„Höher geht´s nimmer…“

Unter dieser Rubrik findest Du unsere Touren bzw. Expeditionen auf die höchsten Berge unabhängiger Staaten, die sogenannten Landeshöhepunkte. 

Wir legen unseren Schwerpunkt auf die europäischen Länderhöhepunkte, veröffentlichen natürlich auch die Besteigungen von außereuropäischen „Höhepunkten“. 

Es versteht sich von selbst, dass wir bei diesem Projekt keine Vollständigkeit wie bei den Bundeslandhöhepunkten bzw. Kantonshöhepunkten anstreben können bzw. wollen. 

Wir verweisen auf die vollständige Liste der Länderhöhepunkte: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_höchsten_Punkte_nach_Land

Und auf die Liste der Länderhöhepunkte Europas, der Türkei und Transkaukasiens: http://www.hikr.org/post6405.html  

Bisherige von uns bestiegene Landeshöhepunkte:

  Land

Höchster Berg

Geographische Lage

Bestiegen

am…

1. deutschland

Deutschland

Zugspitze

(2962 m)

Wettersteingebirge, Bayern

05.09.2010

2. spanien

Spanien

Pico del Teide

(3718 m)

Teneriffa,

Kanarische Inseln

11.11.2010

3. liechtenstein

Liechtenstein

Vorder Grauspitz

(2599 m)

Rätikon

03.09.2011

4. malta

Malta

Ta'Dmejrek

(253 m)

 

12.03.2012

5. irland Irland

Carrauntoohil/ Corrán Tuathail

(1040 m)

Macgillycuddy's Reeks

23.05.2012

6. bosnien Bosnien-Herzegowina

Маглић/Maglić

(2386 m)

Dinarisches Gebirge

12.09.2012

7. montenegro Montenegro

Zla Kolata/

Kolata e Keq

(2534 m)

Prokletije

01.07.2014

8. slowakei Slowakei

Gerlachovský štít/

Gerlachspitze

(2655 m)

Hohe Tatra 04.09.2014
9. polen Polen

Rysy

(2499 m)

Hohe Tatra 05.09.2014
10. monaco Monaco

24, Chemin des Révoires

(162 m)

03.11.2014
11.  ungarn Ungarn

Kékes/Kékestető

(1014 m)

Mátra-Gebirge
08.06.2015
12.  zypern Zypern

Όλυμπος- Χιονίστρα/ Ólympos - Chionístra

(1952 m)

Tróodos-Gebirge 06.03.2016
13.  luxembourg Luxemburg

Kneiff/Op Kneiff

 (560 m)

Ardennen 25.03.2016
14.  bulgarien Bulgarien

Мусала/Musala

(2925 m)

 Rila-Gebirge 30.06.2016
15. niederlande Niederlande

Vaalserberg

(322 m)

  26.10.2016
16. belgien Belgien

Signal de Botrange

(694 m)

Hohes Venn 27.10.2016
17. mazedonien Mazedonien

Голем Кораб/

Golem Korab

(2764 m)

Korabgebirge 28.06.2017
18. albanien Albanien

Maja e Korabit

(2764 m)

Korabgebirge 28.06.2017
19. tschechien Tschechien

Schneekoppe/

Sněžka/Śnieżka

(1603 m)

Riesengebirge

09.10.2017

13.10.2017

20. serbien Serbien

Midžor / Миџор

Midžur / Миджур

(2169 m)

Balkangebirge 12.06.2018
21. slowenien Slowenien

Triglav

(2864 m)

Julische Alpen 02.07.2018

 

 

 

 

Vorder Grauspitz (2599 m) - Höchster Berg von Liechtenstein

 

Kompletter Bericht von unserem Bergwochenende in Liechtenstein vom 02.09. - 04.09.11:

http://www.straussenclique.de/index.php?option=com_content&view=article&id=244&Itemid=260

 

 

Tourenprofil:

