07.10. – 14.10.2017: Herbst-Wanderwoche im Riesengebirge

 

 

Vorwort:

Das Riesengebirge ist die Heimat des mythischen Berggeists Rübezahl und aufgrund der reizvollen Mittelgebirgslandschaft ein lohnenswertes Wanderziel. Außerdem befindet sich im Riesengebirge der höchste Berg Tschechiens und somit ein weiteres Ziel unseres Länderhöhepunkt-Projektes: http://www.straussenclique.de/index.php?option=com_content&view=category&id=107&Itemid=142. Berühmt sind außerdem das gute Essen und das Bier in Tschechien – Also gute Voraussetzungen für einen genussvollen und kulinarischen Wanderurlaub im „goldenen Oktober“. So war es nicht verwunderlich, dass diese Reise innerhalb kurzer Zeit ausgebucht war.

Weitere Informationen über das Riesengebirge: https://de.wikipedia.org/wiki/Riesengebirge

 

 

7. Oktober: Eine (lange) Anreise

Der Anreisetag ist natürlich schnell erzählt – Aufgrund der doch etwas längeren Anfahrtstrecke (ca. 820 Km ab Freiburg/ca. 700 Km ab Karlsruhe) war natürlich kein weiterer Programmpunkt wie z. B. eine kleine Wanderung geplant. Letztendlich trafen alle 12 Teilnehmer, die auf 3 PKWs verteilt waren, am Nachmittag wohlbehalten in der Pension Alba ein. Diese gemütliche Pension liegt am Ortstrand oberhalb von Spindlermühle (Špindlerův Mlýn) und war für die nächsten 7 Tage unsere Unterkunft. Im hoteleigenen Restaurant beschlossen wir diesen Abend und kamen in den Genuss von tschechischer Hausmannkost.

 

 

8. Oktober: Eine „Extratour“ rund um Spindlermühle

Nach einem reichhaltigen Frühstück starteten wir zu unserer ersten Wanderung. Leider bewahrheiteten sich die schlechten Wetterprognosen – Bereits bei der Besammlung vor der Pension regnete es recht intensiv. Dennoch liefen wir frohen Mutes los und erreichten nach wenigen Minuten den Ortskern von Spindlermühle (Špindlerův Mlýn), überquerten die berühmte weiße Brücke und folgten im Ortskern der grünen Markierung, die uns entlang asphaltierter Wege knapp oberhalb vom Wintersportort Sankt Peter (Svatý Petr) Richtung Talende weiterleitete. Hier war das Hauptziel der heutigen Wanderung bereits angeschrieben: Výrovka Bauda, 3,5 Km. Nun begann der Aufstieg durch einen urigen Bergwald, sehr abwechslungsreich waren der wilde Bachlauf und zahlreiche Schwalbenwurz-Enziane am Wegesrand. Beim Vyrovka-Sattel (1357 m) erreichten wir die Baumgrenze und nach wenigen Metern auch die gleichnamige Baude. Hier gönnten wir uns eine kleine Einkehr und konnten uns bei einer gehaltvollen Suppe wieder aufwärmen. Danach gab es im Eingangsbereich des Gebäudes einen Wein der WG Wolfenweiler. Der Abstiegsweg führte uns für ca. 1 Km entlang des rot markierten Höhenweges. Danach bogen wir rechterhand auf den grün markierten Weg ab, leider wurde der Regen noch intensiver und das ausgerechnet auf der baumfreien und nur mit Latschen bestandenen Hochebene. Beim nächsten Abzweig wechselten wir auf den Weg mit der blauen Markierung. Nach einer Weile hörte es tatsächlich komplett mit regnen auf und gleichzeitig hatten wir an ein paar Stellen einen schönen Tiefblick in den imposanten Talkessel. Bald erreichten wir die Skipisten oberhalb von Sankt Peter, doch wir blieben auf dem „blauen“ Weg, der uns wieder zurück nach Špindlerův Mlýn führte. Eine kleine Schlusseinkehr bei Kaffee und Kuchen erfolgte in einem gemütlichen Restaurant.

Ein Dankeschön an den Autor für diesen Tourenvorschlag: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/tschechische-republik/extratour-spindlermuehle/1526496. Im Gegensatz zum „Original“ gab es allerdings 2 Modifikationen: Start- und Endpunkt jeweils bei der Pension Alba und es erfolgte beim Rückweg kein Abstieg nach Sankt Peter entlang der Skipiste, sondern wir liefen den blau markierten Weg weiter bis nach Spindlermühle. Dadurch gab es natürlich auch eine Abweichung der Tourdaten: Ca. 18 Km Streckenlänge, etwa 850 Höhenmeter und reine Gehzeit: 5 Stunden.

Bereits am ersten Tag bewies die Gruppe eine tolle Moral. Ursprünglich wollten wir wegen dem Regenwetter die Wanderung merklich abkürzen, doch wir zogen auf ausdrücklichen Wunsch der gesamten Gruppe unser „reguläres“ Programm durch. Auf diese Regenwanderung stießen wir am Abend im hoteleigenen Restaurant an.

 

 

9. Oktober: Endlich Wetterglück – traumhafte Kammwanderung zur Schneekoppe

Am 2. Tourentag erwartete uns endlich sonniges Wetter – Wie geschaffen für die „Königs-Tour“ der gesamten Wanderwoche. Vom Busbahnhof in Spindlermühle fuhren wir mit dem Linienbus bis zum Spindlerpass (Slezské Sedlo), allerdings waren wir nicht die einzigen Passagiere, so dass es doch recht eng im Bus zuging. Unser Hauptziel, die Schneekoppe, war bereits am Busparkplatz ausgeschildert. Die nächsten 9 Km erwartete uns eine landschaftlich sehr reizvolle Strecke mit einer Fernsicht bis weit in das schlesische Riesengebirgsvorland hinein. Allerdings war es trotz Sonnenschein eisig kalt, so dass einige Regenpfützen mit einem Eisfilm überzogen waren und die Nadeln der Latschenkiefern sehr winterlich wirkten. Der vorbildlich ausgeschilderte Weg (rote Markierung) verlief knapp auf der polnischen Seite des Hauptkamms. Ein erstes Highlight waren die spektakulären Felsformationen der Mittagssteine (Słonecznik), die aus Granitgestein bestehen. Kurz danach führte der Weg oberhalb von den beiden durch die Eiszeit entstandenen Karseen Großer Teich (Wielki Staw) und Kleiner Teich (Mały Staw) entlang. Im Frühsommer findet man rund um diese Seen eine interessante Flora mit teilweise arktischen Pflanzen. Nach und nach kamen wir dem markanten Gipfel der Schneekoppe immer näher. Bei dem gelben Gebäude der Schlesierbaude (Schronisko Dom Śląski) begann der Aufstieg zum Länderhöhepunkt von Tschechien. Für den Aufstieg nahmen wir den blau markierten Weg (Jubiläumsweg, Droga Jubileuszowa), der als breiter Weg auf der Nordseite des Berges entlangführt. Die letzten Meter bis zum Gipfel waren sehr eisig und einem starken Wind ausgesetzt. Doch voller Freude erreichten wir den 1603 m hohen Gipfel der Schneekoppe (tschechisch Sněžka, polnisch Śnieżka): https://de.wikipedia.org/wiki/Schneekoppe. Wir haben somit erneut einen Länderhöhepunkt bestiegen – Das obligatorische Foto mit der Tschechienfahne war natürlich ein Muss, doch dann machten wir uns an den Abstieg über den kettengesicherten Kammweg. Die meisten Gipfelbauten waren mit einer dünnen Eisschicht überzogen – Es war wirklich bitter kalt. Umso mehr freuten wir uns auf die Einkehr in der Schlesierbaude. Die Gaststube glich zwar mehr einer großen Kantine, dennoch waren die Speisen schmackhaft, ebenso auch das polnische Bier. Der Rückweg (blaue Markierung) führte uns über eine beinahe endlos wirkende anmoorige Hochfläche bis zur Wiesenbaude (Luční bouda). Diese Baude ist die älteste ihrer Art im tschechischen Teil vom Riesengebirge und befindet sich ca. 500 Meter von der polnischen Grenze entfernt. Hier spendierte uns der Organisator 1 Flasche Sekt und eine leckere Linzertorte – Gemeinsam stießen wir auf den Gipfelerfolg an. Von der Wiesenbaude war Spindlermühle mit 7,5 Km ausgeschrieben (rote Markierung) – Anfangs führte der Weg beinahe ohne Höhenunterschied bis zum Beginn des Ziegenrückens, danach folgte ein etwas steilerer Abstieg, der uns ein leicht alpines Feeling vermittelte. Schließlich wurde der Weg wieder moderater und leitete uns zurück in den Ortskern von Špindlerův Mlýn.

