Juli – September 2004

04.07.2004: Botanische Führung in der Petite Camargue (Dreiländereck)

Die Petite Camargue Alsacienne ist eine Auen- und Sumpflandschaft im südlichen Elsass bei St. Louis. Nähere Informationen zu diesem Naturschutzgebiet findest Du unter folgendem Link.

Wir waren an diesem Tag 15 Personen, die sich um 11:00 Uhr am Bahnhof in Schallstadt trafen. Diesmal war sogar ein Straußenwirt dabei 🙂 Einige von uns waren noch etwas vom Gin Fizz-Konzert am Vorabend müde. Nach einer knapp einstündigen Fahrt durchs Elsass kamen wir schließlich am Parkplatz des Naturschutzgebietes am Stadtrand von St. Louis an. Das Wetter war herrlich – strahlendblauer Himmel, allerdings war es auch recht schwül. Schon auf den ersten Metern durch das Schutzgebiet wurden wir regelrecht von Schwärmen an Stechmücken aufgefressen. Zwei von uns drehten deswegen vorzeitig um – allerdings trafen wir sie wieder bei der Schlusseinkehr. Schnell erreichten wir das Informationszentrum im Herzen des Naturschutzgebietes. Nun machten wir unsere erste Rast – überhaupt gingen wir diesen Tag sehr gemütlich an. Beim Infozentrum gab es mehrere kleinere Teiche mit den seltensten und schönsten Pflanzen der Petite Camargue. Jochen zeigte uns diese Kostbarkeiten und erzählte uns noch etwas über die einzelnen Pflanzen. Neben der Seerose und Teichrose fiel uns besonders die seltene Krebsschere auf. Danach liefen wir an schönen Tümpeln vorbei, wo wir dutzende Frösche sahen (und hörten). Auch die Vielfalt an Vögeln war beeindruckend: Von verschiedenen Enten bis hin zu großen Greifvögeln, die hoch in der Luft ihre Runden drehten, war alles vertreten. Später ging der Weg an einem großen Sojabohnenfeld vorbei. Allerdings war dieser Weg ziemlich der prallen Sonne ausgesetzt, und so liefen wir etwas schneller als gewohnt. Jedoch ließen wir es uns nicht nehmen, die zahlreichen Ackerwildkräuter zu bewundern. Danach ging der Weg auf einem Damm weiter – wir hatten eine schöne Sicht auf die Wasserflächen und Sumpfwiesen. Bald verließen wir die Dammkrone und durchquerten den interessantesten Teil des Gebietes: ein Areal von unzähligen Wasserflächen, die paradoxerweise von Trockenrasen umgeben waren. Auf diesen Trockenrasen fanden wir die seltene Rheinische Flockenblume und einige, leider schon verblühte Orchideen. Nun wurde die Moskitoplage immer unerträglicher und wir rannten regelrecht zum Infozentrum zurück. Allerdings stiegen wir auf die zahlreichen Aussichtstürme hoch. Dort wurden wir auch weitgehend von den Stechmücken verschont. Wieder am „Stützpunkt“ angekommen machten wir unsere zweite große Pause. Danach liefen wir zu unseren Autos zurück.

Die reine Gehzeit betrug weniger als zwei Stunden – allerdings hielten wir uns über 4 Stunden in der Petite Camargue auf. 

Die Schlusseinkehr fand im bekannten Reingerhof statt. Auch dort blieben wir gute zwei Stunden. So kamen wir erst wieder gegen 20:00 Uhr in Schallstadt an. Trotz der vielen Schnakenstiche waren wir alle von der schönen Sumpflandschaft und den seltenen Pflanzen begeistert.

11.07.2004: Wanderung am Feldberg (Hochschwarzwald)

Schon die ganze Woche über hat das Wetter nicht gerade zum Wandern eingeladen – auch die Prognosen für diesen Sonntag waren alles andere als vielversprechend. Doch am Morgen hatten wir dann unerwartet Sonnenschein. So waren wir auch 7 Personen, die sich gegen 10:00 Uhr am P+R-Platz in FR trafen. Nach einer zügigen Fahrt kamen wir am Hotel „Feldberger Hof“ an, wo wir unsere Autos auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz abstellten. Dort kamen noch zwei Mitwanderinnen aus dem Wiesental dazu.