Lange und anstrengende alpine Bergwanderung zum höchsten Liechtensteiner. Das erste Stück bis zur Alp Ijes verläuft größtenteils auf breiten Wegen bzw. auf gut markierten Bergpfaden. Ab der Alp Ijes bewegt man sich in ausschließlich weglosem Gelände. Lediglich ein paar Trittspuren zu Beginn d. grasigen Gratrückens erleichtern die Wegfindung. Der Aufstieg vom Schafälpli bis zum Grauspitzsattel ist aufgrund des steilen Geröllfeldes recht anstrengend. Vom Grauspitzsattel bis zum Gipfel folgt der „alpine“ Teil der Tour: Ein teilweise ausgesetzter Grat mit einer schmalen Scharte zwischen Vor- und Hauptgipfel als „Leckerbissen“.

 

 

Zahlen & Fakten:

Wanderzeit: 7-8 Stunden reine Gehzeit 

Streckenlänge: 16-17 Km 

Höhenmeter: ca. 900 Höhenmeter 

Schwierigkeitsgrad der Tour nach der SAC-Wanderskala (Link zur Beschreibung):

Bis Alp Ijes T1-T2, bis Grauspitzsattel: T3, Grat zum Gipfel: T4

 

 

Anforderungen, Schwierigkeiten:

Sehr gute Kondition und Ausdauer: Die Wanderung hat eine reine Gehzeit von ca. 7-8 Stunden. Das erste Stück zur Alp Ijes kann man aufgrund der einfachen Wege schnell zurücklegen. Doch beim Rückweg zur Älplibahn zieht sich dieser Abschnitt in die Länge. 

Beim eigentlichen Gipfelaufstieg benötigt man Trittsicherheit im alpinen Gelände und Schwindelfreiheit auf dem Grat. 

Dafür wird man mit einer grandiosen und einsamen Tour belohnt - Wahrscheinlich wird man aber ab der Alp Ijes keinen weiteren Bergaspiranten begegnen. 

Bei Nässe und Neuschnee ist von einer Gipfelbesteigung abzuraten !

 

 

Für die Organisation unbedingt zu beachten:

Eine Vorreservierung bei der Älplibahn (www.aelplibahn.ch) in Malans/GR ist aufgrund der Transportkapazität von max. 8 Personen pro 15 Minuten einige Tage vor der Tour unbedingt erforderlich. Ansonsten schaut man in die Röhre bzw. muss nochmals 1200 Höhenmeter zusätzlich zu Fuß überwinden. 

Preis: 15 SFR (Stand: Sept. 2011)

 

     

Ausgangspunkt: 

Talstation der Älplibahn in Malans/GR. Von dort Fahrt mit der Seilbahn bis zur Bergstation Älpli

 

     

Strecke:

Älpli (1802 m) - Kamm (2030 m) - Unterst See (1888 m) - Alp Ijes (1934 m) - P. 2148 m - P. 2304 m - Schafälpli (2297 m) - Grauspitzsattel (2502 m) - Vorder Grauspitz (2599 m) - Grauspitzsattel (2502 m) -  Schafälpli (2297 m) - P. 2304 m - P. 2148 m - Alp Ijes (1934 m) - Messhalden (1780 m) - Fläscher Alp (1809 m) - Bad (1954 m) - Kamm (2030 m) - Älpli (1802 m)

 

 

Markierung auf dem Gipfel:

Auf dem Vorder Grauspitz steht ein großer Steinhaufen. Etwas versteckt zwischen den Steinen befindet sich eine Metallkassette mit einem Gipfelbuch von 1992.

