir nach ca. 4 Stunden, 550 Höhenmetern und etwa 11 Km Strecke das Restaurant Fleytas. Hier gönnten wir uns ein kühles Bier oder einen landestypischen Kaffee.

Danach ging es mit “unserem” Bus zurück zum Hotel – Die Zeit bis zum gemeinsamen Abendessen verbrachten wir im Hotelpool oder an der Bar. Ein leckeres Abendessen und ein Absacker in der Altstadt beschlossen diesen rundum gelungenen Tag!

 

 

28. Mai – Pico del Teide (3718 m) – Gemeinsam auf den höchsten Berg Spaniens

Zu einem rundum gelungenen Wanderurlaub auf Teneriffa gehört natürlich auch die Besteigung des Pico del Teide (3718 m) – Höchster Berg der Insel Teneriffa, der gesamten Kanaren und ganz Spaniens. Der Teide liegt im gleichnamigen Nationalpark, welcher zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört und der meistbesuchte Nationalpark der gesamten EU ist. Die Flora am Gipfelhang und in den Cañadas ist weltweit einmalig mit zahlreichen endemischen Arten. Wir haben den besten Zeitpunkt erwischt und kamen in den Genuss dieser ganz besonderen Pflanzenwelt.

Unsere Besteigung in Stichworten:

  • Ausgangspunkt dieser Wanderung befindet sich am Parkplatz Montaña Blanca (2350 m)
  • Bis zum Montaña Blanca breiter Weg mit wenig Steigung inmitten einer Landschaft mit hellem Bimsgestein und einigen Endemiten: Teide-Strauchmargerite, gelbblühende Besenrauke, Federkopf und ein ganz seltenes Leimkraut (weltweit nur wenige hundert Exemplare unterhalb vom M. Blanca!)
  • Huevos del Teide („Teide-Eier“) – Dunkle Lavakuglen inmitten von hellen Gestein – Als nächstes Highlight
  • Ab Montaña Blanca (ca. 2750 m) – Aufstiegsweg wird steiler und führt durch eine Lavalandschaft mit dunklem Gestein, anfangs zahlreiche weißblühende und wohlriechende Büsche vom Teide-Ginster (https://de.wikipedia.org/wiki/Teideginster)
  • Nach einigen steilen Höhenmetern erreichten wir das Refugio de Altavista (3260 m). Spätestens ab hier merkt man die dünne Höhenluft. Rund um die Hütte wächst das Teide-Veilchen (https://de.wikipedia.org/wiki/Teide-Veilchen)
  • Weiterweg führte uns danach durch einen ehemaligen Lavastrom – Langsam kam die helle Gipfelkuppe des Teide („Pan de Azúcar) in Sicht.
  • Das letzte Stück zur Bergstation (La Rambleta, 3555 m) verlief auf einem bequemen Weg
  • Für die letzten 150 Höhenmetern von der Bergstation bis zum Gipfel ist ein Permit nötig, Beantragung kostenlos: https://www.reservasparquesnacionales.es/real/ParquesNac/usu/html/detalle-actividad-oapn.aspx?ii=8DEU&cen=2&act=1. Bitte beachten: Fehlerfreie Angaben machen, lange im Voraus beantragen. Bei unserer Besteigung waren die Ranger gut gelaunt und haben uns schnell und problemlos durchgelassen
  • Bis zum Gipfel wurde es nochmals etwas steiler, auch stinkende Schwefelgase erschwerten die Gipfeletappe.
  • Die Sicht vom 3718 Meter hohen Gipfel – Unbeschreiblich: Blick auf 4 Inseln (Gran Canaria, El Hierro, La Gomera und La Palma) und über beinahe ganz Teneriffa
  • Abstieg bis zur Bergstation, danach Talfahrt
  • Konditionell fordernde Wanderung mit 1400 Höhenmetern im Aufstieg, 7 Stunden einplanen, besonders erschwerend kommt die schlechte Akklimatisation hinzu - Übernachtung auf Meereshöhe und am gleichen Tag Aufstieg auf 3700 Metern
  • Ein großartiger Tag und garantiert das Highlight unserer Wanderreise!!

