08.12./09.12.12: Schnee-Wochenende im Berner Oberland

Martin Bühler aus dem Simmental hat seit Januar 2010 unzählige Touren für die Straußenclique organisiert. Neben zahlreichen Schneeschuhtouren organisierte er für uns Anfang August 2011 sogar ein verlängertes Wochenende in Zermatt mit Besteigung unseres ersten 4000er. 

Auch zu Beginn der Wintersaison 2012/13 wollten wir wieder ein Schnee-Wochenende mit Martin im beschaulichen Simmental anbieten. Unserem Aufruf sind diesmal 7 Personen gefolgt. Mit 5 Teilnehmern fuhren wir über Basel - Bern - Zweisimmen bis nach St. Stephan. Leider war die Anfahrt aufgrund der winterlichen Bedingungen etwas beschwerlicher als sonst: Kurz vor Bern war die Autobahn teilweise vereist, die Straße im Simmental schneebedeckt. Ein ganz besonderes „Erlebnis“ waren die Schneeabgänge von den über der Straße hängenden Äste und Zweige. Für wenige Sekunden fühlte man sich wie in einer Lawine - Man sah nur weiß. Etwas später als gewohnt kamen wir schließlich im Ferienlagerhaus Alpina in Matten an, wo wir bereits von Martin und den beiden Teilnehmerinnen, die mit dem Zug angereist waren, begrüßt wurden. Nach einer netten Unterhaltung und einem Begrüßungskaffee starteten wir zu unserem Winterspaziergang, der uns nach Lenk führte. Es gab reichlich Neuschnee, so dass alle Wanderwege bis auf dem breiten Weg im Talgrund schneebedeckt waren. Und auch auf diesem Weg waren einzelne Abschnitte schneebedeckt und das Weiterkommen etwas beschwerlicher. Die traumhafte Winterlandschaft, ein edles Tröpfchen der WG Wolfenweiler und interessante Unterhaltungen entschädigten für diesen Umstand. Nach einer Einkehr in einem Cafe am Ortsrand von Lenk liefen wir zurück nach Matten und konnten eine schöne Abendstimmung genießen. Reine Gehzeit ca. 3 Stunden, Kaum Höhenmeter. 

Martin zauberte ein leckeres Nachtessen für unsere Gruppe, es wurde reichlich Wein (der mit dem Wolf) getrunken und gegen später wurde Kniffel und Werwolf (http://www.reliefs.ch/werwolf.htm) gespielt. 

Nach einer erholsamen Nacht richtete Martin für uns ein leckeres Frühstücksbuffet nach Schweizer Art mit leckerem Käse, Marmelade und Zopfbrot. Danach starteten wir zu unserer geführten Schneeschuhtour, die uns vom Simmental ins Saanenland führte. Vom Ferienlagerhaus Alpina fuhren wir mit dem „Alpina-Outdoor-Bus“ der schmalen Fahrstraße von St. Stephan und Bire Richtung Altläger. Auf einer Höhe von ca. 1500 Metern war die Fahrstraße nicht mehr geräumt und somit begann hier unsere interessante Schneeschuhtour. Ein Kollege von Martin fuhr mit dem Kleinbus zurück ins Tal. Die Winterlandschaft war ein Traum, größtenteils gab es noch keine Spuren von Skitourengängern bzw. Schneeschuhtourenläufern. Allerdings war der Schnee sehr weich und auch mit Schneeschuhen sanken wir bis zu 50 cm tief ein. Trotz dem geringen Anstieg war diese Tour sehr anstrengend. Über die Almhütten bei P. 1618 erreichten wir leicht ansteigend die Almhütte bei P. 1715 m. Hier befanden wir uns am höchsten Punkt unserer heutigen Schneeschuh-Wanderung. Eine ideale Gelegenheit für eine Mittagspause, einen wärmenden Wein unserer „Stamm-Winzergenossenschaft“ und für zahlreiche Fotomotive. Wir konnten uns kaum an dieser traumhaften Winterlandschaft satt sehen. Nun ging es etwas steiler durch Tiefschnee bergab und bald erreichten wir beim Wegweiser Statt (1381 m) das Turbachtal. Anfangs liefen wir noch mit Schneeschuhe weiter, doch bald zogen wir diese aus und liefen die geräumte Straße bis zum Ortseingang von Gschaad. Hier wurden wir bereits von Martin´s Kollegen empfangen, der uns zurück nach Matten fuhr. Trotz der relativ kurzen Distanz und nur ca. 250 Höhenmetern waren wir ca. 4 Stunden unterwegs, was natürlich hauptsächlich am extrem weichen Schnee lag. 

Nach einer herzlichen Verabschiedung fuhren wir wieder nach Hause. Glücklicherweise waren die Straßen komplett frei, so dass wir ohne Zeitverzögerung wohlbehalten zuhause ankamen. 

Fazit: Wieder ein gelungenes Wochenende mit Martin, garantiert aber nicht das letzte!

 

 

09.12.12: Kleine Wanderung und Weihnachtsmarkt Ravennaschlucht (Südschwarzwald) 

Im tief verschneiten Hinterzarten haben sich 24 Leute und ein Hund getroffen um eine kleine Wanderung auf den Weihnachtsmarkt an der Ravennaschlucht zu unternehmen. Unsere Tour ging das Löffeltal hinunter immer wieder an alten Klopfsägen vorbei. Beeindruckend waren die vielen Eiszapfen, egal wo immer man sie fand. Als wir nach  gut einer Stunde den Weihnachtsmarkt erreichten haben wir ( Freigang ) für zwei Stunden vereinbart. So konnte man die einzelnen Gehöfte und die Glasbläserei besuchen sowie zum Viadukt hinauf laufen wo viele Holzlauben mit handwerklichen schönen Handarbeiten zu bestaunen waren. Viele Besucher liefen auch hinauf zum beleuchteten Pavillon von wo aus man den Weihnachtsmarkt von oben herunter bewundern konnte. Auch die Schlucht war nicht gesperrt und so wagten doch einige Besucher ein bisschen hineinzuschnuppern.

Auch einige Musikanten spielten schöne Weihnachtslieder welche zur besinnlichen Stimmung beigetragen haben. Gegen 17.00 Uhr kam die stimmungsvolle Beleuchtung des Viaduktes zur Geltung, die Bilder sprechen für sich. Auch haben wir uns den leckeren Glühwein oder alkoholfreien Punsch sowie die leckeren Snacks ob herzhaft oder süß, schmecken lassen. Einige Mitwanderer haben sich dann doch entschlossen den Shuttlebus zurück zu  nehmen und der Rest der Gruppe wollte wieder durch den tief verschneiten Winterwald nach Hinterzarten zurücklaufen. Für romantisches Licht sorgten die mitgebrachten Fackeln und einige Taschen- und Stirnlampen. Wieder in Hinterzarten angekommen trennte man sich in bester Stimmung. Einige fuhren mit dem Auto zurück, die anderen nahmen den Zug. 

Bilder von Erich:

 

 

22.12.12: Wanderung am Tuniberg

Eine Wanderung direkt vor Heiligabend, dazu das genaue Ziel bis zum Schluss noch offen und „durchwachsene“ Wetterprognosen. Kann das überhaupt etwas werden? Es kann! Wir waren an diesem Samstag vor Heiligabend 5 Personen (ungefähr die gleiche Anzahl an Personen hat aufgrund von Krankheit - wir wünschen gute Besserung - und „Verschlafen“ abgesagt).