 

 

Ausführlicher Tourenbericht:

Der Tag der Grauspitz-Besteigung begann mit einem „frühen“ Frühstück um 6:00 Uhr (!) Dadurch hatten wir ausreichend Zeit für eine erfolgreiche Besteigung. Nichts schlimmeres als die Tatsache, dass ein Gipfel aufgrund Zeitmangel bzw. Zeitdruck nicht erreicht werden kann ! Danach fuhren wir die Rheintalautobahn bis nach Malans GR, wo wir unsere Autos direkt bei der Talstation der Älplibahn (www.aelplibahn.ch) parkierten konnten. Diese sehr urige Bergbahn mit den zwei quietschgelben Kabinen wird von einer Genossenschaft betrieben und kann in 15 Minuten maximal 8 Personen befördern. Es versteht sich von selbst, dass eine Vorreservierung unumgänglich ist (!). Das Bahnpersonal ist sehr humorvoll und bodenständig - Unsere Gruppe von 9 Personen (eine Mitwanderin aus Zürich kam an diesem Morgen direkt zur Talstation) erhielt einen Kaffee auf Kosten des Hauses. Das nennen wir Service und Kundenfreundlichkeit ;-) Nach wenigen Minuten erreichten wir bequem die Bergstation Älpli (1801 m), die eine tolle Sicht über das Rheintal Richtung Chur ermöglichte. Das Abenteuer Grauspitz konnte nun beginnen. Von Älpli liefen wir den breiten Wander- bzw. Wirtschaftweg über Kamm (2030 m) bis zur Verzweigung oberhalb der Alp Bad (1954 m). Hier schlugen wir den Bergwanderweg linkerhand Richtung Fläschertal ein. Leider war kurz danach die Wegspur durch die vielen Kühe zerstört, so dass wir etwas umständlicher und weglos über ein Geröllfeld stiegen. Doch bald erreichten wir wieder den regulären Bergweg, der uns bald zum ausgetrockneten Unterst See (1888 m) führte. Nun ging es den Wanderweg Richtung Alp Ijes weiter, der bald in einen breiten Wirtschaftsweg einmündete. Hier hielten wir uns links, gingen durch 2 Tunnels (Taschenlampen allerdings nicht erforderlich), und erreichten nach einer reinen Gehzeit von weniger als 2 Stunden den Talkessel der Alp Ijes (1934 m). Bis zu dieser Stelle waren wir ziemlich flott unterwegs, es handelte sich größtenteils um breite Wege im T1-Bereich. Jetzt war aber „Schluss mit Lustig“ und der alpine Teil der Tour begann: Von der Alp Ijes erkannten wir den Aufstiegsweg über einen breiten Grasrücken. Über einen steilen Wiesenhang mit spärlichen Wegspuren erreichten wir den Punkt 2148 mit einem Mini-Bergsee und einem breiten Plateau. Hier verabschiedeten sich 3 Personen unserer Gruppe, die wieder nach Ijes abstiegen und dort den Tag genossen. Die 6 verbliebenen Berggänger stiegen weiter steil bergan und erreichten den Aufstiegsgrat zum Hinter Grauspitz, dem zweithöchsten Berg in Liechtenstein. Hier verließen wir den grasigen Grat und stiegen linkerhand in das Schafälpli, eine geröllige Mulde, ab. Von diesem Punkt wirkte der Vorder Grauspitz wie eine beinahe senkrechte Geröll- und Felswand, die auf dem ersten Blick als unbesteigbar erscheint. Wir steuerten über ein steiles Geröllfeld den Grauspitzsattel (2502 m) an. Nun machten wir eine kleine Pause und stiegen dann linkerhand über einen breiten mit Steinen besetzten Grat Richtung Gipfel. An manchen Stellen fanden wir einfaches Gehgelände vor, andere Passagen waren dann wieder sehr ausgesetzt (T4). Schon nach ca. 15 Minuten erreichten wir den Vorgipfel - Nur eine nach beiden Seiten ausgesetzte Scharte trennte uns vom höchsten Liechtensteiner. Die letzten Aufstiegsmeter erforderten nochmals unsere vollste Konzentration, doch dann standen wir auf dem „Top of Ländle“. Die Straußenclique hatte mit dem Vorder Grauspitz (2599 m) den 3. Länderhöhepunkt bestiegen. Wir waren sehr glücklich, freuten uns über die tolle Rundumsicht und über diesen Triumph. Ein Gruppenfoto mit der Liechtensteinflagge und ein Eintrag im Gipfelbuch waren natürlich obligatorisch. Obwohl dieser Berg der höchste Punkt von Liechtenstein darstellt, wird er verhältnismäßig selten bestiegen. Wir waren die ganze Zeit alleine am Berg unterwegs. Der Abstieg führte uns fast identisch zum Aufstiegsweg zurück zur Alp Ijes. Das steile Geröllfeld oberhalb d. Schafälpi und der steile Grasrücken erforderten nochmals unsere vollste Konzentration. Doch nach erreichten wir wohlbehalten wieder die Alp Ijes, wo wir bereits von unseren 3 Kolleginnen und Kollegen begrüßt wurden. Der Rückweg über die Alp Bad war nochmals ein richtiger Schinder: Es war ein extrem heißer Tag und der Rückweg bis zur Bergstation zog sich in die Länge. Nach einer reinen Gehzeit von ca. 8 Stunden, 900 Höhenmetern und einer Streckenlänge von fast 17 Km erreichten wir pünktlich zu unserer reservierten Talfahrt die Bergstation. Zeit für eine kurze Einkehr hatten wir allerdings noch - Das Timing war perfekt ! In wenigen Minuten schwebten wir wieder ins Tal. Als kleines „Abschiedsgeschenk“ entdeckten wir direkt neben dem Parkplatz einen Trupp Wilder Alpenveilchen. Die Rückfahrt zur Unterkunft in Feldkirch verlief ohne Probleme. Anschließend machten wir uns frisch und dann freuten wir uns auf das Abendessen in der Nofler Stuba.