Streckenlänge: ca. 20 Km, Aufstieg: 400 Höhenmeter, Abstieg: 900 Hm, Reine Gehzeit: gute 5 Stunden.

Den Abend ließen wir in einem urigen Restaurant in der Ortsmitte ausklingen. Fazit: Eine Traumtour, die sich kaum mehr toppen lässt!

 

 

10. Oktober: Von Harrachov zum Mummelfall

Das Schönwetterfenster vom Vortag gehörte leider bereits wieder der Vergangenheit an, auch an diesem Tag regnete es in Strömen. Dennoch fuhren wir frohen Mutes nach Harrachsdorf (Harrachov), den wohl bekanntesten Wintersportort Tschechiens. Am östlichen Ortsrand befinden sich 2 große Parkplätze, wo auch der Ausgangspunkt unserer Wanderung war. Zu unserer Überraschung und entgegen aller Wetterprognosen gab es in Harrachsdorf keinen Regen. wir freuten uns natürlich sehr und liefen gut gelaunt auf direktem Wege zu den Mummelfällen (https://de.wikipedia.org/wiki/Mumlava). Die Mumlavský vodopád sind natürlich ein sehr fotogenes Motiv, so verweilten wir für eine längere Zeit an den Wasserfällen. Auch den Umtrunk gab es bereits zu Beginn unserer Wanderung. Danach liefen wir den blau markierten Weg entlang der Mummel. Immer wieder gab es reizvolle Motive: Das herbstliche Laub, der reizvolle Wasserlauf und natürlich die mystische Stimmung im nebligen Wald. Bei der Waldhütte „Rübezahl Frühstücks“ (Krakonošova snídaně), die leider bereits geschlossen war, erreichten wir den Wendepunkt der heutigen Wanderung. Wir folgten für wenige Minuten der Fahrstraße mit der gelben Markierung, danach liefen wir für längere Zeit auf dem unmarkierten und asphaltierten Waldweg weiter. Leider setzte nun wieder der Regen ein, doch mittlerweile sind wir relativ abgehärtet. Nach mehreren Kilometern erreichten wir schließlich Rýžoviště, ein kleiner Vorort von Harrachov. Nun folgten wir noch gut ein Kilometer der grünen Markierung bis zum Ortskern von Harrachov. Hier fand in einem stilvollen Restaurant der Abschluss dieser schönen Wanderung statt.

Reine Gehzeit ca. 4 Stunden, etwa 16 km bei 400 Höhenmetern. Einziges Manko: Ein Großteil der Strecke verlief auf Asphalt, was angesichts der nassen Witterung nicht unbedingt von Nachteil war.

Hier findest Du den Track dieser Wanderung: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=nfxtgjdjffyppksp

 

 

11. Oktober: Ruhetag bzw. fakultative „Megatour“

Die mystische Stimmung mit den interessanten Wolkenformationen (positive Umschreibung von Regenwetter) setzte sich leider auch an diesem Tag fort.

Also der ideale Tag für Schwimmbad, Sauna oder für ein einen Bummel im nahegelegenen Städtchen Hohenelbe (Vrchlabí). Halt, nicht ganz: Ein Teil der Gruppe unternahm eine sportive Tour mit Start- und Endpunkt direkt bei der Unterkunft.

Trotz der „mythischen“ Stimmung wurde diese Selfmade-Tour bis zum Ende durchgezogen, was wohl an der Riesenmotivation aller Teilnehmer wie auch an der Tatsache lag, dass es zeitweise nicht regnete. Insgesamt kamen wir auf eine Streckenlänge von 22 Km und 800 Höhenmetern im Aufstieg.

Der „Gipfel“ des heutigen Tages war die Elbquelle (Pramen Labe): http://www.hkregion.cz/dr-de/101060-pramen-labe-elbquelle.html. Doch auch sonst bot diese „Megatour“ einige Highlights: mystisch wirkende Moorflächen, herbstliche Laubwälder und die größtenteils einsamen Wege (bei diesem Wetter kein Wunder!). Landschaftlicher Höhepunkt war der schöne Bergweg durch die Kleine und Große Kesselgrube (Kotelní jámy).

Unsere Wanderstrecke: Pension Alba – Medvědín - Horní Mísečky - Vrbatova bouda – Labská bouda mit Einkehr – Pramen Labe - U Čtyř pánů - Nad Dvoračkami - Kotelní jámy - Horní Mísečky – Pension Alba

Abends waren wir wieder geeint und genossen wie bereits am Vortag die leckeren Speisen im Restaurant Hubertus.

 

 

12. Oktober: Vom Hauptkamm zur legendären Elbquelle und zurück nach Spindlermühle

Am heutigen Tag stand nun eine Wanderung zur Elbquelle für „Alle“ auf dem Programm. Vom Busbahnhof in Spindlermühle, wo sogar kurz die Sonne schien, fuhren wir im überfüllten Bus erneut zum Spindlerpass. Von hier folgten wir dem Kammweg entlang der tschechisch-polnischen Grenze in westliche Richtung, es blies ein kalter Wind und es war ziemlich neblig, doch zur Erleichterung von uns allen regnete es wenigstens (noch) nicht. Bald erreichten wir die Peterbaude (Petrova bouda), danach verlief der teilweise aufwendig mit Felsplatten angelegte Weg durch eine reizvolle Landschaft mit großen Felsbrocken und unzähligen Latschenkiefern. Man braucht nicht viel Phantasie um in dieser mystisch wirkenden Landschaft den Berggeist Rübezahl (https://de.wikipedia.org/wiki/Rübezahl) vorzustellen. Leider fing es nun entgegen des Wetterberichts stark zu regnen an, der starke Seitenwind sorgte bei uns nicht gerade für ein Glücksgefühl. An den ansonsten so schönen Felsformationen Mädelsteinen (Dívčí kameny) und Mannsteinen (Mužské kameny) hielten wir uns verständlicherweise nur sehr kurz auf. Aufgrund des unangenehmen Wetters verließen wir kurz danach den Kammweg, der auch „Weg der polnisch-tschechischen Freundschaft“ genannt wird. Die blaue Markierung leitete uns zur nahegelegenen Martinsbaude (Martinova bouda). Hier konnten wir uns wieder aufwärmen und eine wärmende Suppe genießen. Danach ließ der Regen deutlich nach und wir folgten nun dem Wanderweg Richtung Elbbaude (Labská bouda). Über die Ästhetik dieses Riesengebäudes inmitten des Nationalparks kann man streiten, jedenfalls wirkt dieses Gebäude für eine Baude beinahe überdimensional. Von der Elbbaude liefen wir noch einen knappen Kilometer bis zur Elbquelle (Pramen Labe), die ein Teil der Gruppe bereits am Vortag besucht hatte. Zum ersten Mal an diesem Tage zeigte sich für wenige Minuten ein Stück blauer Himmel. Danach ging es auf gleichem Wege zurück zur Labská bouda. Hier kehrten wir allerdings nicht ein, sondern folgten der blauen Markierung hinunter in den landschaftlich sehr reizvollen Elbgrund. Anfangs führte der sehr kunstvoll angelegte Weg vorbei an dem Elbfall (Labský vodopád). Teilweise war der Weg im oberen Teil etwas steiler, die Steine auch noch etwas feucht vom Regen der letzten Tage. Die herbstliche Stimmung in diesem wilden, durch einem Gletscher geformten, Tal war einfach sehr reizvoll. Wir blieben öfter stehen und machten zahlreiche Fotos. An einer Brücke gab es erneut einen Umtrunk mit einem Wein der WG Wolfenweiler. Beim Wegweiser „Labský důl – Pudlava“ erreichten wir einen breiten Waldweg, der uns bequem an den Ortsrand von Spindlermühle brachte.