Nach dem obligatorischen Gruppenfoto liefen wir dann Richtung Feldsee. Der Feldsee ist ein Karsee, der in der letzten Eiszeit entstanden ist. Am Grunde dieses Sees wächst in ca. 1-2 Meter Tiefe das seltene Stachelspornige Brachsenkraut, ein seltener Unterwasserfarn. Obwohl wir den See komplett umrundeten, bekamen wir keine Exemplare dieser seltenen Pflanze zu Gesicht, die in unserer Gegend sonst nur noch im Titisee wächst. Bei der Umrundung des Feldsees trafen wir noch auf zwei weitere Wanderer der Straußenclique – endlich waren wir komplett und liefen jetzt zu elft weiter. Von dort liefen wir am Feldsee-Moor entlang zum Raimartihof. Dort sahen wir bunte Bergwiesen mit herrlichen Beständen der Arnika. Vom Raimartihof ging der Wanderweg zum Rinken (1196 m) weiter, der über eine schmale Zufahrtsstraße zu erreichen ist, die aber an Sonntagen/Feiertagen gesperrt ist. Dort machten wir unsere erste Rast und fanden als Rastmöglichkeit einen Riesenstapel mit Baumstämmen. Danach liefen wir auf dem „Naturlehrpfad Feldberg“ – auf zahlreichen Tafeln konnten wir dort einiges über die Geologie und Botanik des Bergwaldes erfahren. Bald kamen wir an der Zastler Hütte (ca. 1250 m) an – Hier begann der interessanteste Teil der Wanderung. Das Zastler Loch ist ein ehemaliger Gletscherkessel aus der letzten Eiszeit. Die steilen Hänge Richtung Gipfel beherbergen eine seltene, subalpine Flora. Neben den beiden Orchideen Grünliche Waldhyazinte und dem formenreichen Gefleckten Knabenkraut fanden wir u. a. die Bartsia als Besonderheit. Hier ließen wir uns viel Zeit für Jochen´s botanische Erklärungen. Der Weg Richtung Feldberg verlief anfangs durch kleinere Moore – Auch hier fanden wir einige seltene Pflanzen. Später liefen wir durch steile Bergwiesen und durch viel Gebüsch, wo teilweise die alpine Großblättrige Weide bestandsbildend war. Kurz vor dem Erreichen der Hochfläche fing es leider mit regnen an – Dennoch waren wir noch anfangs zuversichtlich und hofften auf Wetterbesserung. Als wir aber die Wetterstation am Feldberg erreichten wurde der Regen immer stärker und es wurde teilweise recht kalt. Nun kürzten wir die geplante Wanderstrecke ab und rannten regelrecht zum Bismarckdenkmal (1493 m). Von dort ging es nicht mehr lange bis zum Parkplatz. Allerdings waren wir jetzt sehr durchgenässt und freuten uns auf ein warmes Auto.Die Schlusseinkehr fand in einer Gaststätte in FR-Ebnet statt.

13.07. – 15.07.2004 – Bergtour zum Barrhorn (Wallis)

Nachdem letztes Jahr das Wetter bereits im Vorfeld eine erfolgreiche Besteigung des Barrhorn (3603 m) verhinderte, wagten wir dieses Jahr einen erneuten Anlauf.

Am frühen Morgen trafen sich Karin und Jochen in Wolfenweiler. Die anderen Teilnehmer waren wohl von dieser Tour abgeschreckt – Und tatsächlich stellte sich später heraus, dass diese Tour mehr als nur eine große Bergwanderung wurde.

