02.06. – 05.06.2011: Wander- und Kulturreise Thüringen

 

 

2. Juni: Wasserkuppe (950 m) - Höchster Berg von Hessen

4 Personen machten sich gemeinsam auf dem Weg in die Rhön: Unsere Anreise führte uns über Frankfurt – Hanau - Fulda bis zum Parkplatz bei der Wasserkuppe. Hier erwarteten uns strahlender Sonnenschein und eine große Anzahl an Touristen – Das Gebiet rund um den höchsten Berg von Hessen ist ein beliebtes Wander- und Ausflugsgebiet. Vom Parkplatz war es nicht weit bis zum Gipfel der Wasserkuppe. Auf dem weiträumigen Gipfelplateau stehen noch die Überreste ehemaliger militärischer Abhöranlagen, lediglich ein Radom (Radarkuppel) ist heute noch erhalten. Es war gar nicht so einfach, hier den höchsten Punkt auszumachen. Wir liefen den gesamten Gipfelbereich ab und haben somit den 950 Meter hohen Bundeslandhöhepunkt von Hessen auf alle Fälle bestiegen. An der Steinsäule mit der Infotafel („Höchster Punkt des Landkreises Fulda) gab es einen Gipfelsekt. Nach diesem Gipfeltriumph liefen wir zum nahegelegenen Fliegerdenkmal. Es ging sehr aussichtsreich durch blühende Wiesen bis zum 875 Meter hohen Pferdskopf. Von diesem Aussichtspunkt hatten wir eine traumhafte Fernsicht – In der Ferne konnten wir sogar den Großen Feldberg im Taunus erblicken. Es folgte ein kurzer Abstieg zu den beiden Guckaiseen – An diesem schönen Ort legten wir eine kleine Pause ein. Überhaupt ließen wir heute die gesamte Tour sehr gemütlich angehen. Vorbei an der Lütterquelle (Kleiner Abstecher von 250 m) ging es wieder bergan Richtung Wasserkuppe. Im unteren Teil des Weges liefen wir durch sehr üppig blühende Feuchtwiesen – Hier entdeckten wir den seltenen Schwarzen Apollo (https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Apollo). Überhaupt gibt es rund um die Wasserkuppe und in der gesamten Rhön zahlreiche Biotope mit vielen seltenen Pflanzen- und Tierarten. Nach ca. 9 Km, 330 Höhenmetern und etwa 4 gemütlichen Stunden kamen wir wieder am Ausgangspunkt an.

Link zur Onlinekarte (Kleine Abweichungen im Gipfelbereich zu unserer Tour):

https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/rhoen/geniessertour-wasserkuppe-guckaisee-und-zurueck-8-5-km/108941075

Weitere Infos zur Wasserkuppe: https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserkuppe

Nach der Besteigung des Bundeslandhöhepunktes von Hessen fuhren wir zu unserer Unterkunft „Hotel im Gisselgrund“ (http://www.hotel-gisselgrund.de) in Frankenhain, nicht unweit von den Drei Gleichen gelegen. Nach dem Bezug unserer Zimmer beschlossen wir diesen Tag bei Hausmannskost und einem lokalen Bier.

 

 

3. Juni: Großer Beerberg (983 m) - Höchster Berg in Thüringen

Nach einem reichhaltigen Frühstück fuhren wir gemeinsam nach Oberhof, einem bekannten Wintersportort im Thüringer Wald. Ausgangspunkt der heutigen Wanderung war der große Parkplatz Rondell/Rennsteiggarten, der an der Landstraße Richtung Zella Mehlis liegt. Am Anfang der Wanderung liefen wir auf dem Rennsteig (https://de.wikipedia.org/wiki/Rennsteig), es handelt sich hierbei um einen der bekanntesten Fernwanderwege in Deutschland. Gleich zu Beginn entdeckten wir den seltenen Siebenstern (https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenstern). Nach ca. 5 Kilometern erreichten wir Plänckners Aussicht, wo sich eine Aussichtsplattform befindet und mit 973 Metern auch der offizielle Gipfel vom Großen Beerberg. Gleich hinter der Aussichtsplattform zweigt ein deutlicher Pfad vom Hauptweg ab – Nach ca. 200 Metern erreichten wir das baumfreie Gipfelplateau vom Großen Beerberg (Hochmoor, Biosphärenreservat). In einer kleinen Senke entdeckten wir einen Vermessungsstein – Ist dies der höchste Punkt? Laut unserer Recherche befindet sich der exakte „Höhepunkt“ bei einem hölzernen Triangulationsdreieck. Dieses Triangulationsdreieck war keine 100 Meter vom Vermessungsstein entfernt. Wir haben nun den Bundeslandhöhepunkt von Thüringen erreicht – Zur Feier des Tages wurde die Thüringen-Fahne gehisst und es gab eine Runde Sekt zum Anstoßen. Nach diesem Gipfeltriumph liefen wir zurück zur Plänckners Aussicht. Jetzt folgten wir wieder der Markierung vom Rennsteig, nach einiger Zeit verließen wir allerdings diesen bekannten Fernwanderweg und überquerten eine Landstraße. Für längere Zeit liefen wir nun auf breiten und komfortablen Waldwegen und erreichten schließlich das Forsthaus Sattelbach. Danach war es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt der heutigen Wanderung, welchen wir nach ca. 14 Km und etwa 370 Höhenmetern erreichten.