 

 

 

Pico del Teide (3718 m) - Höchster Berg von Spanien (11. November 2010)

 

Kompletter Bericht von unserer Wanderwoche auf Teneriffa vom 08.11. - 15.11.10:

http://www.straussenclique.de/index.php?option=com_content&view=article&id=143&Itemid=152 

 

Wichtige Anmerkung im Voraus:

Gelegentlich wird der Mulhacén (http://de.wikipedia.org/wiki/Mulhacén) als höchster Berg Spaniens bezeichnet. Tatsächlich ist der höchste Berg der Sierra Nevada „nur“ die höchste Erhebung des spanischen Festlandes.

 

Tourenprofil:

Der Aufstieg zum höchsten Berg Spaniens verspricht eine interessante und technisch einfache Bergwanderung auf  eine stolze Höhe von 3718 m. Die landschaftlichen Höhepunkte sind sehr reizvoll: ein wüstenartige Vulkanlandschaft mit einer interessanten Flora (Mai/Juni). Somit ist diese Tour ein Paradies für Geologen, Vulkanologen wie auch für Botaniker. Die Aussicht vom Gipfel ist unbeschreiblich: Ganz Teneriffa liegt einem zu Füßen, die benachbarten Kanareninseln sind zum Greifen nahe, mit etwas Glück ist sogar der afrikanische Kontinent zu erkennen.

 

Zahlen & Fakten:

Wanderzeit: 5-6 Stunden reine Gehzeit 

Höhenmeter: ca. 1400 Höhenmeter 

Schwierigkeitsgrad der Tour nach der SAC-Wanderskala (Link zur Beschreibung):

T2, Gipfelbereich: ein „schwaches“ T3

 

Anforderungen, Schwierigkeiten:

Technische Schwierigkeiten sind praktisch nicht vorhanden, die Wanderwege zum Teide sind perfekt angelegt. Probleme kann es im Gipfelbereich lediglich bei Vereisung oder Neuschnee geben - Allerdings wird das letzte Stück zum Gipfel in diesem Falle sowieso meistens von der Nationalparkverwaltung gesperrt. 