Nach einer gut dreieinhalbstündigen Fahrt erreichten wir das Turtmanntal, ein Seitental der Rhone und rhôneaufwärts das erste deutschsprachige Tal im Wallis.  Eine schmale, aber gut ausgebaute Straße führte bis ans Talende. Vom Parkplatz am Straßenende bei der Vorder Sänntum (1901 m) gingen wir den Weg links Richtung Turtmannhütte. Von Anfang an sahen wir seltene Pflanzen und waren von der Schönheit der Westalpen- Landschaft begeistert. Lichte Lärchenwälder wechselten sich mit Gebüsch und Felsen ab. Als Höhepunkt des ersten Tages sahen wir mehrere Exemplare der Alpen-Akelei. Langsam erreichten wir die Baumgrenze und liefen jetzt über alpine Wiesen. An der Holustei-Kapelle (2222 m), die freistehend auf einem Felssporn thront, machten wir unsere erste Pause. Das Wetter war an diesem Tag leider recht durchwachsen – etwas Regen und sogar Graupelschauer. Allerdings blieb es glücklicherweise die meiste Zeit trocken. Von der Kapelle führte der Weg anfangs leicht bergab Richtung Stausee, dann aber bald wieder ziemlich steil Richtung Hütte. Die Turtmannhütte steht schon von weitem sichtbar auf einem Felsen. Die Sicht auf die hohen Berggipfel war uns aufgrund der vielen Wolken leider vergönnt – allerdings sahen wir die Gletscherzunge des Turtmanngletschers. Die letzten Höhenmeter zur Hütte führten steil an einem mächtigen Felsriegel vorbei. Gerade an diesem Abschnitt fanden wir viele schöne Alpenpflanzen. Auf der Wiese vor der Turtmannhütte (2520 m) fanden wir sogar eine Kolonie Edelweiß. In der Hütte angekommen, wurden wir von den Wirtsleuten freundlich empfangen. Zu unserer Verwunderung stellten wir fest, dass wir die einzigen Deutschen in der Hütte waren. Die weiteren Gäste waren Holländer, Franzosen und Schweizer (vor allem aus der Romandie). Nach dem guten Abendessen gingen wir bald schlafen. Glücklicherweise waren wir nicht allzu viele Leute in unserem Schlafraum.

Bereits am frühen Morgen wurden wir geweckt, und konnten das reichhaltige Frühstück in Anspruch nehmen. Ein Blick aus dem Fenster versprach einen sonnigen Wandertag. Nach dem Bezahlen hieß es von der reizvollen Turtmannhütte Abschied nehmen, die wir mit Sicherheit in guter Erinnerung behalten werden. Hinter der Hütte führte der Weg durch das Gässi, einer steilen Schuttrinne, die wir mit einfacher Kletterei problemlos überwinden konnten. Am Ende dieser Schuttrinne steht ein großer Steinmann. Nun liefen wir leicht ansteigend über die Hochfläche der Barr. Diese eintönig wirkende Moränenlandschaft führte uns bis zum Bergfuß unterhalb der beiden Barrhörner. ein Großteil des Weges liefen wir durch Schnee – nicht jeder Sommer ist so trocken und schneearm wie der Sommer 2003.  Auch die greifbar nahen Wände von Brunegghorn, Bishorn und Weißhorn waren in frischen Schnee gehüllt. Etwas heikel war ein enger Durchgang zwischen zwei Felsen: Der Boden war teilweise mit blanken Eis bedeckt und an den Felsen hingen Eiszapfen. Danach wurde der Weg problemloser, führte aber recht steil über Schutthänge. Bald erreichten wir das Schöllijoch (3345 m). Zu unserer rechten war nun das Schöllihorn (3499), das auch problemlos zu besteigen ist. Unser Augenmerk galt aber weiterhin den beiden Barrhörnern. Die Pause fiel auf dem Joch aufgrund der Kälte recht kurz aus. Nun folgten wir dem schmalen Pfad Richtung Inner Barrhorn (3583 m) – der Weg war über die steilen und vereisten Schuttfelder recht heikel. Nicht auszudenken, was bei einem Sturz passiert wäre! Endlich waren wir auf dem Gipfel in 3583 m Höhe angekommen. Dort oben war die Sicht auf die unzähligen Gipfel einfach grandios. Wir sahen u. a. folgende Berge (Aufzählung natürlich nicht vollzählig): Dom (4545 m), das gegenüberliegende Weißhorn (4505 m) mit dem Bishorn (4153 m), Das Schöllihorn (3499 m), das Brunegghorn (3833 m) und etwas weiter entfernt der Grand Chombin (4314 m). Das nah gelegene Üsser Barrhorn (3610 m) lag zum Greifen nah. Nun stiegen wir in den Sattel (auf 3488 m) zwischen den beiden Barrhörnern ab. Hier blickten wir nochmals zum Inner Barrhorn zurück und stellten fest, dass wir gar keinen so einfachen Berg bestiegen hatten. Nun versuchten wir den Aufstieg zum „Großen“ Barrhorn. Leider mussten wir feststellen, dass der Kammweg absolut vereist und teilweise recht ausgesetzt war. Schweren Herzens stiegen wir vorzeitig durch die sehr steilen und meistens schneebedeckten Schutthänge zum Schöllijoch ab. Nun nahmen wir den direkten Abstieg über teilweise steile Schneefelder bis zum Gässi. Ein Schlitten wäre jetzt von Vorteil gewesen. Vom Gässi folgten wir den felsigen Weg zur Hütte zurück. Jetzt war nochmals Zeit für ein gemeinsames Gruppenfoto, und in der milden Abendsonne stiegen wir zum Stausee ab. Im Gegensatz zum Aufstiegsweg nahmen wir das schmale Fahrsträßchen zum Parkplatz. Gerade rechtzeitig zum Einbruch der Dunkelheit kamen wir am Auto an. Nun fuhren wir erschöpft ins Rhônetal. Nach einer langen Sucherei fanden wir in Sierre eine billige Unterkunft. Für eine Heimfahrt wären wir an diesem Abend einfach zu müde gewesen.