Startpunkt unserer Wanderung, die unter dem Motto „Sportliche Weihnachtswanderung bei Freiburg“ stand, war der Parkplatz der Erentrudiskapelle oberhalb von Munzingen. Direkt von der Kapelle (http://de.wikipedia.org/wiki/Erentrudiskapelle_(Munzingen)) liefen wir den „Burgunderpfad“ Richtung Attilafelsen. In den Reben fanden wir die letzten blühenden Pflanzen, durch den Sonnenschein hatten wir ideale Lichtverhältnisse zum Fotografieren. Ungefähr nach ca. 1 Kilometer bogen wir linkerhand ab und machten einen kleinen Abstecher zum höchsten Erhebung am gesamten Tuniberg (314 m). Die Fernsicht vom Schweizer Jura über die Vogesen bis zu den Schwarzwaldbergen war trotz der „bescheidenen“ Höhe des Tunibergs phänomenal. Bald erreichten wir wieder den regulären Wanderweg und wanderten jetzt zum Attilafelsen (http://www.badische-seiten.de/bild/niederrimsingen/attilafelsen.php), dessen Name als Reblage den Weinkennern ein Begriff sein dürfte. Hier machten wir eine kleine Trinkpause und liefen über den Tuniberghöhenweg nach Merdingen weiter. Nun eröffnete sich uns eine schöne Sicht zum nahegelegenen Kaiserstuhl und Richtung Breisach mit dem gut erkennbaren Münsterberg. Im Ortskern von Merdingen liefen wir direkt auf die Pfarrkirche St. Remigius zu. Eine Besichtigung dieser schönen Kirche: http://www.badische-seiten.de/merdingen/pfarrkirche.php ist einfach ein Muss! Nach Überqueren der Hauptstraße kamen wir an einer Konditorei mit einem kleinen Cafe vorbei. Obwohl die Ladenbesitzerin gerade Feierabend machten wollte, warf sie nochmals für uns die Kaffeemaschine an. Wir bedanken uns an dieser Stelle für den freundlichen Service der Bäckerei Landmann ;-) Wir gingen noch einige hundert Meter der Stockbrunnenstraße weiter und bogen dann rechterhand ab (regulärer Wanderweg). In der Nähe des „Tuniberger Kreuzes“ erreichten wir wieder den Höhenrücken des Tuniberges. Jetzt verließen wir den offiziellen Wanderweg und orientierten uns an der Straße Merdingen - Waltershofen. Hier liefen wir parallel zur Straße weglos in den Reben bis zur Abzweigung bei Wippertskirch. Die Etappe direkt an der Straße Richtung Opfingen war das „unangenehmste“ Wegstück der gesamten Tour. Kaum zu glauben, wie viel Verkehrt es auf solch einer kleinen Straße hat! Beim Opfinger Aussichtsturm machten wir nochmals eine kleine Rast und hatten dabei eine schöne Sicht Richtung Schwarzwald. Die Bewölkung wurde immer dichter, doch noch blieb es trocken. Vom Aussichtsturm liefen wir den gelb markierten Wanderweg nach Opfingen und direkt weiter nach Tiengen. Am Ortsrand von FR-Tiengen erwischte es uns: Die gegen Nachmittag prognostizierten Regenfälle setzten ein, glücklicherweise nicht so stark wie angekündigt. Kurz am Ende der Wanderung, direkt beim Gerätehaus des Winzervereins Munzingen, gab es die mittlerweile bekannte Überraschung von Jochen: Einen Wein der WG Wolfenweiler und passend zur Weihnachtszeit leckere Spekulatius. Bei glücklicherweise nur leichten Regen erreichten wir dann wieder den Ausgangspunkt Erentrudiskapelle. 

Die Wanderstrecke betrug ca. 19 Km bei einer reinen Gehzeit von etwas weniger als 4 Stunden. Somit war das Lauftempo etwas schneller, allerdings hatte die Wanderung nur ca. 250 Höhenmeter.

Nach einer netten Verabschiedung nahm ein schöner (Vorweihnachts)Wandertag sein Ende.

 

 

23.12.12: „Verdauungsspaziergang“ in Kenzingen (Breisgau)

Nach unserem Weihnachtsbrunch im Haferkasten mit 40 Teilnehmern, einem sehr leckeren Eurofrühstücks-Buffet und netten Unterhaltungen unternahmen 9 Personen noch einen kleinen Spaziergang in den Reben oberhalb der Breisgauer Kleinstadt Kenzingen.

Am Tag vor Heiligabend hatten wir eher frühlingshaftes Wetter mit Temperaturen von knapp 15 Grad. Wir genossen die schöne Fernsicht zum Kaiserstuhl und zu den schneebedeckten Vogesen. An einer blühenden Christrose entdeckten wir sogar einen Biene. Eigentlich passt dieses Bild eher zu einem Vorfrühlingstag als zum Tag vor Weihnachten.

Nach einer knappen Stunde kamen wir wieder am Parkplatz beim Haferkasten an.

Wir verzichten diesmal auf einen ausführlichen Bericht und lassen einfach mal die Bilder sprechen:

 

 

31.12.12/01.01.13: Silvester im Berner Oberland 

Für Silvester 2012 stand etwas ganz besonderes auf dem Programm: Wir feierten gemeinsam mit unserem „Haus-Bergführer“ Martin den Jahreswechsel im Simmental. 

Für diese ganz besondere und in dieser Form noch nie angebotene Silvesterfeier der Straußenclique waren wir insgesamt 18 Personen (und 1 Hund). Leider konnten wir nicht alle Anmeldungen berücksichtigen, 7 Personen konnten wir nur auf unsere Warteliste setzen. Es tut uns leid, dass diese Teilnehmer nicht an dieser Unternehmung teilnehmen konnten. Kopf hoch, vielleicht klappt es im nächsten Jahr. 

Bei traumhaften Wetter und vorfrühlingshaften Temperaturen fuhren wir in das uns mittlerweile sehr vertraute Simmental. In St. Stephan-Matten wurden wir bereits von Martin empfangen. Nach einer kurzen Begrüßung fuhren wir gemeinsam zum Gasthof Alpenrose, welcher sehr idyllisch im Färmeltal liegt. Das Einchecken ging diesmal sehr schnell, da wir etwas unter „Zeitdruck“ standen: Wir wollten rechtzeitig zum Sonnenuntergang auf dem Berg stehen. Ausgangspunkt unserer Sonnenuntergangs-Schneeschuhtour war der Fahrweg zur Siedlung Rüti kurz nach der Abzweigung dieser Straße vom Färmeltal. Wir parkierten unsere Fahrzeuge gleich bei der ersten Kurve. Der erste Teil der Strecke legten wir ohne Schneeschuhe zurück - Wir konnten bereits jetzt eine schöne Sicht zum Albristhorn bewundern. Nach Erreichen der baumfreien Fläche bei einem Berghof (ca. bei P. 1467 m) schnallten wir unsere Schneeschuhe an, die dort bereits vor unserer Tour von Martin deponiert wurden. Nur ca. 50 Höhenmeter später, bei einer kleinen Almhütte, wartete schon die erste Überraschung auf uns: Eine leckere Schneebar mit Weißwein aus der Romandie, Wurst und Käse und heißen Punsch. Wir waren sehr begeistert, genossen den Apéro in einer atemberaubenden Umgebung. Die Sonne ging langsam unter und tauchte den Himmel in ein imposantes Abendrot. Das Albristhorn nahm ebenso einen rötlichen Farbton an. Genauso beeindruckend war das Lichtermeer von Link und die totale Einsamkeit und Ruhe inmitten dieser winterlichen Berglandschaft. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit liefen wir weiter. Aufgrund der „weißen Pracht“ und dem Vollmond war eine Stirnlampe nur im Wald erforderlich. Beim Wegweiser Dachboden (1573 m) stiegen wir direkt bis zur Alpenrose ab. Die Schneeschuhtour war diesmal recht kurz - Reine Gehzeit vielleicht 2,0 Stunden bei knapp 250-300 Höhenmetern. Diesmal standen aber eindeutig der Genuss und das „Eventerlebnis“ im Vordergrund! 

Nach der Tour gab es ein leckeres Käsefondue nach Art des Hauses mit Salat und Dessert. Das Fondue schmeckte uns allen sehr, es war einfach traumhaft zubereitet. Der Abend im Gasthof war sehr unterhaltsam, es entwickelten sich sehr lebhafte und lustige Gespräche. Kurz vor Mitternacht gingen wir raus und stießen mit Sekt auf das neue Jahr 2013 an. Die Ruhe im idyllischen Färmeltal war sehr angenehm: Keine Menschenmassen auf der Straße und nur 1-2 Raketen wurden im ganzen Tal gezündet. Bald danach gingen wir uns Bett und erholten uns vom letzten Tag im alten Jahr. 

Der Neujahrstag begann mit einem Spaziergang von der Alpenrose bis Matten. Wir liefen allerdings nicht die Fahrstraße ins Tal, sondern bogen bald linkerhand auf den Wanderweg (alte Färmelstraße) ab. Dieser Wegabschnitt war absolut lohnenswert: Interessante Gesteinsformationen, ein Wildbach und Eiszapfen in allen Formen und Variationen. Am Ortsrand von Matten kamen wir bei der Brätlistelle (hochdeutsch: Grillplatz) vorbei, wo bereits Martin wieder am werkeln war: Er hatte den Unterstand auf der Vorderseite mit durchsichtigen Planen abgedeckt, einen Heizofen aufgestellt und für uns ein vielfältiges Frühstückbuffet gezaubert. Wir haben uns sehr über diese Überraschung gefreut. Nachdem wir ausgiebig gefrühstückt hatten, fuhr unser Guide mit den Autofahrern zurück zur Alpenrose. Vor der Heimreise hatten wir noch Gelegenheit, leckeren Alpkäse in der Ortsmitte von Matten zu kaufen. Ein ganz besonderes Erlebnis war eine „Neujahrs-Geburt“ - Wir waren live bei der Geburt eines Kalbes dabei. 