Unbedingt an warme Bekleidung, Handschuhe und Mütze (auch im Sommer), Sonnenschutz und ausreichend Flüssigkeitszufuhr denken. 

Nicht zu unterschätzen ist auch die dünne Luft auf 3700 Metern. Vor allem wenn man berücksichtigt, dass meistens in einem Hotel in Meereshöhe übernachtet wird und die Besteigung als Tagestour stattfindet.

 

Für die Organisation unbedingt zu beachten:

Für den Schlussaufstieg von der Bergstation der Seilbahn bis zum Teide-Gipfel ist eine Sondergenehmigung der Nationalparkverwaltung in der Inselhauptstadt Santa Cruz erforderlich. Dieses Permit kann persönlich wie auch per Mail (Wartezeit: ca. 1 Woche) beantragt werden. 

Für weitere Informationen bitte diesen Link anklicken

Wir betonen nochmals ausdrücklich, dass man die Vorgehensweise genau durchlesen sollte. Nicht dass wegen einer „Lappalie“ der Aufstieg zum höchsten Berg Spaniens bei der Bergstation der Seilbahn zu Ende ist. Die Nationalpark-Ranger sind sehr rigoros und bestehen grundsätzlich auf ein korrektes Permit. 

Es gibt eine Möglichkeit, um diese bürokratische Prozedur zu umgehen: Wenn man nachts zum Gipfel aufsteigt und wieder vor 8:30 Uhr an der Bergstation angekommen ist. Eine Besteigung des höchsten Spaniers bei Nacht mit  einem einmaligen Sonnenaufgang ist garantiert ein unvergessliches Erlebnis. In diesem Falle empfiehlt sich allerdings die Nächtigung im Refugio de Altavista. 

Am besten schließt man sich einer geführten Gruppe eines Reiseveranstalters an, der die Beantragung des Permits übernimmt. 

Außerdem wollen wir noch hinweisen, dass der Gipfelweg zum Teide kurzfristig wegen Neuschnee, Vereisung oder starkem Wind gesperrt werden kann.

Bei Sturm ist der Betrieb der Seilbahn eingestellt - Also am besten vor Tourenbeginn erkunden, ob die Bergbahn fährt. 

http://www.telefericoteide.com/ale/infogral.html - Fahrzeiten, Preise der Teleféico del Teide

 

Ausgangspunkt: 

Parkplatz „Montana Blanca“ (2350 Meter) mit ausreichend Parkmöglichkeiten.

 

Strecke:

Parkplatz „Montana Blanca“ (2350 Meter) - Teide Eier - Refugio de Altavista (3260 Meter) - Bergstation Teide Seilbahn (3555 m) - Pico del Teide (3718 m) - Bergstation Teide Seilbahn (3555 m)

 

Markierung auf Gipfel:

Der höchste Punkt auf dem Gipfel ist leicht zu erkennen. Des Weiteren sind noch Reste (Verankerungen) eines ehemaligen Gipfelkreuzes erkennbar.

 

Ausführlicher Tourenbericht:

Heute war Gipfeltag: Der höchste Berg Spaniens erwartete uns. Einige von unseren Teilnehmern waren schon sehr aufgeregt und freuten sich riesig auf diesen Tag. Bei idealen Wetterbedingungen fuhren wir wieder mit einem Reisebus bis zur Teide-Hochfläche. Wieder gab es zwei Gruppen: „Teide-Light-Wanderer“ liefen zuerst unten auf der Hochebene und fuhren anschließend mit der Bergbahn bis auf ca. 3500 Meter und erstürmten erst dann den Gipfel. Der Großteil der Teilnehmer allerdings legten 1400 Höhenmeter bis zum Gipfel zurück. Die „große Teide-Tour“ begann am Parkplatz „Montana Blanca“ (2350 Meter) und führte uns mit wenig Anstieg durch eine wüstenartige Lavalandschaft und als Höhepunkte die „Teide-Eier“ (große Lavabrocken). Der breite Weg schlängelte sich gemächlich bis auf eine Höhe von ca. 2700 Metern. Nun wurde es wesentlich steiler und der serpentinenreiche Weg führte durch dunkles Lavagestein bis zum Refugio de Altavista (3260 Meter), wo wir eine Pause einlegten. Der Weiterweg zur Bergstation der Seilbahn war anfangs noch steiler, wurde aber zunehmend flacher. Wir sahen sehr schnell nach der Hütte den Gipfelaufbau d. Teide. Bei der Bergstation (3555 Meter) war für Personen ohne Permit Schluss. Denn für die letzten 200 Höhenmeter bis zum Gipfel benötigt man eine Genehmigung. Doch Diga-Sports hat alles klasse organisiert und so kamen wir ohne Probleme an den Rangern vorbei. Nun ging es nicht mehr lange und wir erreichten gemeinsam mit den Teide-Light-Wanderer den höchsten Berg Spaniens mit 3718 Metern. Die Rundumsicht war unbeschreiblich, sie hätte selbst aus einem Flugzeug nicht besser sein können. Voller Stolz hissten wir die Spanienflagge und waren riesig stolz auf diesem Gipfeltriumph. Vor allem unser Reiseleiter Jochen war wieder in seinem Element ;-) Danach ging es zur Bergstation zurück, wo wir in wenigen Minuten wieder talwärts schwebten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugspitze (2962 m) - Höchster Berg von Deutschland

 

Bericht von unserer Zugspitztour vom 03.09. - 05.09.10 ist ebenso hier zu finden:

http://www.straussenclique.de/index.php?option=com_content&view=article&id=173&Itemid=190

 

Tourenprofil:

Die Besteigung des höchsten Berges Deutschlands und vom Bundesland Bayern ist eine lange Angelegenheit: Vom Parkplatz am Skistadion Garmisch bis zum Gipfel ist ein Höhenunterschied von über 2200 Metern zu überwinden. Am besten man verteilt den Aufstieg auf 2 Tage und plant eine Übernachtung in der Knorrhütte (unbedingt vorreservieren) ein. 

Bis zur Knorrhütte sind aufgrund der langen Strecke einfach nur Ausdauer und eine gute Kondition gefragt, auch der Weiterweg bis zum Sonnalpin gestaltet sich problemlos. Der eigentliche „alpine Leckerbissen“ sind die letzten 400 Höhenmeter vom Sonnalpin bis zum Gipfel. Ein klettersteigähnlicher Weg führt teilweise etwas ausgesetzt, aber ohne große Schwierigkeiten, bis zum Gipfel. 

Für Klettersteigprofis ist die Variante über das Höllental interessant, ein „einfacherer“ Klettersteig führt von der österreichischen Seite über den „Stöpselzieher“ bis zum Gipfel. Für diese Tourvarianten ist ein Klettersteigset unbedingt erforderlich.

 

Zahlen & Fakten:

Wanderzeit: Je nach Marschtempo: 9-11 Stunden reine Gehzeit 

Streckenlänge: ca. 19 Km 

Höhenmeter: ca. 2200 Höhenmeter 

Schwierigkeitsgrad der Tour nach der SAC-Wanderskala (Link zur Beschreibung):

Bis zur Reintalangerhütte: T1, Aufstieg zum Sonnalpin: T2. Das letzte Stück vom Sonnalpin bis zum Gipfel bewegt sich im Bereich T3+/T4-


Anforderungen, Schwierigkeiten:

Sehr gute Kondition und Ausdauer: Die Wanderung hat eine reine Gehzeit von ca.  10 Stunden. 

Beim eigentlichen Gipfelaufstieg vom Sonnalpin bis zum Gipfelkreuz benötigt man Trittsicherheit im alpinen Gelände und Schwindelfreiheit auf dem Grat. 