 

 

29. Mai: „Ruhetag“ oder sportiv im äußersten Zipfel vom Anaga-Gebirge unterwegs

Heute war ein Ruhetag bzw. ein „Tag zur freien Verfügung“ angesagt – Einige Teilnehmer legten einen „faulen“ Tag am Strand/im Dachpool ein oder verbrachten den Tag mit Bummeln und Shoppen.

Doch auch für die wanderbegeisterten Personen gab es ein tolles Angebot: Eine Wanderung im nördlichsten Zipfel von Teneriffa – Die Große „Anaga-Küstenrunde“: https://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/grosse-anaga-kuestenrunde/113636960. An dieser sportiven Wanderung nahmen nur 5 Personen teil – Vermutlich wollte sich der Großteil der Gruppe von der gestrigen Teide-Besteigung erholen :-)

Die Fahrt in den hintersten Winkel vom Anaga-Gebirge war landschaftlich ungemein reizvoll, allerdings dauerte die Fahrt bis nach Chamorga mehr als 1,5 Stunden. Von der Bushaltestelle liefen wir in wenigen Minuten in die Ortsmitte und folgten dem Wander-Wegweiser Richtung „Tafada/Faro de Anaga“. Der schön angelegte Pfad führte uns auf einen ungemein aussichtsreichen Höhenrücken mit imposanten Rundumblicken. Bei den Häuserruinen eines Steinhauses (Casas de Tafada) bog der Wanderweg linkerhand ab und führte uns weiterhin aussichtsreich Richtung Faro de Anaga. Hier wächst eine botanische Besonderheit: Der weißblühende Anaga-Natternkopf (https://de.wikipedia.org/wiki/Weißer_Anaga-Natternkopf) kommt weltweit nur zwischen dem Bergrücken Montaña de Tafada und dem Leuchtturm Faro de Anaga vor. Leider entdeckten wir nur ein kümmerliches Exemplar – Dennoch war die Freude über diesen botanischen Sensationsfund groß. Auf einem teilweise steilen Weg erreichten wir schließlich den Leuchtturm (240 m), der sich auf einem Felsen oberhalb der Nordspitze der Insel befindet. Wenige Meter vor dem Faro de Anaga zweigte unser Weg linkerhand ab. Dieser Pfad ist seit einiger Zeit nicht mehr offiziell markiert, wohl aufgrund der Ausgesetztheit, er wird dennoch sehr oft begangen. Für die nächsten Kilometer liefen wir auf diesem sehr schmalen und teilweise ausgesetzten Pfad oberhalb der wilden Nordküste Teneriffas. Bei der kleinen, meistens unbewohnten, Siedlung Las Palmas machten wir unsere größere Mittagspause, wir genossen die Ruhe und fütterten nebenbei imposante Riesen-Eidechsen. Bis zu den ersten Häusern von El Draguillo setzte sich der wilde Küstenweg fort. Hier, bei einem größeren Drachenbaum (https://de.wikipedia.org/wiki/Kanarischer_Drachenbaum), bog der Aufstiegsweg linkerhand ab. Zuerst ging es durch altes Kulturland bergan, wir waren ziemlich der intensiven Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Im oberen Teil des Aufstieges führte glücklicherweise der Wanderweg durch einen schattenspendenden Lorbeerwald bis zur Passhöhe Cruz del Draguillo (ca. 600 Meter). Von dort ging es leicht bergab, weiterhin durch einen schattigen Nebelurwald bis zum Ausgangspunkt der Wanderung – Den Ortseingang von Chamorga erreichten wir nach gut 5 Stunden Gehzeit und etwa 850 Höhenmetern.

Am Abend war die Gruppe wieder geeint – Beim Abendessen gab es wieder einiges zu erzählen :-)