Danach verabschiedeten wir uns herzlich voneinander und bedankten uns bei Martin für die tolle Organisation. O-Ton eines Teilnehmers: „Solch ein tolles Silvester-Event kannst du in keinem Katalog buchen“. 

Wir wünschen den Teilnehmern der Straußenclique alles Gute für 2013!

 

01.11.12: Herbstwanderung in Rebland und Waldrand (Markgräflerland) 

An Allerheiligen trafen sich dreizehn gutgelaunte Feiertagswanderer bei leicht bewölktem Himmel in Badenweiler auf dem Schlossplatz. Ein kleines Zwischenhoch kam uns sehr gelegen und wir begannen die Wanderung auf dem Skulpturenweg von Badenweiler nach Lipburg. In Lipburg angekommen schien bereits die Sonne und in bester Stimmung ging's weiter zum Blauenblick. Von dort wanderten wir via Hellenberg - Paradies ein Stückchen auf dem Feldberger -  Dichterwegli zum Stalten (alles oberhalb von Müllheim - Feldberg gelegen) und machten dort mit schöner Aussicht auf das Eggenertal unsere erste (Vesper-) Pause. Danach ging's wieder bergab in Richtung Gennenbach und dann gleich wieder hinauf zum Steinenkreuzle. Inzwischen wehte der Wind böig, sodass wir den Rundblick nur kurz genossen. Nach kurzem Abstieg wanderten wir vorbei am Hörnli in Richtung Sehringen, mit der von Westen herannahenden Regenfront im Rücken, und mit den letzten Sonnenstrahlen dieses Tages am windgeschützten Waldrand angekommen, sorgte Jochen mit einem guten Tropfen wieder für die 'Moral der Truppe'. Danach gingen wir nebst einer kurzen Einkehr auf direktem Weg im schützenden Wald nach Badenweiler zurück und kamen dort ehe der Regen einsetzte an.

Buchtipp: Gustav Faber - Badenweiler, ISBN 3-921340-17-9

Bilder von Jochen:

Bilder von Thomas:

 

 

18.11.12: Rundwanderung bei Freiamt (Mittlerer Schwarzwald)

Bei unserer genussvollen Spätherbstwanderung rund um Freiamt waren wir insgesamt 38 Personen und 2 Hunde, die sich am Kurhaus in Freiamt trafen. Ungefähr die Hälfte der Teilnehmer kamen aus der Ortenau, die andere Hälfte aus Freiburg und Umgebung. Nach einer netten Begrüßung und dem obligatorischen Gruppenfoto liefen wir bei strahlendem Sonnenschein und für Mitte November sehr milden Temperaturen los. Wenige Meter oberhalb vom Parkplatz bogen wir beim Wegweiser „Am Herrwald“ (422 m) rechterhand ab und folgten konsequent der gelben Raute hinunter bis Freiamt Sägplatz (348 m), wo sich auch das Rathaus der Gemeinde Freiamt befindet. Nach einem kurzen Aufstieg durch einen lichten Wald erreichten wir die Burgruine Keppenbach (455 m). Hier machten wir unsere erste Pause, genossen die Sicht runter zum Ortsteil Sägplatz, außerdem erzählte unser Wanderführer etwas zur Geschichte dieser Burg (http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Keppenbach). Der Weiterweg führte uns im Wechsel mal durch Wald, mal über aussichtsreiche Höhen bis zum Wegweiser „Glasig Sandgrube“ (446 m). Danach ging es bergab an den Soldatengräbern (http://www.badische-seiten.de/freiamt/soldatengraeber-kloster-tennenbach.php) vorbei. Auch hier erzählte uns Jochen etwas über die Geschichte dieser Soldatengräber. Nach einem kurzen Weiterweg, vorbei an einem Teich mit einem echten (Holz)Krokodil, erreichten wir die ehemalige Klosteranlage Tennenbach (260 m) mit der heute noch existierenden Kapelle (http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Tennenbach). Pünktlich zur Mittagszeit machten wir hier unsere große Pause. Danach folgten wir für wenige hundert Meter der Straße nach Emmendingen und bogen dann rechterhand dem markierten Wanderweg in die Lange Au ein. Leider verlief dieser Wegabschnitt auf einem breiten Waldweg im Schatten. Für die Jahreszeit waren die Temperaturen dennoch relativ angenehm. Bei einer großen Wegekreuzung nahmen wir den unmarkierten Weg, der leicht linkerhand anstieg, den sog. „Bruderhäusledobelweg“. Beim Brüderhäusle stießen wir wieder auf den mit der gelben Raute markierten Weg, der uns nach wenigen Minuten (steiler Anstieg) zum Stilzer Fritz (382 m) führte. Hier hielten wir uns links, von nun an liefen wir auf dem Panoramaweg bis nach Ottoschwanden. Nach wenigen hundert Metern kamen wir am Waldrand mit einer Bank an. Hier hatten wir eine schöne Aussicht über die gesamten Berge des Hochschwarzwaldes - Blauen, Belchen, Schauinsland und Feldberg waren in der Ferne zu erkennen. Zur Feier des Tages gab es eine  Überraschung für die Gruppe: Heidi und Jochen spendierten 3 Flaschen Sekt für die ganze Gruppe. Danach liefen wir die meiste Zeit sehr aussichtsreich, begleitet von der milden Abendsonne über die Ortsteile Nußbach (430 m) und Ottoschwanden (430 m), zurück zum Kurhaus Freiamt. Das weiche Abendlicht, das liebliche Grün der Wiesen und das bunte Herbstlaub sorgten für traumhafte Landschaftsaufnahmen.

Die reine Wanderzeit betrug ca. 4 Stunden, bei 16,3 Km und einem Höhenunterschied von 460 m, die sich allerdings sehr gut auf die ganze Strecke verteilten. Insgesamt waren wir ca. 5,5 Stunden „auf Achse“.

Unsere Schlusseinkehr fand im Restaurant im Kurhaus statt.

Gegen 17:30 Uhr verabschiedeten wir uns voneinander und fuhren nach Hause.

Fazit: Es war eine sehr abwechslungsreiche Spätherbstwanderung mit reichlich Kultur und schönen Ausblicken. Diesmal stand eindeutig der Genuss im Vordergrund und nicht die sportlichen Ambitionen.

Heidi und Jochen bedanken sich bei allen Mitwanderern für diesen schönen Tag!

Link zu Googlemap: https://maps.google.de/maps/ms?msid=201544533280484785134.0004cf5699ea4b833074a&msa=0&ll=48.163337,7.890072&spn=0.057364,0.10849

Bilder von Jochen:

 

 

24.11.12: Nachtwanderung vom Kandel bis Denzlingen (Mittlerer Schwarzwald)

Diese Nachtwanderung von Uwe führte uns vom Kandel (1241 m), dem höchsten Gipfel im Mittleren Schwarzwald, hinunter nach Waldkirch und weiter über Buchholz zurück nach Denzlingen. Dieses Mal fällt der Wanderbericht etwas kürzer aus, allerdings nicht, weil der Verfasser des Textes heute faul ist, sondern weil wir einen Teil der Strecke auf nicht markierten Wegen liefen. Als „Ersatz“ für eine ausführliche Wegbeschreibung laden wir diesmal den Track dieser Wanderung in Googlemap hoch. 

Nun aber erst mal der Reihe nach: 17 Personen trafen sich um 15:00 Uhr am Bahnhof in Waldkirch. Mit dem Linienbus fuhren wir gemeinsam über Glottertal und St. Peter bis zur Bushaltestelle am Kandel. In wenigen Minuten liefen wir zum höchsten Punkit (1241 m) mit seiner auffälligen Gipfelpyramide. Das Panorama über die Rheinebene, Vogesen und die zahlreichen Höhenzüge des Schwarzwaldes war überwältigend. In der Ferne konnten wir sogar die Alpen erblicken. Wir genossen den imposanten Sonnenuntergang, das Abendrot und die schöne Abendstimmung. Wir hätten noch lange auf dem Gipfel verweilen können, doch die lange Nachtwanderung stand erst noch bevor. Vom Gipfel ging es bis zur Gustav-Beck-Hütte (1020 m), danach folgte der lange Abstieg Richtung Sinsbach. Nach einiger Zeit folgte nochmals ein kurzer Gegenanstieg zu einem schönen Aussichtspunkt über das nächtliche Lichtermeer oberhalb Altersbach. Bald erreichten wir die gleichnamige Gaststätte (475 m). Danach kamen wir an den ersten Häusern von Waldkirch vorbei und kurz danach erreichten wir die Innenstadt. Knapp der Hälfte der Gruppe verabschiedete sich von uns und fuhr mit dem Zug nach Denzlingen zurück. Die anderen Mitwanderer liefen weiter bis zum Waldkircher Ortsteil Buchholz, wo wir im Gasthaus „Zur Straußi“ einkehrten. Gut gestärkt begann dann schließlich die Schlussetappe über Felder und später durch Wohngebiete zurück zum Bahnhof Denzlingen. 