Gehzeit von ca 6 Stunden und 20 Km Streckenlänge. Eine wettermäßige sehr durchwachsene Tour mit viel Regen und später sogar etwas Sonnenschein.

 

 

13. Oktober: Von Petzer auf die Schneekoppe

Am 2. Schönwettertag unserer Wanderreise stand erneut eine Tour zur Schneekoppe auf dem Programm. Diesmal starteten wir von Petzer (Pec pod Sněžkou) aus, wo wir am großen gebührenpflichtigen Parkplatz unsere PKW´s abstellen konnten. Vom Ende des Parkplatzes folgten wir für wenige Minuten der gelben Wandermarkierung bergan, ab dem Wegweiser Pod Větrníkem ging es auf dem grün markierten Wanderweg durch einen dichten Bergwald bergan. Kurz unterhalb der Růžohorky Baude verließen wir den Wald und konnten nun ausgiebig die wärmende Oktobersonne genießen. Eine regelrechte Wanderautobahn leitete uns nun mit einer gelben Markierung Richtung Gipfel der Schneekoppe. Ein Großteil der Gipfelaspiranten benutzte allerdings die Bergbahn bis zur Mittelstation und verzichtete auf den kompletten Aufstieg ab Petzer. Kurz unterhalb vom Gipfel wurde der breite Weg etwas steiler und bald erreichten wir die Bergstation der Seilbahn Petzer-Schneekoppe. Hier im Windschatten spendierte der Organisator eine Flasche Sekt der WG Ehrenstetten. Im Gegensatz zum Montag waren die Temperaturen auf dem 1603 Meter hohen Gipfel vergleichsweise mild, ein kühler Wind blies dennoch über die kahle Gipfelkuppe. Es gab nochmals das obligatorische Foto mit Tschechienfahne, danach stiegen wir ab bis zur Schlesierbaude, wo wir uns eine ausgiebige Einkehr gönnten. Für den Abstieg folgten wir der blauen Markierung durch den landschaftlich reizvollen Riesengrund (Obří důl). Kurz vor Erreichen von Petzer gönnten wir uns in einem sehr urigen Restaurant einen Kaffee bzw. Bier. Nach ca. 4,5 Stunden Gehzeit und 800 Höhenmetern erreichten wir wieder den großen Parkplatz in Pec pod Sněžkou.

Fazit: Eine wunderschöne Abschlusswanderung, die für den Regen der letzten Tage entschädigte!

Am Vorabend der Abreise kehrten wir erneut im „Hubertus“ ein und genossen letztmalig die leckere tschechische Küche.

 

 

14. Oktober: Die Sonne zeigte sich nochmals zum Abschied

Letztmalig kamen wir in den Genuss des leckeren und reichhaltigen Frühstücks der Pension Alba, danach folgte eine herzliche Verabschiedung – Bereits jetzt freuten wir uns auf ein baldiges Wiedersehen bei einer Wanderreise oder Tagestour.

Während der Heimfahrt wurden wir durchgehend von der Sonne verwöhnt, es war ein richtiger goldener Oktobertag mit über 20 Grad. Gerne hätten wir solche Wetterbedingungen auch bei unseren Wanderungen gehabt ;-)

 

 

Fazit dieser Reise:

  • Auch bei Regenwetter macht Wandern Spaß – Wir hatten dennoch meistens gute Laune und freuten uns über die mystische Stimmung und die interessanten Wolkenformationen
  • Abgerundet wurden die landschaftlich sehr reizvollen Wanderungen durch das leckere tschechische Essen, dem Bier und dem Bechorovka, einen einheimischen Kräuterbitterschnaps: https://de.wikipedia.org/wiki/Becherovka
  • Ein weiterer Länderhöhepunkt wurde erfolgreiche von uns bestiegen, nur haben wir bereits 19 „European Highpoints“ in unserer Sammlung: http://www.straussenclique.de/index.php?option=com_content&view=category&id=107&Itemid=142
  • Die weite PKW-Anreise hat sich auf alle Fälle gelohnt!
  • Zu guter Letzt ein herzliches Dankeschön an die nette und harmonische Gruppe – Es war ein rundum gelungener Wanderurlaub!

 

 

18.10. - 25.10.17: "Spontan-Urlaub" auf Rhodos

 

Reisebericht Rhodos (aus Madeira wurde Rhodos)

Die ursprünglich geplante Wanderreise nach Madeira fand auf Rhodos statt.

Zwei weitere Frauen hatten sich dazu gefunden.

Am 18. Oktober war Abflug ab Frankfurt, und Rhodos hat uns mit sommerlichen 27 Grad empfangen.

Ein sehr schönes, komfortables Hotel direkt am Strand der Ägäis hat uns beherbergt.

Zum richtig Ankommen gab es erst mal einen Relaxtag am Strand.

Besichtigung von Rhodos-Stadt mit der schönen Altstadt, dem Großmeisterpalast und dem Mandraki-Hafen.

 

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Mit dem Mietwagen fuhren wir nach Lindos (schönstes Dorf der Insel). Die über dem Ort thronende Akropolis und die weiß getünchten Häuser bieten einen schönen Anblick.

Durch die engen Gassen, immer bergan erklimmen wir die Akropolis.

 

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Man kann das auch per Esel machen.

 

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Wanderung zu den sieben Quellen

Epta Piges (sieben Quellen) liegt ca. 4 km im Inselinneren in einem kleinen Tal. Hier entspringen 7 Quellen, die einen Bach bilden. Ein Ausflugslokal lädt zum Verweilen ein.

Wir sind durch einen engen Tunnel (ca. 190 Meter lang) dem Wasserlauf gefolgt (bissl gruselig) und kamen an einem kleinen schön gelegenen Stausee heraus.

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Schifffahrt zur Insel Symi, sie liegt etwa 9 km westlich des türkischen Festlandes, 23 km nördlich der Insel Rhodos.

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Traumhafte Aussichten

 

Klosterinsel Panormitis

Sie ist dem heiligen Michael geweiht und beherbergt ein kleines Museum.

Die überall auf Rhodos zu findenden kunstvollen, alten Pflasterarbeiten sind hier besonders schön.

Am 8. November findet hier eine bedeutende Wallfahrt der orthodoxen Christen statt, deren Vorbereitung gerade in vollem Gange ist.

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Wanderung zum Kloster Filerimos

Als beliebtes Ziel der Insel ist Filerimos mit seinem 600 Meter langen, in Ost-West-Richtung verlaufenden Plateau auch wegen der schönen Landschaft einen Ausflug wert.

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Es hat auch mal geregnet.

Aber die echten“Straußen“ lassen sich nicht vom Wandern abhalten.

Wir hatten schöne, erholsame Tage auf der Insel und bedanken uns bei Jochen für die Unterstützung auf der Suche nach Mitreisenden.

 

 

Rückblick: Bergtourentage am Comer See (30.09. - 03.10.2017)

 

Bereits seit vielen Jahren gehören die Wandertage am Comer See zum festen Bestandteil der Straußenclique. Diese Kurzreise ist meistens sehr schnell ausgebucht, so auch im Herbst 2017.

Kein Wunder bei diesem leckeren Essen, dem sympathischen und familiär geführten Hotel und natürlich auch wegen den schönen Wanderungen inmitten einer alpinen und gleichzeitig mediterranen Landschaft. Das besondere an 2017: Zum ersten Mal fand diese Kurzreise 2mal in einem Jahr statt – An Ostern und jetzt im Herbst.