Link zur Onlinekarte (ohne Abstecher zum Gipfel):

https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/thueringer-wald/thueringen-2011-03.-juni-grosser-beerberg-983-m-/193252438

Update: Der höchste Punkt vom Großen Beerberg (983 m) liegt vermutlich doch beim großen Vermessungsstein und nicht beim hölzernen Triangulationsdreieck (982 m). Wir haben somit am falschen Ort den „Gipfelsieg“ gefeiert, glücklicherweise aber beide Punkte besucht!

Weitere Infos über den Großen Beerberg: https://de.wikipedia.org/wiki/Großer_Beerberg

Im Anschluss an diese Wanderung unternahmen wir noch eine kleine Exkursion ins Schützenbergmoor, wo wir als Besonderheit den Rundblättrigen Sonnentau entdeckten.

Das Abendessen fiel wie bereits am Vortag sehr reichhaltig aus und wurde mit viel Liebe gekocht.

 

 

4. Juni: Naturkundliche Exkursion im Drei-Gleichen-Gebiet

Heute stand eine naturkundliche Wanderung mit einem erfahrenen Guide auf dem Programm. Treffpunkt zu dieser interessanten Führung war die Kulturscheune Mühlberg. Bei der gut 6stündigen Führung mit dutzenden Fotopausen und Erläuterungen lernten wir Natur, Geologie und zahlreiche botanische Kostbarkeiten rund um das Gebiet der Drei Gleichen kennen. In den Steppenrasen fanden wir zahlreiche Pflanzenarten aus den osteuropäischen Steppen. Unser Highlight war u. a. der Zottige Spitzkiel (https://de.wikipedia.org/wiki/Zottiger_Spitzkiel).

Unsere sehr interessante und kurzweilige Wanderung führte uns nicht nur durch die charakteristischen Steppenhänge, sondern auch durch krautreiche Laubwälder und vorbei an extensiv genutzten Äckern mit teilweise seltenen Wildkräutern.

Leider vergeht so eine naturkundliche Führung wie im Fluge – Wir kamen nach über 6 Stunden bei der Kulturscheune an und verabschiedeten uns vom sehr kompetenten Guide.

Das sagt Wikipedia zu diesem Gebiet:

„Charakteristisch für das Gebiet ist die Niederschlagsarmut. Auf engstem Raum sind hier extrem trockene Südhänge und schattig-kühle Nordhänge zu finden. Die kleinflächig wechselnden geologischen Schichten und subkontinentale Klimaverhältnisse bilden die natürliche Grundlage für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt.“ (Quelle Wikipedia)

Link zu einer ähnlichen Wanderung: https://unterwegs-petrasblog.de/2018/06/03/im-gebiet-der-drei-gleichen

Interessante Links:

https://www.geopark-thueringen.de

https://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Gleichen

 

 

5. Juni:: Besichtigung Wartburg und eine (angenehme) Heimfahrt

Am letzten Tag stand eine Besichtigung der Wartburg bei Eisenach auf dem Programm – Wir kamen in den Genuss einer knapp 2stündigen Führung, die uns auf sehr informative Weise Kultur und Geschichte dieser historisch sehr bedeutenden Burganlage vermittelte. Es versteht sich von selbst, dass wir nicht alleine unterwegs waren – Touristen aus aller Herren Länder begleiteten uns während des Rundganges durch den Burghof wie auch durch die Innenräume.

Im Anschluss unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang, im Laubwald unterhalb der Burg entdeckten wir einige interessante Pflanzen, so z. B. den Türkenbund (https://de.wikipedia.org/wiki/Türkenbund).

Weitere Infos zur Wartburg:

https://www.wartburg.de/de

https://de.wikipedia.org/wiki/Wartburg

Danach begann unsere Heimreise Richtung Süden – Wohlbehalten und ohne Stau kamen wir wieder zuhause an.

 

 

Fazit dieser Reise:

  • Jede Reise steht und fällt mit dem Wetter – Das Wetter war während der gesamten Kurzreise traumhaft schön
  • Die Gruppe war sehr homogen und harmonisch – Wir hatten auch abseits der Wanderungen viel Spaß :-)
  • Mit dem Hotel waren wir sehr zufrieden: Eine einfache Unterkunft mit einem üppigen Frühstücksbuffet und einem liebevoll gekochten Abendessen
  • Mit der Wasserkuppe (Hessen) und dem Großen Beerberg (Thüringen) konnten wir zwei weitere Bundeslandhöhepunkte erfolgreich besteigen!
  • Vielen Dank für Eure Teilnahme - Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!
   
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