Wir waren insgesamt 5,5 Stunden (reine Gehzeit) unterwegs, bei einem Abstieg von 1120 Metern und einen Aufstieg 120 Metern, die Wegstrecke betrug 24,3 Km. Somit eine wahrlich sportliche Wanderung! 

Link zu Googlemap: https://maps.google.de/maps/ms?msid=201544533280484785134.0004cf561207dc040c0d1&msa=0&ll=48.092069,7.969208&spn=0.114888,0.21698 

Bilder von Jochen:

 

03.10.12: Blauen - Herbstwanderung (Südschwarzwald) 

Acht hoffnungsfrohe Feiertagswanderer trafen sich an diesem Tage mit 'akademischem Viertel' Verspätung in Badenweiler vor dem Hotel Römerbad. Wir ließen es erst einmal ruhig angehen mit einem Cappuccino im Cafe-Grether und erwarteten das Ende des Regenschauers. Die ersten Meter der Wanderung führten dann durch den Schlosspark hinauf zur 'Schutzhütte Sophienruhe' (522 m.ü.M.), wo wir einen ersten Ausblick auf Badenweiler nebst Burgruine und das Klemmbachtal genossen. Weiter ging's vom Fuße des Blauen hinauf zum Alte-Mann-Fels (652 m.ü.M. ebenfalls mit einer Schutzhütte) und weiter zum Prinzensitz (700 m.ü.M., benannt nach Friedrich I. von Baden (1852-1856 Prinzregent und 1856-1907 Großherzog) mit Ausblick auf Lipburg und das Rheintal bis hinüber zu den Vogesen und dem Schweizer Jura. Nach kurzer Rast wanderten wir (stellenweise im Nebel) weiter hinauf vorbei am Musbachfelsen (853 m.ü.M.) bis zur Wanderwegkreuzung 'Schöne Aussicht' (845 m.ü.M.), wo wir unsere Vesperpause abhielten und Jochen uns mit seinem Feigenlikör aus Bosnien erwärmte. Solchermaßen gestärkt ging's dann wieder talwärts in Richtung Sehringen, wobei sich auch manchmal die Sonne blicken ließ und wir Ausblicke ins Lipburger-Tal genossen. In Sehringen machten wir dann eine Kaffeepause auf der Sonnenterrasse vom 'Grünen Baum', wo einige von uns sich für den vorzüglichen Apfelkuchen entschieden haben. Leider war danach die Zeit schon sehr vorangeschritten, so dass wir die Wanderung abkürzten und auf dem 'Sehringer Weg' oberhalb von Hausbaden direkt nach Badenweiler zurück gingen und uns dort in fröhlicher Stimmung voneinander verabschiedeten.

Bilder von Jochen:

 

 

15.10.12: „Ersatzwanderung“ am Schönberg (südlich Freiburg)

Eigentlich war für diesen Sonntag einer unserer Wanderklassiker geplant - Eine Wanderung in der Wutachschlucht von der Wutachmühle bis zur Schattenmühle. Doch das Jahr 2012 ist förmlich ins Wasser gefallen, selbst der ansonsten so goldene Oktober ist dieses Jahr eher grau und trüb. Auch die Wetteraussichten für diesen Sonntag waren ziemlich durchwachsen. Aus diesem Grund mussten wir leider die Tour in der Wutachschlucht absagen. Nun war guter Rat teuer - Ein Ersatz war schnell gefunden: Wir unternahmen eine kleine Wanderung von Ebringen auf den Schönberg. Wohl aufgrund der Wetterprognosen waren wir 6 Mitwanderer, eine weitere Teilnehmerin begrüßte uns am Ausgangspunkt, konnte aber leider aus Zeitgründen nicht mitwandern. Vom Rathaus Ebringen ging es anfangs durch die Reben Richtung Schneeburg. Überraschenderweise hatten wir gar kein so schlechtes Wetter erwischt: starke Bewölkung, welche durch ein paar Sonnenstrahlen und die bunten Farben des (Wein)Laubes aufgelockert wurden. Das letzte Stück bis zur Schneeburg verlief durch einen Laubwald. Von dieser Burgruine hatten wir eine schöne Sicht über Freiburg und über das gesamte Markgräflerland mit den unter uns liegenden Gemeinden Schallstadt und Ebringen. Nach einem kurzen „Abstieg“ kehrten wir im Schönberger Hof ein, wo wir uns eine Nudelsuppe, Kaffee und Kuchen oder ein Panache genehmigten. Es war diesmal wirklich eine sehr gemütliche Wanderung bzw. ein größerer Spaziergang. Das letzte Stück zum Schönberggipfel war auch relativ schnell geschafft. Auf der Gipfelwiese waren wir nicht unbedingt alleine unterwegs, dafür hatten wir nun auch einen schönen Ausblick auf die höheren Schwarzwaldberge zwischen Kandel und Belchen. Vom „Gipfel“ folgten wir der Beschilderung Richtung Berghauser Kapelle. Diese Kapelle liegt eingebettet zwischen lichten Wäldern und blumenreichen Wiesen inmitten einer wunderschönen Landschaft. Nach einer kurzen „Weinpause“ liefen wir den direkten Weg nach Ebringen zurück. Erst auf den letzten Metern bekamen wir ein paar Regentropfen ab.

Fazit(s):

  • Auch „Ersatzwanderungen“ haben ihren Reiz

  • „Wenn Engel wandern…“ - Wir hatten Riesenglück mit dem Wetter!

 

 

20.10.12: Bergtour zum Niesen (Berner Oberland) mit Picknick und Sonnenuntergang

Diese sportliche Wanderung auf den Niesen, dem Wächter zwischen Simmen- und Kandertal, war bereits im Juli geplant und musste aufgrund des widrigen Sommers 2012 mehrfach verschoben werden. Nun endlich, an diesem Samstag im Oktober, waren die Wetteraussichten vielversprechend. So war es auch nicht verwunderlich, dass wir trotz den 1650 Aufstiegsmetern 9 Personen waren, die sich morgens an der WG Wolfenweiler trafen. Nach einer schnellen Autofahrt über Basel - Bern - Thun erreichten wir die Talstation der Niesenbahn in Mülenen BE im vorderen Kandertal. Bei der Talstation (692 m) verabschiedeten wir uns von einer Teilnehmerin, die alleine bis zur Mittelstation Schwandegg fuhr und den Niesen auf eigene Faust erwandern wollte. So startete für 8 Unentwegte das sportliche Abenteuer Niesenbesteigung vom Tal aus. Hinter der Talstation schlugen wir den linken Weg Richtung Niesen ein, anfangs liefen wir durch einen dichten Wald, der aber immer wieder von Wiesen unterbrochen wurde. So hatten wir auf der einen Seite schöne Ausblicke auf den Thuner See und Richtung Sigriswller Rothorn/Niederhorn, zum anderen präsentierte sich dieser Herbsttag mit seinen sehr üppigen Farben - Das Laub der Bäume strahlte goldgelb. Beim Unterqueren der Schienentrasse der Niesenbahn wählten wir den rechten Abzweig, sprich die nicht so steile Variante. Beim Wegweiser Rölleren (1350 m) bogen wir links ab und erreichten bald die freien Weidenflächen, die uns zum ersten Mal eine schöne Sicht zu den schneebedeckten Bergen der Berner Hochalpen ermöglichten. Bei Schlächtenwald (1436 m) führte uns ein etwas steileres Wegstück zu einer freistehenden Almhütte beim P. 1568 m. Hier machten wir unser Zmittag in der warmen Oktobersonne. Direkt hinter der Hütte verließen wir den markierten Wanderweg und folgten linkerhand dem schmalen und unmarkierten Pfad, bis wir nach wenigen Minuten wieder den regulären Wanderweg erreichten, der von der Mittelstation Schwandegg (1666 m) zur Alp Oberniesen (1813 m) führte. Bei dieser Alpsiedlung befand sich ein Brunnen, der für eine willkommene Erfrischung an diesem sommerlichen Herbsttag sorgte. Bald erreichten wir den Niesengrat, der rechterhand bis zum Gipfel führte. Dieser Wegabschnitt war ungemein abwechslungsreich: ein strahlendblauer Himmel, bräunlich gefärbte Wiesehänge mit den letzten Alpenblumen als bunte Farbtupfer und das intensive Weiß der höheren Berge. Diese Farbenpracht wurde durch die Nachmittagssonne noch verstärkt - Diese Tour war eine Entschädigung für einen verkorksten Bergsommer 2012!