Am nächsten Tag machten wir noch einen kleinen Bummel am Genfer See bei Montreaux und konnten die Walliser Berge aus der Ferne bewundern. Ohne große Zwischenfälle kamen wir am frühen Nachmittag in Freiburg an. Den Abschluss feierten wir im Nepomuk in Bad Krozingen.

Fazit: eine gigantische Bergtour, die aber aufgrund der Schneeverhältnisse eher eine Hochtour war. Für 2005 sind weitere solcher Touren geplant.


18.07.2004: Wanderung von der Col de la Schlucht zum Gazon du Faing (Vogesen)

An diesem Tag war ursprünglich die „Besteigung“ des Grand Ballon, des höchsten Berges der Vogesen, geplant. Da es diesen Sonntag recht heiß war, entschlossen wir uns zu einer Kammwanderung in den Hochlagen der Vogesen. Dennoch waren wir letztendlich nur zu viert – ein Großteil unserer Wanderer war wohl schon im Urlaub oder hat an diesem Tag ein Baggersee oder Schwimmbad vorgezogen.

Vom Grenzübergang Breisach waren wir in einer knappen Stunde an der Col de la Schlucht (1139 m). Dieser Pass ist Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen am Hohneckmassiv. Doch diese Wanderung führte uns weg vom Hohneckmassiv Richtung Norden. Anfangs verlief der Weg teils durch lichte Buchenwälder, teils über Wiesen mit herrlichen Heidelbeerbeständen. Teilweise fanden wir auf diesen Bergweiden stattliche Exemplare des Gelben Enzians. Auf den freien Flächen hatten wir eine Sicht Richtung Münstertal und zu den unter uns liegenden Seen. Leider war es recht dunstig, und so blieb uns eine Fernsicht zum Schwarzwald vergönnt. Bald erreichten wir den Wurzelstein (1288 m), ein Aussichtsfelsen, wo wir unsere erste Rast machten. Danach verlief der Höhenweg über den Gazon de Faîte (1302 m) zum Taubenklangfelsen (1299 m). Dieser Aussichtsfelsen liegt direkt an der Steilwand oberhalb des Lac de Forlewihr. Vom Taubenklangfelsen kamen wir zum Soultzeren Eck (1302 m). Hier war der Wendepunkt der Wanderung und nun ging es ziemlich steil bergab. Der Weg war sehr reizvoll und es wuchsen einige seltene Pflanzen am Wegesrand: besonders die vielen farbenfrohen Vogesen-Stiefmütterchen und die seltene Pyrenäen-Brustwurz, die außerhalb der Vogesen nur in den Cevennen und Pyrenäen wächst, verdienten unsere Aufmerksamkeit. Bald erreichten wir den Forlewihr. Hier genehmigten wir uns in der Ferme Auberge du Forlet eine kleine Erfrischung. Der Weiterweg führte uns anschließend größtenteils durch Wald zum Lac Vert (Grüner See). Nun liefen wir etwas schneller, da langsam Gewitterwolken aufzogen. Und es ging nicht lange, bis wir die ersten Tropfen abbekamen. Das Wetter in den Vogesen ist doch unberechenbarer als im Schwarzwald! Am Wegesrand fielen uns einige Exemplare des Französischen Milchlattichs auf, der sonst eher westalpin verbreitet ist. Nun ging es teilweise durch Wald, teilweise über Skipisten zur Ferme Auberge Seestaettle. Doch auch diese Einkehrmöglichkeit ließen wir links liegen. Der Weg führte uns nun durch urwüchsigen Bergwald. Das Gelände wurde allerdings felsiger. Jetzt stand noch der Schlussanstieg zur Schlucht an. Der Weg war nun teilweise sehr steil und steinig, aber durch die beiden Felsbastionen Hirschsteine und Spitzenfels auch sehr reizvoll und abwechslungsreich. Nach einer reinen Wanderzeit von über 6 Stunden und 850 überwundenen Höhenmetern erreichten wir wieder den Parkplatz an der Col de la Schlucht.Nach gut einer Stunde Fahrzeit kamen wir in Ihringen an, wo uns Gerda bei sich daheim kulinarisch und mit gutem Wein verwöhnte. Nochmals ein herzliches Dankeschön 🙂