Dieses Mal waren wir wieder 16 Teilnehmer, die aus der Region Karlsruhe – Freiburg – Bern kamen

 

 

30. September: Anreise und (wieder) Wanderung Monte Barro (922 m)

Kein Wanderurlaub am Comer See ohne unsere Startwanderung am aussichtsreichen Monte Barro :-)

Aufgrund des hohen Staurisikos vor dem Gotthard fuhren wir diesmal über den gleichnamigen Pass. Leider gab es auch hier eine Baustelle mit Ampelregelung: Unterhalb von Andermatt wurden die Tunnelgalerien und der Straßenbeleg erneuert. Doch irgendwann kamen wir dann doch in Galbiate (371 m) an. Diesmal folgten wir bei angenehmen Temperaturen dem steilen Wanderweg über die Südseite Richtung Gipfel (922 m). Der Ausblick war bereits nach Verlassen des krautreichen Waldes ein Vergnügen. An Botanik war inmitten der bereits sehr herbstlich wirkenden Wiesenhänge natürlich nicht mehr sehr viel zu entdecken – Doch das geübte Auge konnte doch noch einige interessante Pflanzen fotografisch festhalten. Oben angekommen machten wir erst mal eine längere Rast – Aufgrund der langen Anfahrt und dem kurzen, jedoch knackigen, Anstieg waren wir sehr hungrig. Direkt beim Gipfelkreuz genossen wir eine imposante Rundumsicht, leider waren die höheren Bergspitzen durch eine dicke Wolkenschicht verdeckt. Doch bereits die Sicht auf die unter uns liegenden Seen war sehr imposant. Zur Abrundung des Gipfeltriumphs gab es einen feinen Wein der WG Wolfenweiler. Für den Abstieg wählten wir den direkten Weg zum Eremo di Monte Barro (741 m). Hier verweilten wir nochmals für eine Weile, bevor wir uns an den Direktabstieg Richtung Ortskern von Galbiate machten.

Reine Gehzeit: ca. 3-4 Stunden, etwa 600 Höhenmeter im Auf- und Abstieg. Aufgrund der längeren Anfahrt eher gemütliches Wandertempo.

Anschließend fuhren wir in unser Hotel Baia di Pare, wo wir von Familie Tentori und ihren Mitarbeitern in kulinarischer Weise verwöhnt wurden.

 

 

1. Oktober: Versuch Monte Moregallo (1276 m)

Am 2. Tag unserer Wanderreise stand wie bereits im April der Monte Moregallo auf dem Programm, der sich mit seiner steilen Felsflanke fast 1000 Meter über dem See erhebt. Seit wenigen Jahren gibt es einen Wanderweg, der ca. 200 Meter vom Hotel aus startet, den „Ul Sentee del Lâch“. Diese Aufstiegsvariante zum M. Moregallo ist ein absoluter Geheimtipp und selbst auf italienischsprachigen Internetseiten finden sich darüber nur sehr wenige Informationen. Dabei ist der unmarkierte Einstieg eigentlich problemlos zu finden: Vom Hotel aus einfach der Strandpromenade in nördliche Richtung folgen. Zwischen der Bar und der Gelateria dann linkerhand den Treppen folgen und schon befindet man sich auf diesen Weg. Die ersten offiziellen Wegweiser tauchen nach ca. 10 Minuten auf einer Wiesenlichtung auf. Wir genossen diesen Weg, so hatten wir trotz der starken Bewölkung an einigen Stellen einen wunderschönen Blick auf den unter uns liegenden See. Nach gut 400 Höhenmetern erreichten wir schließlich Sasso di Preguda (647 m), an dieser Stelle befindet sich eine kleine Kapelle, die an einen riesigen Findling (Granitstein, der durch den früheren Gletscher an diese Stelle transportiert wurde) gebaut wurde. Hier teilte sich unsere Gruppe. Unter der fachkundigen Führung von Karin lief ein Teil der Mitwanderer über Sambrosera und San Tomaso zurück zum Hotel. Auch wir folgten dem Weg Nr. 5, der uns sehr aussichtsreich, teilweise auch leicht ausgesetzt, durch die Südflanke des Bergmassives führte. Bei Forcellina (720 m) waren erstmal die größten Schwierigkeiten überstanden. Bald danach leitete uns der Weg in einen dichten Wald mit dem gemütlichen Rastplatz Sambrosera (716 m), den wir bereits von unzähligen Wandertouren der letzten Jahre kannten. Nun begann ein steiler Aufstieg (Sentiero Nr. 7) bis zur Bocchetta di Moregge (1110 m). Aufgrund der Regenfälle der letzten Nacht und dem starken Nebel mussten wir leider Abstand von einer Überschreitung des Monte Moregallo nehmen. Stattdessen bogen wir linkerhand ab und folgten weiterhin Sentiero Nr. 7 bis zum Rifugio SEV Pianezzo (1276 m). Leider war das Rifugio bereits geschlossen, doch auf einer gemütlichen Hüttenbank machten wir unsere Mittagspause. Für den langen Abstiegsweg zurück zum Hotel folgten wir nun dem Sentiero Nr. 4. Bei der Bocchetta di Luera (1209 m) machten wir in wenigen Minuten einen Abstecher zum Corno Orientale (1239 m). So kamen wir heute doch noch zu unserem persönlichen Gipfeltriumph. Allerdings war die Fernsicht, milde ausgedrückt, sehr bescheiden. Von der Bocchetta führte der Weg anfangs steil nach unten, auch war das Gelände aufgrund des lehmigen Waldbodens sehr rutschig. Danach wurde der Abstiegsweg etwas moderater und nach einiger Zeit erreichten wir San Tamaso (580 m). Ein sehr idyllischer Ort, den wir auch bereits von anderen Wandertouren kennen. Hier gönnten wir uns einen feinen italienischen Kaffee und setzen unseren Weiterweg entlang des Ortsrandes von Valmadrera zurück zum Hotel.

Nach einer reinen Gehzeit von ca. 6 Stunden und etwa 1200 Höhenmetern erreichten wir wieder unser Hotel.

 

 

2. Oktober: Alpines Feeling an der Monte Resegone (1875 m)

Eigentlich war an diesem Tag eine Besteigung der Grigna (2409 m) geplant, allerdings hüllten sich auch an diesem Morgen die höheren Berge rund um den See in dichten Wolken. Doch halt: Es gab eine Ausnahme bzw. Lichtblick – Die Bergspitzen der Monte Resegone waren an diesem Tag frei von Wolken. Somit disponierten wir spontan um und bestiegen an diesem Tag den Hausberg von Lecco. Diese großartige Bergtour unternahmen wir bereits im Mai 2015, doch heute lernten wir die Resegone im herbstlichen Ambiente kennen.

Die Anfahrt bis zur Talstation der Funivia Piani d`Erna. war recht kurzweilig, mit der Seilbahn fuhren wir zur reizvoll gelegenen Hochfläche Piani d`Erna (1303 m). Irgendwie wirkte die ansonsten so touristische Gegend sehr menschenleer, wir befanden uns eindeutig in der Nebensaison. Die Herbstfärbung des Laubes und das intensive Licht der Morgensonne sorgten für eine reizvolle Landschaftskulisse und sehr fotogene Motive. Bei der ersten Verzweigung mit einigen Wanderwegweisern folgten wir dem Weg Nr. 10. Der markierte Wanderweg führte uns anfangs durch eine liebliche Wiesen- und Waldlandschaft, doch bereits nach kurzer Zeit wurde er immer schmaler und ausgesetzter und verlief entlang steiler Flanken. Aufgrund der nächtlichen Regenfälle waren einige Wegabschnitte relativ rutschig, so war höchste Vorsicht angesagt. Irgendwann erreichten wir die steile Rinne „Canalone Bobbio“. Die steilsten Abschnitte waren durch zahlreiche Ketten entschärft und somit problemlos zu begehen, lediglich etwas Armkraft war beim Hochziehen erforderlich. Im oberen Teil verbreitete sich die Schuttrinne und bald kamen wir zum Ausstieg, wo wir eine schöne Sicht zu den Bergamasker Alpen hatten. Der aussichtsreiche Pfad verlief entlang der Gratkante der Resegone, war technisch relativ einfach zu begehen. Wir liefen an zahlreichen verblühten Edelweiß und noch blühenden Herbst-Enzianen vorbei und entdeckten als botanische Besonderheit die endemische Insubrische Glockenblume (https://de.wikipedia.org/wiki/Insubrische_Glockenblume). Bald erreichten wir das bereits geschlossene Rifugio Azzoni (1860 m), welches nur wenige Meter unterhalb der Monte Resegone (1875 m) in sehr aussichtsreicher Position erbaut wurde. Wir machten unsere Mittagspause an einer aussichtsreichen Stelle. Leider zogen immer dichtere Wolken und dunkle Nebelschwaden auf.