Nach satten 1650 Höhenmetern und einer reinen Gehzeit von ca. 5 Stunden (wir waren sehr sportlich unterwegs) erreichten wir gegen 16:30 Uhr den Niesengipfel (2362 m). Die Rundumsicht war phänomenal, die Vorfreude auf die Abendstimmung und den Sonnenuntergang war riesengroß. Nach dem obligatorischen Gipfelfoto am tatsächlich höchsten Punkt und dem Gipfelwein der WG Wolfenweiler nahmen wir auf der Terrasse vom Berghaus Niesen Platz. Wir wurden freundlich bedient und konnten uns kaum an den phänomenalen 360Grad-Rundumsicht satt sehen. Das größte Spektakel war der Sonnenuntergang von dieser Aussichtwarte per excellence - Der Himmel Richtung Westen präsentierte sich in den verschiedensten Gelb- und Orangetönen.

Gegen 18:45 Uhr mit Einsetzen der Dämmerung fuhren wir mit der Bergbahn wieder abwärts. Glücklicherweise fährt die Niesenbahn an den Samstagen während der Sommersaison bis gegen 23:00 Uhr. Nach einer zweistündigen Autofahrt kamen wir wieder in Wolfenweiler an.

Fazit: Ein Traumtag, der selbst für den verregneten Sommer und den damit verbundenen Ausfall einiger Bergtouren entschädigt. Die 9 Teilnehmer werden wohl noch lange von dieser Tour zehren. Allerdings ist auch uns bewusst, dass dies wohl die letzte Sommer-Bergtour in diesem Jahr war. Somit ein versöhnlicher Abschluss der diesjährigen Bergwandersaison!

 

 

20.10./21.10.12: Wander-Wochenende im Berner Oberland

Nach unserer grandiosen Tour zum Niesen blieb Volker noch einen Tag länger im Berner Oberland und wollte nochmals das tolle Herbstwetter für eine weitere Bergwanderung nutzen. 

Sie dauerte ca. 6 Std. und ging bis zu einer Höhe von 1654 m. Die Strecke ging fast nur über Weidflächen, kaum Wald und somit überall beste Aussichten. Im Gegensatz zur Niesen -Tour, musste man viele wasserführende Rinnen queren, was einen besonderen Reiz ausmachte. Die Route führte von Frutigen-Oberfeld übers Chapfli, Zismaseck, Unders - Chumi, Eggweid zurück nach Frutigen - Oberfeld. Gegen 15 Uhr 30 fuhr ich dann gemütlich nach Hause, wo ich um 19 Uhr eintraf.

 

 

28.10.12: Sportliche Wanderung im Breisgau (Freiamt - Hünersedel)

Wieder einmal stand eine Wanderung im Jahr 2012 kurz vor einer Absage. Schuld war diesmal nicht ein verregneter Tag, sondern ein extrem früher Wintereinbruch Ende Oktober - Ein (Wetter)Phänomen, welches in dieser Intensität absoluten Seltenheitscharakter besitzt. Für Samstag war Dauerschneefall gemeldet, so haben wir die Tour spontan auf Sonntag verlegt. Für diesen Tag war zwar kein Niederschlag gemeldet, außerdem bestand etwas Hoffnung auf Sonnenschein, ungemütlich kalt war es trotzdem.

Wohl aufgrund der äußeren Umstände und der spontanen Terminänderung trafen sich „nur“ 5 winterressistente Personen und ein Hund vor dem Feuerwehrgerätehaus in Freiamt-Brettental. Vor dem Tourenstart genehmigten wir uns einen Kaffee in der Ludinmühle (www.ludinmuehle.de)

Zu Beginn liefen wir ca. 50 Meter auf der Hauptstraße westwärts und bogen dann linkerhand beim Wegweiser „Brettental Kirche“ (445 m) ab. Von Anfang an waren wir von den enormen Schneemassen in dieser Höhenlage überrascht - Es waren ca. 5-10 cm Neuschnee auf 450 Metern Höhe! Bereits nach kurzer Zeit erreichten wir einen winterlichen Laubwald. Uns bot sich ein seltenes Schauspiel: Die herbstlich gefärbten Bäume waren von Neuschnee bedeckt. Normalerweise sind im Winter die Blätter unterm Schnee, doch diesmal war es umgekehrt: Auf dem Schnee lagen lauter bunte Blätter. Eigentlich ein schönes und seltenes Schauspiel - Jedoch hatten die Bäume ganz schön unter der schweren Last zu leiden, des öfteren sahen wir durch Schneebruch umgeknickte Laubbäume. Bei der Molchenwaldhütte (610 m) legten wir eine kleinere Trinkpause ein. Danach folgte noch ein kleiner Aufstieg im winterlichen Wald und alsbald erreichten wir eine freie Hochfläche mit den bekannten Windrädern. Die Aussicht war heute leider sehr bescheiden, außerdem pfiff ein eisiger Wind auf dem Plateau von Scheerberg und Schillinger Berg. Zum Glück gelangten wir kurz nach der Weggabelung „Scheerberg“ (692 m) in den Windschutz eines geschlossenen Waldes. Fast ohne Anstieg auf einem breiten Waldweg erreichten wir die überdachte Schutzhütte Hohe Eck (698 m), wo Zeit für unsere Mittagspause war. Nach etwas mehr als einem Kilometer erreichten wir das Wanderheim Kreuzmoos (730 m), wo wir uns einen Kaffee, einen riesigen Kuchen bzw. ein Panache genehmigten. Diese Gaststätte wird vom Team der Ludinmühle bewirtschaftet. Wir wurden sehr freundlich bedient und kamen sogar mit dem Seniorchef ins Gespräch. Danach setzten wir den Weiterweg zum Hünersedel, dem Höhepunkt der heutigen Tour, fort. Bald erreichten wir den 744 m hohen Gipfel, der ein imposanter Aussichtsturm aus dem Jahr 2004 schmückt. Die Fernsicht von diesem Turm hielt sich am heutigen Tag in Grenzen. Als Gipfel-Überraschung gab es diesmal wieder einen Sekt der WG Wolfenweiler. Danach machten wir uns an den Abstieg, der uns auf der anderen Seite des Berges über einen schmalen Pfad bis zur Wegverzweigung „Heiberich“ (590 m) führte. Wir blieben auf dem mit der blauen Raute markierten Wanderweg und kamen bei einem Steinbruch (601 m) vorbei. Bei „Schönwasen Grenzstein“ (545 m) nahmen wir den direkten Weg zurück nach Brettental. Die Schlusseinkehr erfolgte wieder in der Ludinmühle, wo wir mit einer leckeren Kürbissuppe bzw. Riesenportionen Kuchen verwöhnt wurden.

Die Wegstrecke betrug ca. 14 Km, Höhenunterschied 400 Meter und die reine Gehzeit etwas weniger als 4 Stunden. Wir legten allerdings recht viele Pausen ein, außerdem widmeten wir uns an diesem Tag ausgiebig der „Wirtschaftskunde“, d. h. wir sind 3mal eingekehrt. Dies lag natürlich auch an den winterlichen Temperaturen.

Link zu Googlemap: https://maps.google.de/maps/ms?msid=201544533280484785134.0004cf56fd342ac3c5508&msa=0&ll=48.179823,7.980881&spn=0.114692,0.21698

 

16.09.12: Wanderung - Rothaus nach Grafenhausen (Südschwarzwald) 

Bei herrlich spätsommerlichem Wanderwetter trafen sich 29 Straußis und ein Hund am Heimatmuseum Hüsli in Rothaus. Gut gelaunt machten wir uns auf den Weg zur Schaffhauser Säge. Der Name der Säge erinnert daran, dass Papst Urban II. Grafenhausen im Jahr 1095 dem Kloster Allerheiligen bei Schaffhausen schenkte. Heute  unterstehen die Wälder zwar deutscher Staatshoheit, betreut werden sie jedoch wie vor Jahrhunderten von Schweizer Förstern. Weiter gings dann an dem Flüsschen Mettma entlang das schmale Tal hinauf zur ehemaligen Siedlung Lanzenfurt. Leicht bergab, immer am Wildbach Mettma entlang, kamen wir nach kurzer Zeit an die Heidenmühle, welche heute noch als Sägewerk genutzt wird. Nach überqueren der Strasse begann dann unser steiler Anstieg hinauf zum aussichtsreichen Höhendorf Buggenried. Wir hatten Glück und konnten leicht versteckt im Dunst die Schweizer Alpen erkennen. In Buggenried machten wir eine längere Kaffee-Vesperpause um frisch gestärkt unsere Tour in den Luftkurort Grafenhausen fortzusetzen. Dieser Ort liegt idyllisch eingebettet in einem bäuerlich geprägten Hochland. Das Kirchdorf ist eine Gründung der Grafen von Nellenburg (11. Jh.). Die gelbe Raute führte uns von hier weiter nordwärts durch das aussichtsreiche Hochland zum Wald-Moorsee Schlüchtsee. Von dort gings immer am See entlang, an schön geschnitzten Märchen- und Fabelfiguren vorbei , zurück zum Ausgangspunkt Hüsli in Rothaus. Auch die Pilzsammler in unserer Gruppe hatten einige schöne Exemplare in ihrem Rücksack, wie z.B. Steinpilz, Pfifferling etc. Die Schlusseinkehr machten wir in der Rothaus-Brauereigaststätte bei deftiger Mahlzeit und leckeren Bierchen.