Bei Nässe und Neuschnee ist von einer Gipfelbesteigung abzuraten, oder man steigt ab Sonnalpin in die Bergbahn und fährt bis zum Gipfel. 

Der „größte Alptraum“ dieser Tour sind wohl die Menschenmassen auf dem Gipfelplateau und ggf. das Anstehen auf den letzten Metern von der Besucherplattform bis zum goldenen Gipfelkreuz.


Für die Organisation unbedingt zu beachten:

Eine Vorreservierung auf der Knorrhütte (www.knorrhuette.de) ist aufgrund der hohen Auslastung der Hütte unbedingt erforderlich. Wir haben bereits im Juli/August die Schlafplätze reserviert. Eine Anzahlung von 10 Euro pro Person im Voraus ist obligatorisch. Selbst bei Schlechtwetter oder Wintereinbruch und einer damit verbundenen Absage der Tour gibt es keine Rückerstattung der Anzahlung !

     

Ausgangspunkt: 

Skistadion am Ortsrand von Garmisch-Partenkirchen. Parkplatz gebührenpflichtig: 5 Euro für 3 Tage (Stand: Sept. 2010)

     

Strecke:

Garmisch Skistadion (708 m) - Partnachklamm (800 m) - Reintal - Bockhütte (1052 m) - Reintalangerhütte (1370 m) - Knorrhütte (2052 m) - Sonnalpin (2576 m) - Fahrt mit Bergbahn - Zugspitze (2962 m)

     

Markierung auf Gipfel:

Auf dem Zugspitzgipfel befindet sich ein großes und aufwendig gestaltetes Gipfelkreuz. Bei Neuschnee ist die Endetappe von der meistens überbevölkerten Gipfelplattform bis zum Gipfelkreuz aus Sicherheitsgründen gesperrt. 

Ein Durchkommen ist dennoch möglich. Wir haben diese Absperrung einfach ignoriert ;-)


Ausführlicher Tourenbericht (inklusive Anreisetag mit Bummel in Garmisch):

Wir haben´s geschafft ! 11 Personen der Straußenclique standen am Sonntag, 05.09. auf der Zugspitze. 

Doch nun erst einmal alles der Reihe nach:

Freitag (05.09.):

Am Freitag haben wir uns gegen 8:00 Uhr in Freiburg getroffen und sind mit 2 PKW´s bis Garmisch gefahren. Nach einem kurzen Einchecken im Hotel Alter Wirt in Farchant fuhren wir gemeinsam nach Garmisch, wo wir bei idealen Wetterbedingungen durch die gemütliche Fußgängerzone bummelten konnten. Gegen Abend waren wir schließlich komplett (eine Person reiste aus dem Ruhrgebiet, eine weitere aus der Stuttgarter Gegend und eine Person aus dem Thurgau an). Der Abend im Hotel war vergnüglich und unterhaltsam, es wurde bereits viel über die morgige Tour gesprochen, aber auch lockere Witze und nette Unterhaltungen standen auf dem Programm.

Samstag (04.09.):