Deswegen machten wir uns bald an den Abstieg (Weg Nr. 1) Richtung Pian Serrada (1475 m). Durch die letzten Regenschauer waren die Steine etwas glitschig, so war auf dem teilweise abschüssigen Weg höchste Konzentration gefragt. Einige Zeit nach der Pian Serrada bogen wir linker Hand Richtung Rif. Stoppani (weiterhin Weg Nr. 1) ab. Ohne große Schwierigkeiten ging es jetzt durch einen lichten Wald. Das Rifugio Stoppani (890 m) liegt sehr reizvoll und lud uns regelrecht zu einer weiteren Pause ein. Leider war auch diese Hütte bereits geschlossen, doch zur Abrundung dieser tollen Wanderung gab es einen feinen Sekt aus dem Markgräflerland. Das letzte Teilstück zurück zur Teilstation (610 m) war weiterhin sehr abwechslungsreich.

Die reine Gehzeit betrug ca. 5-6 Stunden bei guten 700 Höhenmetern im Aufstieg und ca. 1200 HM im Abstieg.

Wahrlich eine Traumtour, die allerdings eine gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzt. Wir haben an diesem Tag alles wieder richtig gemacht und konnten dem schlechten Wetter ein Schnippchen schlagen.

Der Tag wurde wieder mit einem leckeren Abendessen im Hotel beschlossen. Die Stimmung war ausgelassen, die Unterhaltungen wieder sehr nett. Als kleines Abschiedsgeschenk erhielt jeder Teilnehmer ein Flasche Olivenöl!

 

 

3. Oktober: Heimreise und Stippvisite am Gotthard

Schweren Herzens mussten wir uns am 3. Oktober vom Hotel Baia di Pare verabschieden. Ein ganz herzliches Dankeschön nochmals an die Familie Tentori für ihre herzliche Bedienung und das leckere Essen.

Wir fuhren auf direktem Wege über Como, Chiasso, Bellinzona Richtung Gotthardpass. Leider fing es bereits im nördlichen Tessin zu regnen an, auf der Passhöhe erwarteten uns Starkregen und ein bissiger Wind. Somit war klar, dass unsere geplante Wanderung zum Lago della Sella ins Wasser fiel. Stattdessen ließen wir im Restaurant bei Kaffee und Kuchen nochmals die abwechslungsreichen Tage am Comer See Revue passieren.

Danach verabschiedeten wir uns bereits voneinander, die Rückfahrt verlief ohne Zwischenfälle, so dass wir bereits gegen 15:30 Uhr in Schallstadt ankamen.

 

  

Fazit(s):

  • Wir haben wieder alles richtig gemacht, es war wieder einmal eine sehr harmonische Gruppe
  • Aufgrund der diesmal großen Leistungsstärken der einzelnen Teilnehmer gab es diesmal 2 Wandergruppen – Auch dies hat sehr gut geklappt! Herzlichen Dank nochmals für die erfolgreiche Umsetzung des „Twin-Konzepts“!
  • Zu guter Letzt wollen wir uns wieder bei allen Autofahrern für die tolle Leistung bedanken!!
  • Spätestens im Jahr 2018 werden wir wieder dem Hotel Baia di Pare einen Besuch abstatten. Wir bedanken uns bei allen Personen für ihre Teilnahme und das positive Feedback nach der Tour!

 

 

24.09. - 01.10.17: Wanderreise Mallorca

 

Wie schon die Jahre zuvor so erlebte auch dieses Jahr eine Wandergruppe im September einen traumhaften Aktivurlaub auf der Sonneninsel Mallorca. Die Unterbringung in einem Hotel von Universal Reisen - dem renommierten Reiseanbieter für Mallorcaferien aus der Schweiz - hat eine lange Tradition. Dieses Jahr verbrachten die Wanderfreunde ihren Urlaub im Hotel Marqués**** in Colonia Sant Jordi, einem ursprünglichen Ferienort im Süden Mallorcas - traumhaft gelegen zwischen zwei kilometerlangen Stränden. Unsere Guides Uwe Schwilski & Susanne Jung haben zusammen mit Annita Erhart, der Wanderkoordinatorin von Universal Reisen, abwechslungsreiche Wanderungen an der Südspitze Mallorcas vorbereitet. Neben herrlichen Küstenwanderungen von Traumstrand zu Traumstrand, entlang spektakulärer Steilküsten, wurden aussichtsreiche Wege im Landesinneren hinauf auf einen Klosterberg erkundet. Am Abend wurden die Teilnehmer mit einem unglaublich vielseitigen Büffet und dem einzigartigen Ambiente des Strandhotels überrascht. Bereits jetzt steht schon die nächste Wanderreise im kommenden Jahr fest: Es geht nach Paguera ins Hotel Lido Park, eine wunderbare Ausgangsbasis für die schönsten Wanderungen auf Küstenwegen und Bergpfaden!

 

 

Der Anreisetag (Sonntag, 24. September 2017)

Individuelle Anreise aus verschiedenen Flughäfen deutschlandweit und aus der Schweiz! Der Nachmittag diente der Ankunft am Urlaubsort und dem Bezug der Zimmer. Am Abend vor dem Essen gab es eine Informationsveranstaltung durch Uwe und Susanne auf der der Wanderwoche vorgestellt wurde!

 

 

1. Urlaubstag (Montag, 25. September 2017): Umgebungstouren in Colonia Sant Jordi

Wie immer auf unseren Mallorca-Reisen ließen wir den ersten Tag gemütlich angehen und genossen zunächst ein ausgiebiges und gemütliches Frühstück auf der Sonnenterrasse unseres Hotels! Im Anschluss fand sich eine stattliche Gruppe von gutgelaunten Wanderfreunden vor dem Hoteleingang ein, um die nähere Umgebung auf einer ersten Erkundungstour kennen zu lernen. Unser erstes Ziel – der Leuchtturm von Colonia Sant Jordi – wurde entlang einer schönen Küstenpromenade nach etwa einer Stunde Gehzeit erreicht und belohnte uns mit einer fantastischen Aussicht zum Naturpark Archipel Cabrera Inseln und über die Südküste von Cap de Ses Salines bis zum Cap Blanc. Ein guter Cortado im schönen Yachthafen unseres Ferienortes war obligat! Nach einer ausgedehnten Siesta, die von vielen Mitreisenden für einen Aufenthalt am Strand genutzt wurde, stand ein weiterer Spaziergang in Hotelnähe auf dem Programm, der uns in einen privaten Pinienwald gleich hinter dem Es Trenc Strand führte. Ein gebührender Sektempfang mit Gebäck an einer besonders romantischen Stelle der Tour ist mittlerweile ebenfalls fester Bestandteil unserer Umgebungstour am ersten Tag.