Bilder von Erich und Harald:

 

 

23.09.12  Auf einsamen Wegen durch den Nordschwarzwald 

Zu dieser sehr kurzfristig angekündigten und für Frühaufsteher gedachte Tour haben sich drei Leute gefunden die an dieser Wanderung teilnahmen. Mit dem Zug ging es über Offenburg nach Achern, das Reststück fuhren wir mit dem Bus zum Mummelsee. Dort angekommen ging es zu unserem ersten Ziel “Kaffeetrinken im neuen Mummelseehotel”.  Auf dem Westweg folgend liefen wir zum Hornisgrinden-Plateau, dem höchsten Punkt des Nordschwarzwaldes mit einer wunderschönen Hochmoorlandschaft. Den ersten Aussichtsturm konnten wir leider nicht besteigen weil er um diese Uhrzeit noch geschlossen war, auf dem folgenden Bismarkturm hatten wir eine tolle Aussicht. Neu angebrachte Hinweistafeln auf dem Turm haben uns die umliegenden Berge und Ortschaften  gezeigt. Weiter ging es auf einem schönen  Holzsteg durch das Hochmoor. Auch den höchsten Punkt von Württemberg den “Dreifürstenstein” (1154m Ü. NN)  haben wir besucht. Auf dieser Höhe von ca. 1100m hingen die Heidelbeersträucher noch voll mit reifen Beeren.  Mit dunkelblauen Lippen ging es dem “Seensteig” folgend auf sehr abwechslungsreichen und einsamen Pfaden zum Schurmsee-Blick. Nach einer schönen Rast auf einer “Relaxliege” stiegen wir zum Schurmsee ab. Nach einer Promenadenrunde um den See ging es weiter abwärts zu unserem Tagesendziel  “Schönmünzach”. Nach  kurzer Wartezeit ging es mit dem Eilzug durchs obere Murgtal nach Freudenstadt und von dort über die Kinzigtalstrecke wieder nach Hause. 

Bilder von Hubert: https://plus.google.com/photos/114488366491269601700/albums/5791793120304218065?authkey=CMK2tM6WmInvoQE

 

 

30.09.12: Wanderung in den Hochvogesen (SCHLUCHT – TANET – LAC VERT)

Unsere Wanderung über den gesamten Vogesenhauptkamm fand bei schönem Wetter mit 22 Personen statt. Ausgangspunkt war Col de la Schlucht und es ging erst einmal sehr steil hinauf zum aussichtsreichen Wurzelstein. Am Felsen von Le Tanet hatten wir einen hervorragenden Weitblick ins Münstertal, Grand Ballon, Hohneck, Petit Ballon und sogar bis zum Kaiserstuhl. Nach einer kleinen Verschnaufpause führte unsere Wanderung auf dem Vogesenkamm uns in Richtung Taubenklangfelsen. Von dort oben hatten wir einen herrlichen Ausblick hinunter zum Lac du Forlet wo wir dann auch nach steilem Abstieg unsere große Vesperpause einlegten. Jochen hatte wieder eine Überraschung bereit – einen tollen Feigenlikör – welchen er von seiner Bosnienreise mitbrachte. Frisch gestärkt marschierten wir weiter zur Ferme-Auberge Gaertlesrain herrlich gelegen am Lac Vert. Von dort verlief unser Weg durch schönen Mischwald hinauf zur Ferme Auberge Seestaettle. Bei Kaffee und Kuchen, Käse und leckerem Edelzwicker machten wir unsere letzte Rast bevor wir uns auf den Weg in Richtung Hirschsteine und Spitzenfels machten. Die Hirschsteine sind ein kleiner Klettersteig T2/T3 aber alles gut gesichert und die Gruppe hat dieses Teilstück mit großem Lob gemeistert. Von den Spitzenfelsen hatten wir noch ein letztes Mal einen hervorragenden Ausblick , bevor wir nach einer reinen Wanderzeit von 7 Stunden wieder am Ausgangspunkt Col de la Schlucht ankamen. 

Es war ein schöner beeindruckender Tag mit tollen Leuten, die alle an dieser Wanderung kameradschaftlich mitwirkten. 

Die Bilder sprechen für sich !!

Bilder von Erich:

Bilder von Jochen:

 

04.08.12: Sportliche Wanderung im Südschwarzwald (Feldberg)

Zu dieser sportlichen Schwarzwaldwanderung von Oberried zum Feldberg trafen sich 8 gutgelaunte Wanderer und 2 Hunde beim Rathaus in Oberried (445 m), welches in einem ehemaligen Kloster (http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Oberried) untergebracht ist. Direkt vor dem Gebäude befinden sich mehrere Wegweiser, wir folgten der Beschilderung rechter Hand (auch wenn der Feldberg links ausgeschrieben war). Vorbei am Gasthaus Adler erreichten wir leicht ansteigend den Zipfeldobel (505 m). Über breite Waldwege kamen wir bald zum Einstieg des Felsenweges (785 m). Dieser Felsenweg ist ein sehr aufwendig angelegter Bergpfad über teilweise ausgesetzte Felspassagen, nirgends schwierig (T2), eine gewisse Trittsicherheit ist allerdings erforderlich. Kurz unterhalb der Gfällmatte (995 m) wurde der Weg wieder etwas breiter und führte steiler bergan. Auch beim Wanderwegweiser „Gfällmatte“ folgten wir nicht direkt der Ausschilderung zum Feldberg, sondern liefen den Weg zur Erlenbacher Hütte (1125 m) weiter. Kurz vor dieser Hütte erreichten wir die herrliche Wiesenlandschaft rund um den Toten Mann. Bunte Blumenwiesen und eine schöne Sicht zum nahen Feldberg gestalteten diesen Abschnitt sehr abwechslungsreich. Unmittelbar vor dem Wiedereintritt in den Wald oberhalb vom Hüttenwasen machten wir unsere große Mittagspause. Zunehmend wurde es sonniger, jedoch nicht zu heiß, also ideale Bedingungen für eine Mittagsrast. Beim Hüttenwasen (1230 m) begann der Aufstieg zum Feldberggipfel (1493 m). Anfangs durch einen krautreichen Bergwald, später über bereits spätsommerlich wirkende Bergwiesen erreichten wir den höchsten Berg des Schwarzwaldes, von Baden-Württemberg und gleichzeitig die höchste Erhebung Deutschlands außerhalb der Alpen. Die Rundumsicht war traumhaft: zahlreiche Schwarzwaldberge in der nahen und fernen Umgebung, im Osten bis zur Schwäbischen Alb und den Hegau, im Süden bis zum Aargauer Jura. Lediglich ein Alpenblick war uns an diesem Tag vergönnt. Zur Feier des Tages spendierte unser Wanderführer eine Flasche Sekt der WG Wolfenweiler. Für den Abstieg wählten wir den Weg zur St.-Wilhelmer-Hütte (1380 m). Die schöne Sonnenterrasse lud zu einer Einkehr ein, doch wir konnten der Versuchung widerstehen und liefen weiter. Über die Wanderautobahn ging es zum aussichtsreichen Stübenwasen weiter. Von diesem 1386 Meter hohen „Gipfel“ hatten wir eine schöne Sicht Richtung Herzogenhorn, Belchen und über das Wiesental. Einziger Wermutstropfen war einzig und allein die Wegführung - Wieso muss ein Wanderweg als breiter Wirtschaftsweg angelegt werden!? Beim Berggasthaus Sübenwasen (1270 m) gönnten wir uns eine Bier- und Kaffeepause. Danach waren es nur noch knappe 4 Km bis zum Endpunkt der Wanderung am Notschrei (1120 m). Von hier fuhren wir mit dem SBG-Bus zurück nach Oberried.

Die reine Wanderzeit betrug ca. 6,5 Stunden, bei 21 Km Weglänge und einem Höhenunterschied von 1100 Metern.

Fazit: Wieder eine gelungene Wanderung mit einer sehr harmonischen Gruppe und 2 netten und lauffreudigen Hunden.