Der Samstag begann mit einem Frühstück um 6:00 Uhr. Leider regnete es beim Aufstehen noch ziemlich stark. Gut gestärkt fuhren wir gemeinsam zum Skistadion, wo wir unsere Autos abstellten. Ein asphaltierter Weg führte uns durch die imposante Partnachklamm. Da wir vor 8:00 Uhr den Eingang passierten, mussten wir keinen Eintritt bezahlen ;-) Durch die Wassermassen und das Regenwetter der letzten Tage war es in der Klamm sehr feucht und so wurden wir sogar ohne Regen nass. Anschließend begann der schier endlose Weg durch das Reintal. Anfangs liefen wir leicht ansteigend einen breiten Waldweg entlang. Erst kurz vor der Bockhütte wurde der Weg schmaler und erreichte langsam den Status eines Wanderweges. Bei der Bockhütte war Zeit für einen wohlverdienten Kaffee und eine kleine Brotzeit. Der weitere Wegverlauf führte uns durch den schönsten Teil d. Reintals: Teilweise erinnerte die Urwüchsigkeit dieses engen Tals an Kanada und Alaska. Passend zur Mittagspause erreichten wir die Reintalangerhütte, wo wir uns nochmals stärkten. Nach der Reintalangerhütte begann der eigentliche Aufstieg d. heutigen Tages: Durch lichten Wald und später Latschenbestände stieg der Weg ziemlich steil an. In einer felsigen Schuttrinne wurde es zeitweise noch etwas steiler. Wir waren alle froh, als wir nach einer reinen Gehzeit von ca. 6-7 Stunden, 16 Kilometern und 1300 Höhenmetern die schön gelegene Knorrhütte erreichten. Leider war die Hütte trotz dem mittelmäßigen Wetter vollkommen ausgebucht. Den Abend verbrachten wir in einem sehr vollen Gästeraum. Wir mussten ganz schön zusammenrücken, doch dies tat unserer guten Laune keinen Abbruch. Wir legten uns gegen 22:00 Uhr schlafen und konnten überraschenderweise gut in dem sehr engen 11-Bett-Zimmer schlafen.

Sonntag (05.09.): 

Der nächste Tag begann mit einem spärlichen Frühstück und einer Vorfreude auf die Zugspitze. Nachdem wir uns alle gerichtet hatten, stiegen wir von der Hütte Richtung Zugspitzplatt auf. Der Weg war trotz Neuschnee nicht zu verfehlen. Anfangs entdeckten wir sogar noch ein paar Alpenblumen, doch weiter oben liefen wir durch eine winterlich anmutende Landschaft. Das Wetter war vielversprechend, lediglich der Gipfel hüllte sich noch im Nebel. Nach Erreichen d. Sonnalpin besichtigten wir die Kapelle, welches übrigens die höchstgelegene Kapelle Deutschlands ist. Gerne wären wir vom Sonnalpin zum Gipfel gelaufen, allerdings wäre dies aufgrund d. Schneeverhältnisse zu gefährlich gewesen. So fuhren wir mit der Bergbahn v. Zugspitzplatt zum Gipfel. Nach wenigen Minuten kamen wir am Gipfel an und waren positiv von der Tatsache überrascht, dass noch relativ wenige Menschen die Gipfelplattform bevölkerten. Nun liefen wir zielstrebig zum eigentlichen Gipfel, auf dem das bekannte Gipfelkreuz steht. Dieser Weg war aufgrund d. Schneeverhältnisse durch eine Barriere gesperrt. Dennoch stiegen 3 Personen unserer Gruppe über den kleinen Klettersteig bis zum Gipfelkreuz auf. Hier konnten wir voller Stolz die mitgenommene Bayernfahne hissen. Wir werden künftig bei Bundeslandhöhepunkte die jeweilige Landesflagge mitnehmen. Wir hielten uns eine knappe Stunde auf dem Gipfelplateau auf, genossen die tolle Fernsicht und sahen als Besonderheit eine Glorie ( http://de.wikipedia.org/wiki/Glorie). Unser Wanderführer spendierte für uns alle einen leckeren Spätburgunder aus Wolfenweiler, welcher er während dem ganzen Aufstieg mitschleppte ! Mit der Eibsee-Bergbahn fuhren wir wieder ins Tal und mit der Zugspitzbahn bis nach Garmisch. Der Abschluss fand in einer netten Kneipe gegenüber dem Skistadion statt. Nach einer herzlichen Verabschiedung machten wir uns an die Heimfahrt.

Ein ganz großes Dankeschön an alle TeilnehmerInnen ! Es waren 3 tolle und unvergessliche Tage.

Interessanter Link über die besten Klettersteige in Bayern: http://www.bergzeit.de/magazin/klettersteige-bayern-fuenf-tipps

Bilder von Karin:

   
© 2015 straussenclique.de