 

 

2. Urlaubstag (Dienstag, 26. September 2017): Klosterberg Puig de Sant Salvador (Serres de Llevant)

Von einem kleinen Weiler im Südosten des Klosterberges starteten wir unsere heutige Tagestour zu einem der wichtigsten Wallfahrtsstätten von Mallorca, dem Klosterberg San Salvador. Der Weg führte uns zunächst auf breiten Teer- und Schotterwegen vorbei an traumhaft gelegenen Landgütern und Bauernhöfen, dann auf zunehmend schmaler und steiler werdenden Pfaden durch Pinienwälder, Büsche und Gräser hinauf zum Etappenziel dem Santuari de Sant Salvador! Das Kloster hat seinen Ursprung im 14. Jahrhundert und ist seit dem Verlassen des Ordens im Jahre 1992 in Privatbesitz zweier mallorquinischer Familien. Die zur Verfügung stehende Freizeit auf dem Klosterberg wurde von den Mitwanderer für Kaffee und Kuchen in der Klosterschenke oder zur Vesperpause auf einem der herrlichen Picknickplätze genutzt, von wo aus der phänomenale Panoramablick hinüber zum Steinkreuz “Es Picot” und über fast die ganze Insel genossen werden konnte. Zum Pflichtprogramm gehörte der Besuch der Klosterkirche mit ihrer Madonnenstatue aus dem 13. Jahrhundert und die Christusfigur auf einem 30 Meter hohen Turm (Christo Rey)!

Nur schwer konnten wir uns der mystischen Wirkung dieses Ortes entziehen, aber es wartete noch der Abstieg hinab nach Felanitx – ein von Kreuzwegstationen begleiteten Pilgerweg (Sünderweg)!

Ein ums andere Mal galt es die Fahrstraße zu kreuzen, bevor sich das Tal weitete und im malerischen Felanitx ein Shanty auf uns wartete!

 

 

3. Urlaubstag (Mittwoch, 27. September 2017): Südspitze Mallorcas (Cap de Ses Salines)

Der Vormittag stand zur freien Verfügung und wurde aufgrund des tollen Wetters meist zum Baden genutzt! Pünktlich um 13:00 Uhr traf sich die Gruppe zur Busfahrt nach Cap de Ses Salines, von wo aus unsere Nachmittagstour zurück nach Colonia startete. Das Gebiet um Ses Salines trägt seinen Namen durch die Jahrtausende alten Salinen, die schon von den Römern genutzt wurden. Auf unserer 3-stündigen Küstenwanderung begleiteten uns einsame Strände, weißer Sand und azurblaues Meer. Ein erfrischendes Bad im Meer am Ende unserer Tour sowie der Besuch in einer Strandbar durfte an diesem Tag nicht fehlen.

 

 

4. Urlaubstag (Donnerstag, 28. September 2017): Wanderung von Wachturm zu Wachturm

Nach kurzer Busfahrt begann unsere heute Steilküstentour am tief eingeschnittenen Felsenfjord der Cala Pi. Nach Besichtigung des 1451 zur Abwehr von Piraten errichteten Wachturms führte uns Uwe entlang einer nach Westen bis auf über 70 Meter ansteigenden Steilküste zum 4 km entfernten Cap Blanc. Durch zum Teil wegloses, zerklüfftetes Gelände mit bizarr verformtem, steppenartigen Gebüsch auf der einen und einer senkrecht abstürzenden Felswand auf der anderen Seite erreichten wir nach über 2 Stunden den Torre de Cap Blanc mit dem daneben liegenden Leuchtturm. Unser dort bereitstehender Bus beförderte uns in wenigen Minuten hinunter ans Meer nach Sa Rapida, wo Annita und Elfriede bereits auf uns warteten. Nach einem gemütlichen Kaffeestopp im Yachthafen wanderte ein Teil der Gruppe entlang des Es Trenc – Strands ca. 10 km zurück zum Hotel, während einige Reiseteilnehmer den Bustransfer zurück nach Colonia nutzten.

 

 

5. Urlaubstag (Freitag, 29. September 2017): Schöne Küstenwanderung im Naturschutzgebiet Mondrago

Der heutige Ausflug führte uns in den nach der Bucht Cala Mondrago benannten Naturpark Mondrago, welcher sich an der Ostküste zwischen den Orten Portopetro und Cala Figuera befindet. Unser Wanderweg verlief von Bucht zu Bucht - S’Amarador, Caló d’en Garrot und Caló des Burgit! Die feinsandigen, naturbelassenen Buchten mit ihren Pinienwäldern - unterbrochen durch schroffe Klippen – ließen keine Langeweile aufkommen. Pittoresker Höhepunkt dieser verwunschenen Küstentour war das Örtchen Cala Figuera! Den romantischen Hafen erreichten wir über Steinwege in den Felsen, die vorbei an Bootsanlegestellen entlang der beiden Seitenarme der Bucht führen. Die ausgedehnte Mittagspause am Hafen ließ uns die besondere Atmosphäre dieses Landstrichs besonders intensiv spüren.

 

 

6. Urlaubstag (Samstag, 30. September 2017):Tag zur freien Verfügung!

Nach einer ereignisreichen Woche war die Vorfreude auf einen freien Tag riesengroß!

Die zur Verfügung stehende Freizeit nutzten einige Teilnehmer, um an der von Susanne organisierten Tour zum Markttag in Santanyi teilzunehmen. Andere wiederum besuchten Palma oder unternahmen eine Wanderung entlang der Playa de Palma. Einen Tag zum Faulenzen am Strand ließ sich so manch einer wiederum nicht entgehen. Nicht so unser Guide Uwe, der zusammen mit Annita schon neue Wanderrouten für zukünftige Reisen auskundschaftete.

 

 

Der Abreisetag (Sonntag, 01. Oktober 2017)

Schon früh am Morgen hieß es Abschied nehmen, wer nicht zu den Glücklichen gehörte und ein paar Verlängerungstage am Meer gebucht hatte. Zurück in die Heimat!

 

Alle Bilder zu den einzelnen Reisetagen wurden freundlicherweise von Klaus-Dieter zur Verfügung gestellt!

 

Weitere Bilder von Bertold:

 

Und mit naturkundlichen Fokus von Andrea:

 

Ein herzliches Dankeschön an alle 3 Fotografen!

 

 

Fazit dieser Reise:

 

  • Mallorca – Insel mit vielen Gesichtern! Abwechslungsreiche Wanderungen, vielfältiger Landschaftszauber, Bilderbuchstrände dazu eine charmante Unterkunft und stets eine schöne Einkehr unterwegs! Für uns ist die schöne Insel ein ganzjähriges Wanderparadies!
  • All unsere Wandertouren werden von uns zeitnah vorgelaufen! Dabei achten wir auf die für ein optimales Wandererlebnis notwendigen Kriterien! Wir kennen uns aus auf Mallorca! Gelegenheit zum Aus- und Wiedereinstieg ins Wanderprogramm
  • Unser Motto: Besondere Reisemomente mit anderen teilen!
  • Ausreichend Freizeit für ein Plus an Entspannung und Erholung, Spielraum für persönliche Urlaubsvorstellungen oder einfach nur Zeit für sich!
  • Es gibt noch viel zu entdecken auf der Insel, freut euch auf 2018!
  • Ein herzliches Dankeschön auch an Annita Erhart von Universal Reisen, die uns jedes Jahr auf zwei Touren ihre Lieblingsinsel zeigt, so auch im nächsten Jahr!
  • Diese Reise hat wirklich Spaß gemacht – dies lag auch an der Homogenität unserer Gruppe! Ein herzliches Dankeschön an Euch alle!

 

 

22.07. – 29.07.2017: Wanderwoche Zillertal

 

 

22. Juli: Anreise mit Sektempfang

Diese Wanderwoche war wieder einmal innerhalb kürzester Zeit ausgebucht – Das interessante Tourenprogramm wie auch Wahl des Hotels waren wohl die Gründe für die ungemeine Popularität dieser Reise.

Am 22. Juli schließlich war es soweit: 15 Personen aus allen Himmelsrichtungen (Heidelberg, Karlsruhe, Stuttgart, Friedrichshafen, Freiburg und sogar Berlin!) trafen sich am späten Nachmittag im Hotel Kirchlerhof in Tux-Vorderlanersbach ein.