 

 

10.08./11.08.12: Zweitälersteig, 2 Etappe (Mittlerer Schwarzwald)

Vor dem Kandelhotel hatten wir uns um 10 Uhr für unser 2 tägiges Trekkingvorhaben getroffen. Insgesamt waren wir 4 Männer und 2 Frauen im Alter von 30 bis 60 Jahren. Sprich ein buntgemischtes Völkchen, bei denen sofort der Funke übergesprungen war und wir sehr schnell ins Gespräch miteinander kamen. 

Zuerst sind wir an der Wegkreuzung dem Zeichen mit dem grünen Herzchen Richtung Simonswald Zweribachtal gelaufen. Am Anfang war dies ein gemächlicher Wiesenweg neben der Straße mit unwahrscheinlich schönen Stauden längs des Weges. Der Tag war sonnig und es wurden für den Mittag schon 30 Grad vorhergesagt. Aber noch war von der Hitze nichts zu spüren. 

Nach einer Weile erreichten wir die freie Hochfläche der Plattenhöfe mit einer wunderschönen Aussicht Richtung Simonswald und da es am anliegenden Gasthof Plattenhof so wunderbar nach Kaffee roch und ein einladendes Sitzbänkchen dort stand kamen wir nicht umhin uns eine kurze Kaffepause zu gönnen. Am Nachbartisch neben uns hatte sich eine Männergruppe vermutlich aus dem Schweizer Gebiet hingesetzt und machten mit ihrer selbstgemachten Musik kräftig Stimmung und Wanderlaune. 

Jetzt ging es weiter Richtung Osten an die Wildgutach. Nur ein schmaler Pfad bot uns einen Einstieg in das Bannwaldgebiet Zweribach. Für alle, die mit dem Begriff nichts anfangen können sei kurz gesagt, dass in diesem Wald keinerlei forstliche Nutzung vorgenommen werden dürfen, auch keine Jagd, sprich man versucht den Wald wieder zu renaturieren, Totholz wird nicht entfernt und bietet vielen Käferarten die sich auf stehende oder liegendes Totholz spezialisiert haben Raum sich dort zu entfalten. Solche Waldgebiete bieten auch Grundlage für viele Forschungsprojekte die sich mit der Renaturierung und Ökologie des Waldes auseinandersetzten. 

Der Weg ging anfangs recht steil hinab und auf wunderschönen Waldpfaden mit vielen Wurzeln entlang. Kurz danach führte ein schmaler Steg über die Wildgutach hinüber bis wir dann eine Landstraße überqueren mussten Richtung Teichschlucht. Danach ging es kontinuierlich eine langgezogene Blockhalde aufwärts bis zum großen Felsen. Dort machten wir kurz eine Verschnaufpause und fingen über die alten Bohrhacken im Felsen an fachzusimpeln. Anscheinend muss dies vor Ausweisung des Bannwaldes mal ein beliebter Kletterfelsen gewesen sein. Ein Mitwanderer von uns seilte sich kurzerhand mal ab und ging im Bachbett mal schnell baden. Das Wasser war aber den meisten dann doch noch etwas zu frisch und der Rest zog weiter. 

So und nun dachten wir, da wir schon kurz vor der am Wochenende bewirteten Hintereck-Hütte angekommen sind, das wir das anstrengenste Stück der Strecke schon längst hinter uns hatten. Wir sahen ein Schild wo stand dass es noch 0,3 km waren und einer aus unserer Gruppe frotzelte noch, ob es vielleicht nicht 300 Höhenmeter wären, die wir noch zu überwinden hatten. Wie recht sollte er behalten. Es waren tatsächlich 300 Höhenmeter auf 1 km zu überwinden. Das war eine Tortour, bei brütender Hitze und ging uns mächtig in die Waden, da wir natürlich unsere ganze Campingausrüstung für die kommende Nacht dabei hatten. Nachdem wir endlich oben an der Hütte angekommen waren, es war schon mittlerweile 18 Uhr stellten wir fest das sie schon geschlossen war. Wie schade! 

Aber ein ehrenamtlicher Mitarbeiter inklusive kleinem Nachwuchs war da und zeigte uns einen kleinen Raum, indem es herrlich kühles Bier, Radler uns sonstiges gab was ein durstiges Wanderherz begehrte. Wir kühlten uns einer nach dem anderem am kühlen Brunnen vor der Hütte ab und setzten uns auf die anliegende Sitzecke und tranken genüsslich unser Bier. Der im Fluß badende Nachzügler fand sich dann auch wieder bei uns ein. Nachdem wir unsere schmerzenden Füße und glühenden Gesichter kuriert hatten genossen wir einen wundervollen Aussicht auf die „Platte“ Langsam verschwand die Sonne hinter dem Bergrücken und wir hatten mächtigen Hunger. Geschwind waren die Gaskocher ausgepackt und wir brutzelten, kochten was das Zeug hielt. Die Palette reichte von Grillwürsten, Tofu und Couscous und schnell war der Futterneid ausgebrochen und jeder probierte mal beim Anderen! 

Kurz bevor die Dämmerung hereingebrochen war stellten wir unsere Zelte, quatschten noch miteinander und tranken einen von meinen Mitwanderen selbstzusammengestellten Berglikör, bevor wir uns leicht angedusselt in die Schlafsäcke begaben. 

Die Nacht war trotz der gestrigen brütenden Hitze recht kühl gewesen und vom Hang hoch wehte ein frischer Wind. Gegen 10 Uhr öffnete die Besitzerin der Gaststätte Hintereck endlich ihre heimelige Stube und wir kamen nicht umhin uns von einem Kännchen Kaffe und einem herrlichen Kuchen verwöhnen zu lassen. Danach packten wir unsere Sachen zusammen und zogen gegen 11 Uhr auf dem Wildsauweg Richtung Obersimonswald weiter. Nun war nicht mehr der Aufstieg der uns so in die Knie ging, sondern uns stand ein felsiger und meist sehr steiler Abstieg bevor. Am Spitzen Stein 873m ü.MM. machten wir eine kurze Rast und genossen den Ausblick auf das Simonswald. 

Weiter ging es dann kontinuierlich den Hang herunter und es war sehr ratsam das wir alle unserer Wanderstöcke mit dabei hatten. Über Obersimonswald, die wilde Gutach entlang beschlossen wir aufgrund der enormen Hitze von sage und schreibe 33 Grad beim Gasthof Engel unserer Tour zu beenden. Wir kehrten noch ein und mit dem Bus fuhren wir um 15:30 Uhr wieder Richtung Waldkirch nach Hause und verabschiedeten uns.

Fazit der Tour: Sehr anspruchsvoll, schwieriger wie die erste Etappe des Zweitälersteigs, gutes Schuhwerk und Wanderstöcke sind absolute Pflicht, Verpflegung sollte auch dabei sein, aber eine Topstrecke die ich jedem geübten Wanderer nur empfehlen kann!

 

 

11.08.12: Bergtour im Berner Oberland (Schilthorn, 2970 m)

An einem traumhaften Sommertag trafen sich 4 Teilnehmerinnen und ein Wanderführer zu einer aussichtsreichen Bergtour auf das Schilthorn (2970 m). Nach einer sehr kurzweiligen Anfahrt erreichten wir die Talstation der Schilthorn-Bergbahn bei Stechelberg, wo wir sofort unsere Billets für die Fahrt Stechelberg - Birg und retour lösten. Der Preis war nicht gerade ein Schnäppchen: 61,20 SFR (ca. 50 Euro) - Doch bereits auf den ersten Metern unserer Tour hatte es sich gezeigt, dass das Geld richtig investiert war.