02.08.2004: Wanderung im Berner Oberland bei Lauterbrunnen

An diesem Montag stand wieder eine Tagestour in den Alpen auf dem Programm. Als Ausgangspunkt haben wir uns den bekannten Ort Lauterbrunnen (796 m) im Berner Oberland ausgesucht. Nach einer gut 2,5 stündigen Fahrt kamen wir in diesem bekannten Touristenort an. Nachdem wir einen gebührenpflichtigen ! Parkplatz gefunden hatten, liefen wir den Wanderweg Richtung Mürren hoch. Von Anfang an kamen wir ganz schön ins Schwitzen. Denn der Weg stieg ziemlich steil an und wir hatten einen hochsommerlich warmen Tag erwischt. Im Wald fanden wir einige seltene Pflanzen, wie die Schwarzviolette Akelei oder den Türkenbund ein Liliengewächs. Beim Aufstieg querten wir auch mehrere kleinere Bergbäche und einen imposanten Wasserfall. Nach einiger Zeit erreichten wir die ersten Almwiesen und hatten zum ersten Mal eine Sicht auf das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Nicht umsonst gehört das Lauterbrunnental zu den touristischsten und leider auch teuersten Gegenden der Schweiz. Bald ging es parallel zur Bahnlinie zum Ortseingang nach Mürren. Auf dieser Strecke fanden wir einige schöne Schmetterlinge, insbesondere der Apollo war auffällig. Entlang der Gleise verlief der Weg ziemlich eben, neben der tollen Aussicht ein weiterer Grund, dass wir nicht alleine liefen. Wir sahen Touristen aus aller Herren Länder. Bald erreichten wir den autofreien Bergkurort Mürren (1650 m), die am höchsten gelegene dauerhafte Siedlung des Kantons Bern. Nun machten wir unsere größere Rast und konnten die klare und kühle Bergluft genießen. Vom Rastplatz liefen wir Richtung Blumental (1840 m). Auf den Bergwiesen fanden wir viele Bergblumen, zwar keine botanische Kostbarkeiten, dafür hatten wir weiterhin eine tolle Sicht auf die naheliegenden Berge – insbesondere der Blick zur Eigernordwand war sehr imposant. Bald erreichten wir den Allmendhubel (1930 m), ein unscheinbarer Grashügel, aber dennoch der höchste Punkt der heutigen Tour. Von dort liefen wir durch eine etwas ursprüngliche Alpenlandschaft zur Pletschenalp (1740 m). Langsam kamen wir wieder an der Baumgrenze an und liefen jetzt noch bis zur nächsten Haltestelle der Bergbahn Lauterbrunnen-Mürren. Von dort fuhren wir wieder zum Ausganspunkt zurück.Die reine Wanderzeit betrug ca. 5 Stunden.