Bei einer gemeinsamen Begrüßungsrunde mit Sekt der WG Wolfenweiler und feinen Keksen aus der Schweiz stellte unser Organisator das Tourenprogramm der gesamten Woche vor. Danach ging es zum gemeinsamen Abendessen und anschließend in die Hotelbar. Voller Vorfreude auf die kommenden Tage legten wir uns dann schließlich schlafen.

 

 

23. Juli: Moorlehrpfad am Penken

Die Prioritäten bei der Einstiegswanderung lagen eindeutig bei den botanischen Erläuterungen und dem genussvollen Wandern. Ganz in der Nähe unseres Hotels, direkt in der Ortsmitte von Vorderlanersbach (1257 m), ist der Moorlehrpfad bereits ausgeschrieben. Anfangs ging es entlang einer Fahrstraße, später auf einen Waldweg bergan zum Stockbauer (1500 m). Der Weiterweg führte uns sehr genussvoll bis zur Schrofenalm (1697m), hier „testeten“ wir erstmal die Geräte des sehr aussichtsreichen Spielplatzes. Kurz oberhalb der Schrofenalm begann der Moorlehrweg, der beinahe ohne Höhenunterschied durch einen moorreichen Berghang führte. Zahlreiche Infotafeln standen am Wegesrand und erläuterten das sensible Ökosystem der Moore. Zusätzlich erklärte unser Organisator einige Pflanzen am Wegesrand. Aufmerksam lauschten die Mitwanderer seinen Erläuterungen. Bei einer Alm in der Nähe des verfallenen Penkenhauses (1814 m) legten wir unsere Mittagspause ein, des Weiteren wurde noch ein Wein der WG Wolfenweiler ausgeschenkt. Von nun an ging es bergab: Der gut markierte Wanderweg 22b führte uns nach Finkenberg hinunter. Wir kamen bei der Mittelstation der Penkenbahn vorbei und liefen danach in einem Bergwald talwärts. Bald erreichten wir die Einkehrstation Astegg (1176 m). Hier gönnten wir uns ein kühles Bier, eine Knödelsuppe oder ein leckeres Dessert. Die Schussetappe der heutigen Wanderung leitete uns entlang des reizvollen Wasserfallweges bis nach Finkenberg (900 m). Hier stiegen wir in den Linienbus, der uns bequem zurück nach Vorderlanersbach brachte.

Die reine Gehzeit betrug ca. 4,5 Stunden bei etwa 600 Höhenmeter im Aufstieg/900 Hm im Abstieg und ca. 15 Km Weglänge. Wir waren an diesem Tag allerdings wie bereits erwähnt sehr genussvoll unterwegs!

 

 

24.Juli: Regentag I – Spannagelhöhle

Leider hatten sich die schlechten Wetterprognosen bewahrheitet – Ein Blick aus dem (Hotel)Fenster genügte: Der Himmel grau in grau und beinahe strömender Regen. Da ist guter Rat teuer – Doch unser Organisator hatte eine tolle Alternative zu einer Bergwanderung: Wir wandern nicht auf dem Berg, sondern im Berg. Somit stand heute eine Führung in der Spannagelhöhle auf dem Programm: https://de.wikipedia.org/wiki/Spannagelhöhle. Mit dem Linienbus fuhren wir bis zur Talstation der Hintertuxer Gletscherbahn, hier lösten wir ein Ticket und fuhren bis zur Mittelstation (2660 m). Nach wenigen Minuten Fußmarsch erreichten wir das ehemalige Spannagelhaus, wo sich der Eingang zur Schauhöhle befindet. Wir wurden mit einem Helm und einem gelben Schutzmantel ausgestattet und schon ging es unter der fachkundigen Führung von Sabine unter die Erdoberfläche. Wir lauschten gespannt ihren informativen Erläuterungen und zwängten uns durch das unterirdische Gangsystem (Teilweise war es sehr eng!). Die Führung war gefühlt sehr kurzweilig, unsere Höhlenführerin machte einen tollen Job. Danach ging es wieder an die Erdoberfläche, wo wir mit viel Nebel und Dauerregen empfangen wurden, außerdem war es bitter kalt. Selbst ein kleiner Spaziergang bis zum Beginn der Gletscherzunge war nicht möglich. So kehrten wir im Restaurant bei der Mittelstation ein, genossen eine wärmende Suppe, einen Germknödel und ein Bier bzw. Kaffee. Draußen ging mittlerweile der Regen in Schneefall über! Bei sehr widrigen Wetterbedingungen fuhren wir wieder mit der Bergbahn talwärts und mit dem Linienbus zurück zum Hotel. Die restliche Zeit des Tages vor dem Abendessen verbrachten wir natürlich wieder in der Sauna.

 

 

25.Juli: Neumarkter-Runde oberhalb vom Schlegeisspeicher

Heute stand eine aussichtsreiche Hütten-Wanderung oberhalb vom Schlegeisspeicher auf dem Programm. Die Anfahrt zu diesem Stausee (https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserkraftwerke_im_Zillertal) führte uns entlang der Mautstraße (12 Euro, Stand Juli 2017) bis zum Wanderparkplatz am Zamsgatterl (1782 m). Hier war die Neumarkter Runde bereits deutlich ausgeschildert. Anfangs verlief der Aufstieg durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Latschenkiefern und weiteren Buschwerk. Langsam wurde das Gelände offener, jedoch zog nun auch immer mehr Nebel auf. Wir richteten jetzt unseren Fokus auf die (botanischen) Schätze am Boden. Für eine Weile verlief der Wanderweg beinahe eben entlang des Unterschrammbaches, danach mussten wir ein paar Serpentinen überwinden und erreichten die Wegverzweigung beim gleichnamigen Kar (ca. 2290 m). Das Unterschrammachkar wäre eigentlich ein schöner Pausenplatz, jedoch wehte ein relativ kühler Wind. So setzten wir nach einer kurzen Trinkpause unseren Weiterweg fort und liefen alsbald auf einem sehr kunstvoll angelegten Höhenweg. Mittlerweile blinzelte sogar die Sonne zwischen den Wolken hervor und endlich hatten wir eine Sicht zu den Bergspitzen und auf den türkisfarbenen Wasserspiegel vom Schlegeisspeicher. Unmittelbar vor Erreichen der neu renovierten Olperer Hütte (2388 m) fing es zu regnen an. Somit genehmigten wir uns eine Einkehr in der modern wirkenden Hüttenstube. Die Speisen auf der Olperer Hütte sind wirklich sehr gut zubereitet, ein großes Kompliment an die Hüttencrew. Langsam ließ der Regen etwas nach und wir machten uns somit an den Abstieg. Doch vor dem Abstieg gab es noch einen Sektumtrunk auf der Hüttenterrasse – Wieder einmal herrschte die einhellige Meinung, dass die Weine und Sekte der WG Wolfenweiler sehr gut schmecken :-) Der Abstiegsweg war problemlos zu begehen, leider fing es im unteren Teil etwas stärker zu regnen an. Nach einer reinen Gehzeit von gut 4 Stunden, etwa 9 Km Weglänge und 750 Höhenmeter im Auf- und Abstieg erreichten wir etwas durchnässt unsere PKW´s.

Trotz relativ guter Wetteraussichten für diesen Tag gab es erneut Regen – Wir steckten jedoch nicht den Kopf in den Sand, sondern genossen diese schöne Wanderung und freuten uns danach auf eine Runde Sauna.

 

 

26. Juli: Regentag II – Mehr Wellness als Outdoor

Das schlechte Wetter setzte sich leider fort – Trübsal blasen war auch keine Lösung. Außerdem war unsere Gruppe trotz diesen Wetterbedingungen gut gelaunt und wir machten das Beste aus diesem Regentag: Ein Teil der Gruppe fuhr in die sehenswerte Bezirks-Hauptstadt Schwaz: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwaz, andere Teilnehmer unternahmen einen (Regen)Spaziergang entlang des Wanderweges Richtung Hintertux, verbunden mit einer kleinen Einkehr. Geeint waren wir nachmittags wieder im schönen Wellness-Bereich unseres Hotels.