Von Birg (2677 m) genossen wir einen traumhaften Rundumblick auf die Berner Eisriesen. Insbesondere die Jungfrau mit ihrem in der Sonne glitzernden Firnfeld und ihrer markanten Berggestalt war ein Blickfang. Danach begannen wir mit dem Abstieg auf einem breiten Weg bis zur Seelifuhre (2598 m). Trotz der Wegbeschaffenheit (eher eine Fahrstraße als ein Wanderweg) war dieser kurze Abschnitt sehr interessant: Wir entdeckten auf den nordseitig ausgerichteten Schutthängen einige interessante Polsterpflanzen, die sonst normalerweise nur in höheren Berglagen wachsen. Von der Seelifuhre ging es zum grünlich schimmernden Grauseeli (2514 m). Nun begann der steilere Teil des Abstiegs über blumenreiche Bergwiesen und an interessanten Felsformationen vorbei bis zur Wegverzweigung Wasenegg (2288 m). Danach änderte sich leider die Vegetation: Anstatt bunter Alpenmatten folgte jetzt ein Abschnitt mit bewirtschafteten Kuhweiden, die bereits oberflächlich versauert waren. Dies machte sich vor allem an der Eintönigkeit und geringen Artenzahl von Alpenpflanzen bemerkbar. Das tolle Bergpanorama und der strahlendblaue Himmel blieben uns allerdings erhalten. Bei Oberläger (2051 m) hatten wir den Abstieg geschafft, nun war es nicht mehr weit bis zur Rotstockhütte (2039 m). Hier fand unsere große Mittagspause statt und wir genehmigten uns ein kühles Bier bzw. einen leckeren Zwetschgenkuchen. Diese Berghütte macht einen sehr urigen Eindruck und ist ein idealer Stützpunkt für zahlreiche Wandertouren. Beschwingt vom tollen Bergpanorama, dem leckeren Essen und den netten Unterhaltungen innerhalb der Gruppe machten wir uns an den Aufstieg Richtung Gipfel. Der Weg zum Sattel „Rote Härd“ war nicht zu verfehlen und führte uns wieder durch eine sehr blumenreiche Landschaft. Am Anfang liefen wir durch grasige Steilhänge, die immer wieder von einzelnen Geröllhängen mit kleinen Bachläufen durchsetzt waren. Oberhalb von ca. 2500 Metern fanden wir eine immer weniger geschlossene Grasnarbe vor. Hier entdeckten wir direkt am Wegesrand einen Trupp Edelweiß. Kurz danach fanden wir im Schutt zahlreiche bunte Alpenblumen vor. Beim Sattel Rote Härd (2683 m) machten wir nochmals eine kleinere Pause und genossen die wärmende Sonne und das grandiose Panorama mit zahlreichen firn- und schneebedeckten Bergen. Leider zogen bereits jetzt die ersten Wolken auf, die glücklicherweise bis zum Ende der Tour „harmlos“ blieben. Über den abenteuerlich wirkenden, jedoch vorbildlich gesicherten Westgrat, erreichten wir das Schilthorn (2970 m).

Zur Feier des Tages gab unserer Wanderführer wieder eine Flasche Sekt aus, die er extra für die 4 Wanderkolleginnen auf den Berg hochgetragen hatte. Diese Überraschung wurde natürlich sehr positiv aufgenommen. Nun hüllten die ersten Wolken- bzw. Nebelschwaden den Schilthorn-Gipfel ein. Das Wechselspiel von Abendsonne und Nebel war teilweise sehr reizvoll und so war der Abstieg vom Gipfel bis zur Seelifuhre (2598 m) sehr kurzweilig. In ca. 15 Minuten erreichten wir wieder den Ausgangspunkt Birg (2677 m). Entspannt und voller neuer Eindrücke gondelten wir wieder Richtung Tal. Als Abschiedsgeschenk an diesen Traumtag wurden die teilweise wolkenverhangenen Berge von der Abendsonne angestrahlt - Diese Lichtverhältnisse sorgten nochmals für tolle Fotomotive.

Die reine Gehzeit betrug ca. 5,5 Stunden bei jeweils ca. 1100 Höhenmetern im Auf- und Abstieg.

Die Heimfahrt gestaltete sich wieder sehr kurzweilig, interessante Gesprächsthemen gab es trotz der Müdigkeit der einzelnen Personen zuhauf.

Fazit: Ein TRAUMtag mit TRAUMhaften Wetter, einer TRAUMflora und TRAUMfrauen - Das sind Sternstunden eines Wanderführers!

 

 

11.08.12: Wanderung zwischen Brend und Farnberg (Mittlerer Schwarzwald)

An einem wunderschönen Sommertag mit idealen Voraussetzungen in jeder Hinsicht trafen sich 4 Leute auf dem Parkplatz vor dem Gasthaus Martinskapelle bei der Bregquelle nahe Furtwangen zur Tageswanderung. Nach der unterhalb des Kolmenhofs sehr gemächlich startenden Donau - der man ohne Weiteres auch ein frühzeitiges Versickern nach kaum 20 Metern hätte zutrauen können - besuchten wir die Elzquelle, die zumindest in der für die Öffentlichkeit gestalteten Quellenfassung mit nur unwesentlich mehr Temperament zu imponieren verstand. Durch eine so einladende wie dem Wanderer wohlwollend geneigte Waldlandschaft - hier mit wie von einem Riesen dahin gestreuten Findlingen der letzten Eiszeit, dort mit knorrigen Bäumen eines Märchenwaldes in Erscheinung tretend - genossen wir Natur mit allen Sinnen und schlugen uns alsbald zu lukullischen Genüssen in die am Wegesrand vermehrt auftauchenden, reichlich Früchte tragenden Himbeerhecken. Lecker, lecker… 

Mitten im Wald fanden wir zu unserer Überraschung ein recht ansprechendes und offensichtlich privates Holz - HHäuschen mit vielen baulichen Facetten im Stile eines romantischen Zweitwohnsitzes. Die Anlage verfügte genau so über ein Verpflegungsdepot mit Regenwassersammlung für Bedürftige (oder Neugierige?) im Vorgarten, wie über ein Notstromaggregat und Satellitenanschluss für den anspruchsvollen Waldschrat, neudeutsch - User. Felsformationen - teils eher verwittert, teils von Moos in an beste Teppichböden erinnernde Qualität überzogen - säumten die Wege und rauschende Bächlein querten sie, sich andererseits wagemutig in die Tiefe stürzend, in der Unendlichkeit verschwindend. Granitbrocken wie aus dem Lehrbuch ließen das Grundgebirge des Schwarzwaldes unverwechselbar beschreiben. An manchen in den Wanderkarten eingezeichneten Aussichtsstellen konnten wir feststellen, dass beim Errichten der Sitzbänke niemand ernsthaft mit einem Wachstum der Bäume gerechnet zu haben schien, aber mit etwas gutem Willen und Phantasie ließen sich die verbliebenen Sicht - Schneisen zu umfassenderen Impressionen aufpeppen. 

Auf dem Brend - Turm genossen wir das Gefühl der Weite in relativer Stille, die den Menschen unversehens mit der Natur versöhnt und in einen gewissen harmonischen Einklang bringt, den jeder irgendwann schon einmal in sich gespürt hat. 

Der letzte Teil der Wanderung ging mit der bekannten Zielstrebigkeit des Endspurtes unbeirrbar am Naturfreundehaus wie auch an den Günterfelsen vorbei und auf direktem Weg dem Gasthaus Martinskapelle zu, wo wir bei Kaffee und Kuchen den Tag im idyllischen Biergarten beschlossen. Speise, Trank, Ambiente wie auch Preise lassen nur Empfehlung und Wiedersehen zu. Die Teilnehmer der Wanderung waren zwar wenige, aber rund um zufrieden. 

Bilder von Harald:

 

 

19.08.12: Wanderung in den mittleren Vogesen

Trotz großer Hitze haben an der Wanderung Hohwald-Rothlach-Neuntelstein 18 Personen und zwei Hunde teilgenommen. In Le Hohwald angekommen, zeigte die Außentemperaturanzeige im Wagen, 24 Grad. Da unsere Tour überwiegend durch Tannen- und Laubwälder führte , war es für alle Zwei- und Vierbeiner zum Aushalten. 

Am Andlauer Wasserfall machten wir unsere erste Pause und auch die Hunde konnten ein kühles Bad nehmen. Unsere Tour ging jetzt stets bergan hinauf zur Vieille Metairie (Alte Melkerei) mit einer schönen Wiese und Schutzhütte, in der wir eine längere Pause einlegten und das mitgebrachte Rucksackvesper verzehrten. Auch ein kleiner Brunnen mit frischem Quellwasser war vorhanden und so konnten einige ihre leeren Wasserflaschen wieder mit kühlem Nass füllen. 

Frisch gestärkt gings dann weiter zur Auberge La Rothlach wo wir uns ein kühles Bier oder ein Eis gegönnt haben um danach zu unserem Aussichtsfelsen den Neuntelstein zu gelangen. Von dort oben hatte man einen hervorragenden Blick  auf Mont Sainte-Odile. Le Hohwald, Ungersberg, Frankenbourg und Haut-Königsbourg. In den Spalten des Neuntelsteins hauste vor Zeiten der Berggeist Ninel, heute wird hier geklettert. 

Vom Neuntelstein begann unser Abstieg durch einen Tannenwald und man konnte aufgrund der Spuren unschwer erkennen, dass dieses Gebiet von Wildscheinen belagert ist. Am Forsthaus Welschbruch (Auberge) angekommen, machten wir unsere Schlusseinkehr. Das leckere Vesper wie Münsterkäse, Vesperplatte und Fleischtarte mit Salat, sowie ein kühles Panache und Edelzwicker hatten wir uns nach einer reinen Gehzeit von fast 6 Stunden reichlich verdient.

   
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