Beim Abendessen mit anschließenden Beisammensein in der Hotelbar beschlossen wir diesen (Nichtwander)Tag.

 

 

27. Juli: Höhenweg Plauener Hütte - Hannemannweg

Der heutige Tag begann (ausnahmsweise) mit viel Sonnenschein, also wie geschaffen für die längste reguläre Tour der gesamten Wanderwoche. Nach einem reichhaltigen Frühstück starteten wir zu unserem Busfahr-Marathon: Von Vorderlanersbach über Mayrhofen benötigten wir ca. 1:45 Stunden für die Anreise mit dem Linienbus. Endhaltestelle und gleichzeitiger Startpunkt der heutigen Wanderung war die Staumauer beim Speicher Zillergründl (1850 m). Der Stausee wurde von der Morgensonne beschienen und strahlte in einem intensiven Blau. Gleich zu Beginn liefen wir für kurze Zeit durch einen Tunnel und nach einem leichten Anstieg zweigte der Hüttenweg zur Plauener Hütte linkerhand ab. Der Wanderweg zur Hütte war sehr gut ausgebaut und führte problemlos zur aussichtsreichen Plauener Hütte (2363 m). Wir kamen dort übrigens pünktlich zur Mittagszeit an, so dass wir dort eine größere Rast einlegten. Leider wurde es immer bewölkter und die Sonne verschwand komplett hinter einer Wolkendecke. Dennoch waren wir noch sehr optimistisch gestimmt, von Regen noch keine Spur. Der Weiterweg führte uns über den Hannemannweg, der sehr aussichtsreich und ohne Höhenverluste die steilen Hänge traversierte. Das Panorama zu den Bergspitzen rund um das Zillergründl war trotz der starken Bewölkung immer noch sehenswert. Beim „Seekar“ (2475 m) erreichten wir den höchsten Punkt der Tour, wo auch gleichzeitig der Abstieg begann. Beim „Oberboden“ war das steilste Stück vom Abstieg geschafft. Der idyllisch gelegene Karboden ist die ideale Location für einen Umtrunk – Gesagt getan, unser Organisator spendierte wieder einen feinen Sekt der WG Wolfenweiler. Leider fing es just in dem Moment nach dem Umtrunk zu regnen an. Nachdem wir uns und unsere Rucksäcke regenfest gemacht hatten, liefen wir weiter. Der folgende Abstieg zum Stausee war glücklicherweise sehr moderat, dennoch waren einzelne Steine aufgrund des Dauerregens mittlerweile sehr nass geworden. Bei der Hohenaualm (1869 m) erreichten wir den breiten Wirtschaftsweg am Seeufer. Dennoch zog sich der Rückweg zur Staumauer in die Länge, vor allem aufgrund des immer stärker werdenden Regens. Ziemlich durchnässt fuhren wir wieder mit dem Bus zurück nach Vorderlanersbach. Die Zahlen zu dieser Wandertour: Streckenlänge: 16 Km, 700 Höhenmeter im Auf- und Abstieg, wir benötigen ca. 5,5 Stunden. Trotz dem Dauerregen ab Ochsenboden waren wir uns alle einig, dass diese Wanderung absolut lohnenswert war.

 

 

28. Juli: (Versuch) Hoher Riffler (3231 m)

Es klingt auf dem ersten Blick wirklich etwas ungewöhnlich, dass am letzten Tag einer Wanderwoche der Ruhetag stattfand. Allerdings war für diesen Tag etwas besseres Wetter gemeldet und fakultativ stand die längste Bergtour der gesamten Wanderreise auf dem Programm: Eine ca. 8stündige Besteigung des Hohen Rifflers (3231 m) – Höchster Wandergipfel im Zillertal. An diesem „Event“ nahm nur ein Teil der Gruppe teil, die anderen Reiseteilnehmer legten wirklich einen Ruhetag ein oder unternahmen auf eigene Faust eine kleinere Bergwanderung.

Wir konnten bereits um 6:00 Uhr frühstücken und starteten somit gegen 7:00 Uhr zu unserer Tour zum Hohen Riffler. Zuerst erwartete uns die bereits bekannte Anfahrt entlang der Mautstraße bis zum Schlegeisspeicher. Direkt beim Parkplatz bei der Staumauer (1782 m) stellten wir unser Auto ab. Der Wanderweg zum Friesenberghaus zog sich in die Länge und war deswegen am Anfang nicht sehr steil. Die Morgensonne hüllte die noch verschlafen wirkende Bergwelt in ein sehr intensives Licht und sorgte natürlich für einige spektakuläre Fotomotive. Das sind die Momente, für die sich das frühe Aufstehen lohnt! Nach einiger Zeit war unser Gipfelziel zum ersten Mal sichtbar – Die an diesem Tag schneebedeckte Pyramide des Hohen Rifflers. Die letzte Wegetappe zum gemütlichen Friesenberghaus (2498 m) verlief etwas steiler, doch der Weg war mustergültig angelegt und somit ohne größere Anstrengung zu begehen. Beim Friesenberghaus genehmigten wir uns einen Kaffee, danach machten wir uns an den Gipfelaufstieg. Gleich hinter der Hütte wurde das Gelände felsiger, anstatt über Bergwiesen verlief der Weg jetzt größtenteils durch ein wildes Blockgelände. Auf einer Höhe von ca. 2648 Metern erreichten wir den Sattel zwischen Hohen Riffler und Petersköpfl. Wir bogen natürlich linkerhand ab, der Weg wurde immer steiler und war aufgrund vom Neuschnee der letzten Tage teilweise sehr rutschig. Irgendwann, auf einer Höhe von ca. 2900 Metern, fassten wir den Entschluss, schweren Herzens umzudrehen. Teilweise lag mehr als 30 cm Neuschnee zwischen den einzelnen Felsblöcken. Ein Fehltritt hätte in diesem Gelände fatale Folgen gehabt. So stiegen wir abwärts bis zur Verzweigung und als kleines Trostpflaster bestiegen wir von dort in wenigen Minuten das Petersköpfl (2679 m). Zahlreiche Steinmänner schmückten das breite Gipfelplateau, besonders bemerkenswert ist auch die reichhaltige hochalpine Flora an der Nordseite des Berges. Etwas frustriert ohne Gipfelerfolg kamen wir schließlich wieder beim Friesenberghaus an, wo wir erneut einkehrten und uns ein kühles Bier gönnten. Den Abstieg zum Parkplatz legten wir in ca. 1,5 Stunden zurück.

Am Abend war die gesamte Gruppe wieder im Wellness-Bereich und natürlich später beim Abendessen geeint.

 

 

29. Juli: Heimfahrt – Abschied vom Zillertal nehmen

Leider verging unser gemeinsamer Wanderurlaub wie im Fluge. Zum letzten Mal konnten wir zusammen Frühstücken, danach gab es eine „offizielle“ Verabschiedungsrunde. Wir verabschiedeten uns sehr herzlich voneinander und freuten uns bereits jetzt auf ein Wiedersehen!

 

 

Fazit dieser Reise:

  • Wieder eine rundum gelungene Wanderreise mit sorgfältig ausgewählten Wanderungen
  • Leider machte uns das Wetter einen gehörigen Strich durch die Rechnung – 2 geplante Touren mussten wir aufgrund des schlechten Wetters absagen und auch die Besteigung des Hohen Rifflers fiel dem Neuschnee zum Opfer.
  • Die Gruppe war die Gruppe sehr harmonisch, selbst das Regenwetter konnte unsere gute Stimmung kaum trüben.
  • Trotz dem miserablen Wetter war es eine rundum gelungene Wanderwoche – Wir haben einfach das Beste aus dieser Situation gemacht und freuen uns bereits auf die nächsten Wanderreisen :-)
   
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